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Konjunktur/Einzelhandel

Baden-Württemberger: Lust am Einkaufen

Die Baden-Württemberger haben die Lust am Einkaufen nicht verloren. Das Geschäft im Einzelhandel sei «relativ stabil», sagte der Präsident des baden-württembergischen Einzelhandelsverbands (EHV), Horst Lenk, am Donnerstag (09.07.2009) in Stuttgart. Nach einer aktuellen Konjunkturumfrage bei 344 Unternehmen konnte jeder zweite Händler im ersten Halbjahr 2009 seine Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum halten oder steigern, ähnlich viele sind optimistisch für die kommenden Monate. Baden-Württembergs EHV-Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann betonte, der Einzelhandel sei «die große Stütze der Wirtschaft geworden».

Lenk sprach angesichts der Wirtschaftskrise von einer «Trotzreaktion» der Verbraucher. Es sei «sehr erstaunlich, dass der Konsum so funktioniert hat». Es wehe ein «rauer Wind», aber dieser habe noch zu keinem «Absturz» geführt. Zwar sei Baden-Württemberg besonders stark von der Krise betroffen. Jedoch sei Kurzarbeit verbreitet und die Betroffenen hätten deswegen trotz der Krise Geld in der Tasche.

   In der Umfrage, die einen Trend abbilden soll und nicht repräsentativ ist, beurteilten rund drei Viertel die Konsumstimmung in ihrem Geschäft mittel oder gut. Die größten Umsatzzuwächse meldeten die Branchen Schmuck und Unterhaltung. Bei den befragten Lebensmittel- und Feinkosthändlern war die Lage durchwachsen. Mehr als ein Drittel meldete Zuwächse, fast die Hälfte ein Minus. Besonders schlecht verkauften sich Kleidung und Schule.

   Für das zweite Halbjahr rechnen mehr als 45 Prozent der Befragten mit stagnierendem oder besserem Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Mehr als die Hälfte der Händler will in diesem Jahr mehr in sein Geschäft investieren als 2008, vor allem in Werbung und in Schulungen für die Mitarbeiter. Von der Politik erwarten die Befragten vor allem Entlastungen für Bürger und Unternehmen. Zudem fürchten sie eine Mehrwertsteuererhöhung. Jeder dritte Befragte klagte zudem bereits über schlechtere Finanzierungsmöglichkeiten.

   Neben der Umfrage liegen für die ersten vier Monate 2009 bereits statistische Angaben vor. Demnach ging der Umsatz im baden-württembergischen Einzelhandel nominal um 1,9 Prozent zurück

bundesweit um 2,4 Prozent. Lenk betonte, Ziel für das gesamte Jahr sei es, im Südwesten maximal einen Rückgang von einem Prozent zu verzeichnen. Die Wirtschaftskrise und die Bundestagswahl erschwerten eine Vorhersage. «Wir sind sehr stark von Stimmungen abhängig», betonte Lenk. Für 2010 sei eine Prognose unmöglich.

Der Einzelhandel ist den Angaben zufolge die drittgrößte Branche im Südwesten und zählt 220 000 Beschäftigte.

(Redaktion)


 


 

Baden-Württemberger
Lust am Einkaufen
Präsident des baden-württembergischen Einzelhande

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