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Besucherrekord bei der 21. Designmesse Blickfang in Stuttgart

Text 22.800 Besucher bei der 21. Designmesse blickfang in Stuttgart: Upcycling und natürliche Schlichtheit sind im Trend - Mit einem neuen Besucherrekord endete die 21. Internationale Designmesse blickfang am Sonntag, 17. März 2013, im Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle.

22.800 Besucher wollten sich über die neuesten Design-Trends informieren. Sie nutzen die Gelegenheit, sich inspirieren zu lassen, Trends hautnah zu erleben, Designer persönlich zu treffen und natürlich schöne und einzigartige Dinge zu kaufen.

Mehr als 200 europäische Möbel-, Mode- und Schmuck-Designer aus aller Welt präsentierten auf über 3.000 Quadratmetern ihre neuesten Entwürfe und Objekte. „Die blickfang ist in der Designwelt eine nicht mehr wegzudenkende Veranstaltung. Das bestätigen uns die Besucher und Aussteller. Sie fungiert auch als Trendbarometer und gibt Impulse für die Szene“, erklärt Projektleiterin Anne Maria Schneider. „Dieses Jahr beschäftigt viele Designer das Thema Nachhaltigkeit und Upcycling. Dabei spielt insbesondere die Wertschätzung des Materials eine große Rolle. So hält beispielsweise naturbelassenes Holz wieder Einzug in die Wohnräume. Alte Gegenstände werden nicht weggeschmissen, sondern eher neu aufgearbeitet und - auch zweckentfremdet - zu neuen Lieblingsstücken mit individueller Geschichte.“

Beispiele für die Umdeutung, Umnutzung und Umgestaltung von Produkten zeigte die Projektgruppe der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe mit dem Projekt Upcycling & Beyond, unter der Regie von Hansjoerg Maier-Eichen. Die blickfang-Jury honorierte das Engagement, das den heutigen Zeitgeist verkörpert und den Lebenszyklus vieler Gegenstände beträchtlich verlängert, mit dem blickfang Anerkennungspreis.

Stuttgarter Designer Volkan Akbiyik begeistert mit seinen Jeans-Krawatten

Der Stuttgarter Designer Volkan Akbiyik wollte den Besuchern das Thema Upcycling näher bringen und zeigte live vor Ort, wie man aus etwas Altem wieder ein neues Objekt der Begierde machen kann. Besucher konnten ihre alten Jeans mitbringen und beobachten, wie eine neue Krawatte, eine Fliege oder eine Tasche daraus entstand – und diese anschließend natürlich auch mit nach Hause nehmen. Die Aktion kam so gut an, dass Akbiyiks Team richtig ins Schwitzen kam. „Ich bin völlig überwältigt vom Erfolg unsere Aktion“, strahlte Volkan Akbiyik. „So viel Interesse hatte ich niemals erwartet. Primär wollte er mit der Aktion den Besuchern die Wiederverwendung von Rohstoffen in der Gestaltung näher bringen. „Wir leben in einer Zeit, in der die Welt bereits zugemüllt ist bis obenhin. Sie braucht nicht noch mehr Produkte, sondern gute Ideen“, erklärte der Designer. Und die Ideen hat er bereits – sein nächstes Projekt sind Hängematten aus alten Jeansstoffen.

COUCH und SCHÖNER WOHNEN zeichnen beste Designs aus
Erstmals zeichneten die Magazine COUCH und SCHÖNER WOHNEN die besten Designs aus. Dazu entwickelten das erste junge Wohn&Fashion-Magazin und Europas größtes Wohnmagazin das Gütesiegel „style proved by SCHÖNER WOHNEN und COUCH“. 16 Aussteller aus dem Wohn- und Fashionbereich wurden von den Experten mit dem Gütesiegel ausgezeichnet. Auswahlkriterien für das „style proved“-Siegel waren die innovative Designidee, die handwerkliche Umsetzung und die Originalität der Entwürfe. Auch nachhaltige Aspekte und die Nutzbarkeit für den Endverbraucher spielten bei den ausgewählten Produkten eine ausschlaggebende Rolle.

