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  • 25.12.2009, 12:33 Uhr
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Unternehmen/Daimler

Mercedes-Betriebsrat empört über Verpflichtung von Schumacher

Der Millionen-Vertrag von Mercedes mit Michael Schumacher hat in der Belegschaft des Autobauers Unverständnis ausgelöst. «Das ist den Leuten schwer zu vermitteln», sagte der Bremer Betriebsratschef Uwe Werner der «Frankfurter Rundschau» (Ausgabe 24.12.2009).

Auf der einen Seite verordne der Daimler-Vorstand der Belegschaft einen harten Sparkurs und verlagere teilweise die Produktion ins Ausland. Auf der anderen Seite gebe er zig Millionen für die Formel 1 aus. «Das ist für viele Kollegen unvorstellbar», kritisierte Uwe Werner.

Die Begründung des Daimler-Vorstands für das verstärkte Engagement im Rennsport sei wenig überzeugend. «Uns wird das als Zukunftsinvestition verkauft», sagte Werner. Der tatsächliche Nutzen für Image und Absatz sei allerdings fraglich. «Die Belegschaft hätte es eher verstanden, wenn Mercedes aus dem teuren Formel-1-Geschäft ausgestiegen wäre», betonte der Arbeitnehmervertreter. Laut Bild-Zeitung hatte Mercedes Schumacher für den Wechsel zu Mercedes ein Gehalt in Höhe von 7 Millionen Euro angeboten. Als Ferrari-Berater hatte Schumacher angeblich 5 Millionen Euro im Jahr verdient. 

Nach längeren Spekulationen war die Sensation kurz vor Weihnachten perfekt: der siebenfache Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher fährt ab März wieder mit - und zwar bei den Silberpfeilen aus Stuttgart. Beim Team Mercedes GP Petronas unterschrieb er einen Fahrervertrag über drei Jahre, wie Schumacher am 23.12.2009 im Team-Hauptquartier in Brackley, England, bekanntgegeben hatte. So soll Schumacher am 14. März nach über drei Jahren Pause beim ersten Saisonrennen - seinem 251. Rennen insgesamt -  in Bahrain an den Start gehen. 

Unter Teamchef Ross Brawn hatte Michael Schumacher seine sieben Weltmeistertitel bei Benetton und Ferrari geholt: «Natürlich spielt es eine grosse Rolle, dass ich bei Mercedes wieder mit Ross arbeiten kann», erklärte Schumacher dazu. Vor allem aber sei sein «alter Rennfahrer-Hunger» wieder erwacht, so Schumacher weiter. Die Vorstellung, wieder um die Weltmeisterschaft zu fahren, sei «aufregend und inspirierend».

Durch den Jahresvertrag mit Mercedes schließt sich Michael Schumacher ein Kreis: Vor knapp 20 Jahren verpflichtete Mercedes mit seinem damaligen Schweizer Partner Peter Sauber den Kerpener als Werksfahrer in der Sportwagen-Weltmeisterschaft. 

Schumacher wird im Jahr 2010 zusammen mit Nico Rosberg das deutsche Duo im Mercedes-Werksteam bilden - erstmals werden damit zwei deutsche Piloten die beiden Silberpfeile in einer Saison steuern. Für Mercedes soll es damit auch eine Renaissance des Silberpfeil-Mythos werden. 1955 hatte Juan Manuel Fangio den bis dato letzten WM-Titel für ein werkseigenes Team des schwäbischen Autobauers eingefahren.

In seinen insgesamt 250 Rennen um einen Großen Preis bei der Formel 1 holte Schumacher 91 Siege und stand 68 Mal auf der Pole Position. Auch seine 1369 WM-Punkte, 74 schnellste Runden, die 23.219 Führungskilometer, 13 Siege sowie 148 Punkte in einer Saison (2004) oder 154 Podiumsplätze sind Rekordmarken in der Königsklasse des Automobilsports.

(Redaktion)


 


 

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