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Erwerbstätigenzahl im Südwesten stieg um 1,6 Prozent - Schmid lobt die Wirtschaft

Dank der guten konjunkturellen Entwickung ist die Zahl der Erwerbstätigen im Südwesten im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent gestiegen. Baden-Württemberg lag mit diesem prozentualen Stellenzuwachs nach Bayern gemeinsam mit Niedersachsen auf Platz zwei im Bundesländerranking.

Wie das Statistische Landesamt anhand neuester vorläufiger Berechnungen des Arbeitskreises »Erwerbstätigen-rechnung des Bundes und der Länder« feststellt, lag Baden-Württemberg mit diesem prozentualen Stellenzuwachs nach Bayern gemeinsam mit Niedersachsen auf Platz zwei im Bundesländerranking. Die Spannweite der Erwerbstätigen-Entwicklung der Länder reichte von +1,9 Prozent in Bayern bis −0,8 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern. Bundesweit betrug der Erwerbstätigenzuwachs 1,3 Prozent.

Getragen wurde diese positive Erwerbstätigenentwicklung von den sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmern, die mit Abstand die größte Gruppe unter den Erwerbstätigen darstellen. Nach neuesten Angaben der Bundesagentur für Arbeit standen von Januar bis Oktober 2011 in Baden-Württemberg durchschnittlich 3,98 Mill. Personen in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis, 96 000 oder 2,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im September 2011 hatte die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer im Südwesten erstmals die 4-Millionen-Marke überschritten.

In welchen Branchen lagen die Zuwächse?

Was den zahlenmäßigen Zuwachs der Arbeitsplätze angeht, hatte im Jahr 2011 das Verarbeitende Gewerbe die Nase vorn. Dort gab es in den ersten zehn Monaten durchschnittlich fast 1,25 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 22 000 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. An zweiter Stelle folgte die Zeitarbeitsbranche mit durchschnittlich fast 97 000 Arbeitsplätzen, 21 000 mehr als im Vorjahr. Damit entstand gut jeder fünfte der insgesamt 96 000 zusätzlichen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in der Zeitarbeitsbranche. Im Gesundheits- und Sozialwesen stieg die Zahl der Beschäftigten um fast 13 000 auf 449 000, gefolgt vom Handel mit einem Zuwachs um 11 000 auf 551 000 Beschäftigte. Alleine auf diese vier Branchen entfielen fast 70 Prozent des gesamten Zuwachses an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. Einzig im Finanz- und Versicherungsgewerbe nahm die Zahl der Beschäftigten um knapp 2 000 auf 137 000 ab.

Den mit deutlichem Abstand stärksten prozentualen Zuwachs an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen verzeichnete von Januar bis Oktober 2011 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum die Zeitarbeitsbranche (+27,3 Prozent).

Spiegelbildlich zum Zuwachs an Arbeitsplätzen ging die Arbeitslosigkeit im Jahr 2011 kräftig zurück. Nach neuesten Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren durchschnittlich rund 227 000 Menschen arbeitslos, fast 46 000 oder 16,8 Prozent weniger als im Jahr 2010. Die Arbeitslosenquote sank um 0,9 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent, so dass der Südwesten nach Bayern bundesweit die zweitniedrigste Arbeitslosenquote aufwies.

Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid ist zufrieden

"Wir können alles – auch Arbeitsplätze schaffen. Es ist die Wirtschaft in Baden-Württemberg, die Arbeitsplätze schafft. Denn unser Arbeitsmarkt bringt Menschen in den ersten Arbeitsmarkt: noch nie waren so viele Menschen in Baden-Württemberg sozialversicherungspflichtig beschäftigt wie im Jahr 2011. Diesen Schwung müssen Wirtschaft und Politik nutzen, damit diese Arbeitsplätze auch gute Arbeitsplätze sind“, erklärte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid in Stuttgart.

Das Statistische Landesamt hatte heute bekannt gegeben, dass die Zahl der Erwerbstätigen im Südwesten im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent gestiegen ist. Das war der zweithöchste Stellenzuwachs im Deutschland-Vergleich. Die positive Entwicklung wurde vor allem vom Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten getragen. Im September 2011 hatte die Zahl der Personen in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung die Vier-Millionen-Marke überschritten.

Jedoch sei der starke Stellenzuwachs in der Zeitarbeitsbranche sehr differenziert zu bewerten: „Bei der Zeitarbeit kommt es darauf an, dass sie auf ihre Brückenfunktion beschränkt bleibt“, betonte Schmid. „Wir wollen keine parallelen Belegschaften. Deshalb muss der Grundsatz des "Equal Pay" möglichst rasch umgesetzt werden“, so Schmid.

Ebenso verliere die Landesregierung trotz der sehr positiven Grundstimmung auf den Arbeitsmarkt die immer noch benachteiligte Personengruppen nicht aus den Augen. Mit einem Landesarbeitsmarktprogramm werden wir vor allem die Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt angehen, so Schmid.

(Redaktion)


 


 

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