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Handwerk/Meister-BAföG

BAföG macht den Meister - Neuregelungen erweitern die Förderung

Änderungen im Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz, besser bekannt als «Meister-BAföG», sollen mehr Arbeitnehmern den beruflichen Aufstieg ermöglichen. Ab 1. Juli 2009 fördert der Staat nicht mehr nur die erste Weiterbildung nach einem Berufsabschluss, sondern auch Aufstiegs-fortbildungen. Zudem wird auch die finanzielle Förderung, insbesondere für Familien, verbessert.

Grundsätzlich bleibt es dabei, dass der Staat während eines Lehrgangs und der Vorbereitung auf die Prüfung einen einkommensabhängigen Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten sowie ein Darlehen zahlt. Außerdem übernimmt er einen Teil der Weiterbildungsgebühren und gewährt für den Restbetrag ein Darlehen.Neu ist jedoch, dass bei einer bestandenen Fortbildung ein Viertel
der Darlehensschuld gestrichen wird. Existenzgründer, die im Anschluss an die geförderte Weiterbildung einen Mitarbeiter oder Auszubildenden einstellen, bekommen ein weiteres Drittel ihrer Schulden erlassen.

Wer Kinder hat, erhält künftig einen Zuschlag von 210 Euro statt bislang 179 Euro. Außerdem muss nur noch die Hälfte des Zuschlags zurückgezahlt werden. Alleinerziehende bekommen einen nicht-rückzahlbaren Zuschuss von 113 Euro pro Kind und Monat für die Kinderbetreuung. Darüber hinaus sollen der Unterhaltsbeitrag und der Kinderbetreuungszuschlag auch während der neu eingeführten Prüfungsvorbereitungsphase für bis zu weitere drei Monate als Darlehen gewährt werden.

Zudem fallen künftig mehr Berufe unter das Fördergesetz. So ist eine Finanzierung von Aufstiegsfortbildungen in der Kranken- und Altenpflege nicht mehr nur in einigen, sondern in allen Bundesländern möglich. Außerdem können mit der Gesetzesänderung auch Erzieher und Erzieherinnen das «Meister-BAföG» in Anspruch nehmen. Deutlich erleichtert werden die Förderbestimmungen für Ausländer und Einwanderer. Anders als bisher müssen sie nicht mehr mindestens drei Jahre in Deutschland gearbeitet haben, um die Förderung bekommen zu können.

Details zur Förderhöhe, den Darlehenskonditionen und der Anrechnung von Einkommen lassen sich auf einer Internet-Seite des Bundesbildungsministeriums (meister-bafoeg.info) nachlesen. Die aktuellen Änderungen sind in den Informationsmaterialien allerdings noch nicht berücksichtigt. Anträge auf das «Meister-Bafög» können in den kommunalen Ämtern für Ausbildungsförderung gestellt werden.

(Redaktion)


 


 

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