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BAIC bietet 660 Millionen Euro für Opel

Für den angeschlagenen Autohersteller Opel hat mit der chinesischen Beijing Automotive Industry Holding (BAIC) ein zweiter Interessent dem Mutterkonzern General Motors (GM) ein Angebot vorgelegt. BAIC will für 660 Millionen Euro die Mehrheit bei Opel übernehmen, wie aus einem Dokument hervorgeht, in das die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires am Dienstag (07.Juli 2009) Einsicht hatte. Die Offerte von BAIC zielt auf 51 Prozent der Opel-Anteile ab. 49 Prozent sollen bei GM bleiben.

Bis 2015 will BAIC insgesamt 2,25 Milliarden Dollar (1,6 Milliarden Euro) in den Aufbau einer China-Produktion von Opel investieren und die Produktion auf dann 485 000 Fahrzeuge ausbauen. In den kommenden Jahren sollen den Plänen zufolge zunächst Opel-Fahrzeuge nach China importiert werden. Für 2010 seien 10 000 Pkw vorgesehen, im Jahr darauf bereits 50 000. Vor allem die ModelleAstra, Zafira, Corsa und Meriva sollen in China verkauft werden.

   Bisher lag eine Offerte des österreichisch-kanadischen ZulieferersMagna International für Opel vor. Der Konzern hatte bereits im Maieine nicht-exklusive Absichtserklärung unterzeichnet und willzusammen mit der russischen Sberbank und dem Autohersteller GAZ die Mehrheit bei Opel und Vauxhall übernehmen.

   Wie das «Wall Street Journal» unter Berufung auf eine GM nahestehende Person weiter berichtet, plant BAIC keine Schließung von Opel-Werken in Deutschland. Zudem wolle BAIC nur 2,64 Milliarden Euro Bürgschaft des deutschen Staates beanspruchen - deutlich weniger als Magna, die um 4,5 Milliarden Euro Staatsgarantien nachgesucht hätten.

   Magna gilt bisher als klarer Favorit für die Opel-Übernahme. Das Unternehmen will Opel mit den russischen Partnern GAZ und Sberbank übernehmen. Der Magna- Aufsichtsrat wird sich am Dienstag nächster Woche mit der Offerte für Opel beschäftigen. Magna rechnet trotz einiger noch zu klärender Punkte mit einer baldigen Übernahme. Der Vorsitzende der GM-Europasparte, Carl-Peter Forster, hatte für Mitte des Monats eine Einigung in Aussicht gestellt.

An einem Einstieg bei Opel sind auch der italienische Autohersteller Fiat und der Finanzinvestor RHJ interessiert.

(Redaktion)


 


 

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