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Tradition mit Zukunft verbinden – Familie Angstenberger übergibt Getränkehandel

Zum 01. Februar 2010 übernahm nun Martin Domhan aus Schwäbisch Gmünd das Unternehmen aus der Hand von Gerhard Josef und Cordula Angstenberger. Martin Domhan: „Mit der Übernahme des Getränkebetriebes habe ich mir einen Kindheitstraum erfüllt!"

Bereits im Jahre 1906 – also zu Zeiten des Königs Wilhelm von Württemberg - gründete Josef Angstenberger in Abtsgmünd sein Getränkeunternehmen. Dort wurden Limonaden hergestellt, Sprudel abgefüllt und alkoholische Getränke vertrieben. Die Abtsgmünder fanden diese Idee gut und so entwickelte sich der Betrieb weiter und konnte bald die ganze Familie ernähren. Seit diesen Anfängen blieb die Firma in Familienbesitz - er überdauerte das Königreich Württemberg, die Weimarer Republik, die Nazi-Diktatur und besteht bis heute. Dabei überstand das Unternehmen zwei Weltkriege und auch die Zeit der Hungersnöte und des Wiederaufbaus. Bis zum Jahr 1975 stellte das Unternehmen eigene Limonaden („Serino“) her, erst danach entschied sich Gerhard Josef Angstenberger dazu, die Eigenproduktion einzustellen und sich ganz auf den Verkauf zu konzentrieren.

Das Konzept war richtig und innerhalb von wenigen Jahren expandierte das Unternehmen: Heute hat das Unternehmen vier Filialen: in Abtsgmünd, Adelmannsfelden, Unterrombach und Fachsenfeld. Der Betrieb arbeitete nun in dritter Generation als Vollsortimenter und bot dabei überwiegend regionale Produkte: Erfrischungsgetränke, Alkoholika und Spirituosen. 

Im Jahre 1988 bezog Angstenberger ein modernes Logistikzentrum mit Verwaltungsgebäude im Gewerbegebiet Hirtenäcker in Abtsgmünd (Brahmsweg). Von hier aus steuert das Unternehmen mit seinen zehn Mitarbeitern nun die Versorgung der Filialen mit Verkaufsware, organisiert die Direktrouten zu den Endverbrauchern und beliefert Gaststätten, Firmen und Vereine in der ganzen Region. Hierfür stehen zwei LKWs und ein Bus zur Verfügung.

Doch „Getränke-Angstenberger“ bietet mehr als nur Getränke: Neben einem Angebot zum Festbedarf bietet das Unternehmen auch einen „Fest-Sofortlieferservice“.  Was bedeutet das? Wer ein Fest organisieren will, sei es nun ein Sommerfest draußen in der Natur oder ein Weinfest im Vereinsheim, sei es ein Familienfest oder eine Jugendparty – Angstenberger liefert auf Wunsch Zelte (bis zu 800 Personen Fassungsvermögen) und Pavillons, Zapfanlagen und Schankeinrichtungen, Tische und Bänke, Kühlschränke und Sonnenschirme sowie Gläser und Krüge. Und wenn der Durst beim Feiern zu groß wird, dann ist der Sofortlieferservice gefragt, bei dem Getränke auch während des Festes direkt an Ort und Stelle nachgeliefert werden.

Doch irgendwann wird es Zeit, auch an „später“ zu denken und so begann das Ehepaar Angstenberger, sich Gedanken zum Thema „Nachfolge“ zu machen. Und ein Nachfolger wurde schließlich auch gefunden: Zum 01. Februar 2010 übernahm nun Martin Domhan aus Schwäbisch Gmünd das Unternehmen aus der Hand von Gerhard Josef und Cordula Angstenberger. Martin Domhan ist gelernter Industriekaufmann und studierte an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Betriebswirtschaft. „Mit der Übernahme des Getränkebetriebes habe ich mir einen Kindheitstraum erfüllt“, beantwortet er die Frage, warum er mit 47 Jahren noch einmal einen Neustart wagt – schließlich ist Domhan schon seit vielen Jahren als erfolgreicher Coach und Berater für ein größeres Coachingunternehmen tätig (ABOS-CONWORKS AG) tätig. „Außerdem kann ich nun beweisen, dass ich das erfolgreich umsetze, was ich meinen Kunden seit jeher vermittelt habe: Die erfolgreiche Leitung eines mittelständischen Unternehmens.“ Martin Domhan lächelt zufrieden, als er das sagt – man sieht ihm seine Zufriedenheit auch äußerlich an. Cordula Angstenberger ergänzt: „Wir sind froh, in Herrn Domhan einen kompetenten Partner gefunden zu haben, der das Unternehmen in unserem Sinne weiterführt und der die Verantwortung der Führung eines über 110-jährigen Traditionsunternehmens gerne übernimmt!“ Beiden ist es wichtig, mit der Stabübergabe Tradition mit Zukunft zu verbinden und damit das Unternehmen auf der Erfolgsspur zu halten.

Das ist gerade auch dem Übernehmer Martin Domhan wichtig: „Trotz des für mich neuen Abschnitts will ich keinen harten Schnitt!“ Gerade die Kontinuität im Betrieb sei ganz wichtig, denn Angstenberger hat viele Stammkunden, die man nicht umgewöhnen dürfe. Und Gerhard Josef Angstenberger resümiert: „Die Kunden kaufen bei „Angstenberger-Getränke“ wegen des netten familiären Klimas, wegen der hohen Servicefreundlichkeit und wegen des günstigen Preis-/Leistungsverhältnisses – das soll so bleiben!“ Daher hat es sich Frau Angstenberger nicht nehmen lassen, persönlich auch nach der Betriebsübergabe weiter im Betrieb von Martin Domhan mitzuarbeiten  - getreu dem Motto, Tradition mit Zukunft zu verbinden…

(Redaktion)


 


 

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