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„Ausbildungssafaris“ verhilft Unternehmen zu mehr Auszubildenden

Karlsruhe, 20. Januar 2015. Aufgrund des Fachkräftemangels ist es für Unternehmen immer schwieriger, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Doch auch die Gewinnung von Nachwuchskräften ist aktuell problematischer denn je, insbesondere im Bereich der Ausbildungsberufe. Mit dem Projekt „Ausbildungssafaris“ setzt das Karlsruher Start-up „Berufsexpeditionen“ daher an der Basis an und unterstützt Firmen dabei, die individuellen Fähigkeiten von Schülerinnen sowie Schülern durch das Lösen praxisnaher Mini-Aufgaben zutage zu fördern und so passende Talente zu gewinnen. In Zusammenarbeit mit regionalen Ausbildungsunternehmen und allgemeinbildenden Schulen bietet „Ausbildungssafaris“ Jugendlichen vor dem Schulabschluss die Möglichkeit, verschiedene Berufsbilder kennenzulernen und erste persönliche Kontakte zu den eventuell künftigen Arbeitgebern zu knüpfen.

Berufsorientierung durch praxisnahe Aufgaben und Aufklärung

Der demografische Wandel sowie die Bevorzugung eines Studiums vor einer Ausbildung sind nur zwei Gründe, die es Unternehmen heute erschweren, geeignete Bewerber für eine Ausbildungsstelle zu finden. Aufgrund einer lückenhaften Berufsorientierung mangelt es einem Großteil der Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen zudem an einer klaren Berufsvorstellung. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit einer Fehlentscheidung und in der Folge der Ausbildungs- bzw. Studienabbruch. Um dem entgegenzuwirken, stellen sich regionale Unternehmen im Rahmen der „Ausbildungssafaris“ Jugendlichen der Klassen 8 bis 10 vor und präsentieren ihr Berufsbild anhand praktischer Aufgaben aus ihrem beruflichen Alltag. Das Projekt bietet Ausbildungsunternehmen so die Chance, Jugendlichen in der Berufsorientierungsphase ihr Berufsbild nahezubringen und im persönlichen Kontakt Auszubildende oder Praktikanten zu gewinnen.

Kompetenzniveau wie das eines Bacheloranten

Auch der Aufklärung der Jugendlichen kommt eine wichtige Bedeutung zu. Zwar steigen bundesweit kontinuierlich die Zahlen der Studierenden, doch immer weniger Schulabgänger entscheiden sich für eine Ausbildung. Die Gründe hierfür reichen von einem vermeintlich höheren gesellschaftlichen Ansehen von Akademikern bis hin zur besseren Bezahlung. Was die wenigsten Jugendlichen jedoch wissen: Akademische Abschlüsse und nicht-akademische Berufsabschlüsse sind im Deutschen und Europäischen Qualifikationsrahmen (DQR/EQR) sowohl für nationale als auch für internationale Arbeitgeber transparent vergleichbar. Ein Abschluss als Meister oder Fachwirt liegt z. B. auf demselben Kompetenzniveau wie der eines Bachelors. „Ausbildungssafaris“ transportiert dieses Wissen und trägt somit dazu bei, das Image der Ausbildungsberufe bei Jugendlichen zu verbessern und die Jobs für Schulabgänger attraktiver zu machen.

Wenig Aufwand, großer Gewinn

Die von „Berufsexpeditionen“ organisierten „Ausbildungssafaris“ finden meist in Aulen oder Sporthallen teilnehmender Schulen statt. Sie werden im Rahmen der Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen für die Klassenstufen 8 bis 10 gemeinsam mit regionalen Ausbildungsunternehmen durchgeführt. Je nach Rahmenbedingungen können an der Safari zehn bis 25 Unternehmen und bis zu 400 Schüler teilnehmen.

An den verschiedenen Stationen können Mini-Aufgaben aus dem Berufsalltag eines Ausbildungsberufs gelöst werden. Diese werden von den Unternehmen in mehrfacher Ausführung vorbereitet und so ausgewählt, dass sie einen typischen Arbeitsablauf veranschaulichen und innerhalb von acht bis zehn Minuten gelöst werden können. Die Ausbildungsverantwortlichen der Unternehmen stehen den Jugendlichen bei der Lösung der Aufgabe beratend zur Seite. So finden die Heranwachsenden nicht nur heraus, welche Berufe sie wirklich interessieren, oft zeigt sich während der Safari auch, wo die Talente jedes Einzelnen liegen. Dadurch wird sowohl die Berufswahlreife der Jugendlichen als auch der Anreiz für einen Ausbildungsberuf gefördert. Durch den persönlichen Kontakt zwischen Jugendlichen und Ausbildern werden Hemmschwellen und etwaige Ängste der Schülerinnen und Schüler vor einer Bewerbung abgebaut. Unternehmen hingegen haben die Chance, vielversprechende und talentierte Jugendliche kennenzulernen, diese zu einem Schnuppertag einzuladen oder ihnen ein Praktikum oder eine Ausbildungsstelle anzubieten.

Über „Ausbildungssafaris“:

„Ausbildungssafaris“ ist ein Projekt des 2014 von Günter Breuninger gegründeten Start-ups „Berufsexpeditionen“. Mit diesem Angebot stellt das Karlsruher Unternehmen ein Veranstaltungskonzept für die Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen bereit, das auf einem praxisnahen Kennenlernen und Erproben von Ausbildungsberufen basiert.

Ziel der „Ausbildungssafaris“ ist es, Schüler bei der Entdeckung ihrer Talente zu unterstützen und Jugendlichen der Abschlussklassen die Wahl ihrer Ausbildungsberufe zu erleichtern. Zudem soll das Knüpfen persönlicher Kontakte zwischen Jugendlichen und Ausbildungsunternehmen gefördert werden. Darüber hinaus erhalten Unternehmen die Möglichkeit, aktiv geeignete Bewerber für eine Ausbildungsstelle zu suchen und so dem Fachkräftemangel in ihrem Betrieb vorzubeugen.

(Redaktion)


 


 

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