Kurator des Jahres Jaime Hayón bei der blickfang
Jaime Hayón, blickfang Kurator des Jahres und einer der gefragtesten Designer der Gegenwart, war selbstverständlich vor Ort um sich einen persönlichen Eindruck von der blickfang Stuttgart zu verschaffen: „In der heutigen, globalisierten Designwelt ist ein Format wie die blickfang, bei dem Designer und kleine Hersteller direkt verkaufen können, ein sehr zeitgenössischer Ansatz. Vielen Dingen und Massenprodukten fehlt die Persönlichkeit, das kann sehr langweilig sein. Die Designer der Produkte persönlich zu treffen und mehr über deren Geschichte zu erfahren, bringt das Prinzip einer Messe auf ein völlig neues Niveau.“

Nachwuchsförderung wird groß geschrieben
Auch in diesem Jahr setzte die blickfang einen besonderen Schwerpunkt auf die Förderung des Designnachwuchses. Mit der blickfangselected, blickfangfördert und J.7 boten gleich drei Sonderflächen vielversprechenden jungen Designern die Möglichkeit, ihre Entwürfe erstmals einem großen Publikum zu präsentieren. Die blickfang gilt in der Designszene als wichtiges Sprungbrett für Nachwuchsdesigner. So freut sich der Heitersheimer Raphael Pozsgai mit seinem Label BrettGeschichten, der bereits in der Vergangenheit den blickfangdesignpreis erhielt, aktuell über die Nominierung für den renommierten red dot award. 

blickfangdesignpreis für besonders vielversprechende Projekte
Auch in diesem Jahr wurde wieder der renommierte blickfangdesignpreis in drei Kategorien vergeben. Ausgezeichnet werden hier besonders innovative und vielversprechende Projekte:
Den blickfangdesignpreis in Gold überreichte Jaime Hayón an die Ungarin Zsuzsanna Szentirmai-Joly und ihr Label Laokoon für ihre innovativen Leuchten. Mit ihrem interdisziplinären Projekt erregte sie die Aufmerksamkeit jedes einzelnen Jury-Mitgliedes, denn es verbindet Technik mit Mode- und Produktdesign und sogar Architektur. Ihre Idee hat viel Potential – vielleicht sogar mehr, als die Designerin heute ahnt.
Für ihre drei eleganten Wandobjekte erhielt das Berliner famos Büro für Gestaltung von Nils Holger Moormann den blickfangdesignpreis in Silber. Sie bieten überraschendes Potential und lassen sich mit wenigen Handgriffen zu einem Spiegel, einer Ablage oder Konsole verwandeln.

Modedesignerin Stephanie Kahnau aus Sachsenheim bekam von Daniela Kamps, Chefredakteurin des Lifestyle- und Wohnmagazins Couch, die begehrte Auszeichnung in Bronze überreicht. Der gestalterische und gedankliche Prozess hinter den Entwürfen von Stephanie Kahnau macht jedes ihrer Produkte zum Einzelstück. Sie gestaltet ihr Material
eigenständig und verarbeitet es mit viel Liebe zum Detail – so entsteht eine modische wie zeitlose Kollektion.

MINI INTERIOR DESIGN AWARD für die Stuttgarter Schulz & Pamporis
MINI achtet vor allem auf originelles und einzigartiges Design mit dem gewissen „twinkle in the eye“ sowie einer eigenständigen und dynamischen Gestaltung. Der MINI Interior Design Award steht für Leidenschaft, Perfektion und Begeisterung. Katja Teuchert überreichte ihn an
Florian Schulz und Konstantinos Pamporis, die mit ihren Möbeln genau diese Kriterien in die Tat umsetzen: Der Betontisch LINE UP, der ohne Materialreste entsteht, die untrennbaren Stühle ONE & ONE und der Gartenstuhl HAZE CHAIR, der sich jedem Körper anpasst.

Attraktives Vortragsprogramm
Auch in diesem Jahr hatten die blickfang Organisatoren ein äußerst attraktives Vortragsprogramm zusammengestellt. Hochkarätige Referenten vermittelten interessante Einblicke in die vielfältigen Aspekte von Design und Architektur. Die Vorträge stießen auf großes Interesse beim Publikum, besonders begehrt waren die Plätze bei den Vorträgen zu den Themen Social Media und Bloggen.


(Redaktion)


 


 

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