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Schwache US-Daten lassen DAX-Gewinne schmelzen, Deutsche Bank schießt durch die Decke. Auch am Dienstag herrschte auf dem Börsenparkett gute Laune. Mit der Eröffnung näherte sich der DAX in großen Schritten der Marke von 8.000 Zählern, im Laufe des Tages musste er aber einen Teil der Kursgewinne wieder abgeben.

STUTTGART (BOERSE-STUTTGART AG) - Euwax Trends vom 30.04.2013

Am späten Nachmittag betrug das Plus noch immer 30 Punkte oder 0,4 Prozent auf 7.902 Zähler. Händler verwiesen am Vormittag auf die guten Vorgaben aus Asien und Amerika als Kurstreiber, zudem sorgt die erwartete Leitzinssenkung der EZB am Donnerstag für weitere Kauflaune. Für einen kleinen Dämpfer sorgen hingegen die schwachen US-Konjunkturdaten und leicht rückläufige US-Börsen. So notiert der Dow Jones Index nach den Kursgewinnen des Vortages mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 14.747 Punkten. Der Einkaufsmanagerindex von Chicago ist im April auf 49 Punkte gefallen und damit unter die wichtige Schwelle von 50 Zählern, ab der Wachstum signalisiert wird. Analysten hatten im Vorfeld einen Anstieg auf 52,5 Punkten prognostiziert.

Der am Morgen bereits veröffentlichte GfK-Konsumklimaindex ist weiter angestiegen. Offenbar lassen sich die deutschen Verbraucher ihre Konsumlaune nicht von der Konjunkturschwäche verderben. “Die Stimmung der Verbraucher zeigt sich weiter überaus robust”, stellen die Konsumforscher der GfK-Gruppe fest. Der von dem Marktforschungsunternehmen errechnete Indikator zum Konsumklima klettert für Mai auf 6,2 nach revidiert 6,0 Zählern im Vormonat; vorläufig hatte der April-Wert 5,9 Punkte betragen. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten für Mai einen Stand von 5,9 Punkten vorhergesagt.

Die Gewinnerliste des DAX führt heute die Deutsche Bank an. Knapp sieben Prozent geht es nach oben auf 35,11 Euro. Überraschenderweise hatte der Branchenprimus gestern Abend bereits seine Zahlen für das vergangene Quartals vorgelegt und dabei in doppelter Hinsicht überrascht. Der Vorsteuergewinn war deutlich um 28 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro geklettert. Um die eigene Kapitaldecke aufzubessern hat das Institut eine Kapitalerhöhung um 2,8 Millionen Euro angekündigt, dazu sollen bis zu 90 Millionen neue Aktien ausgegeben werden. An der EUWAX stehen die Anleger Bankaktien seit einiger Zeit eher skeptisch gegenüber.

Die rote Laterne trug nach der Zahlenvorlage lange Zeit Fresenius Medical Care. Im Laufe des Tages konnte die Verluste eingegrenzt werden, so dass am Nachmittag nur noch ein Prozent auf rund 52 Euro nach unten geht. Einschnitte im US-Gesundheitssystem und höhere Kosten machen dem Unternehmen zu schaffen. Im ersten Quartal brach der Gewinn um 39 Prozent auf 225 Millionen Euro ein, wie der weltgrößte Dialysekonzern am Dienstag mitteilte.

Nach wie vor sind Käufer in Calls auf den S&P 500 Index zu beobachten. Angeführt vom Technologiesektor hatten die Aktienkurse zum Wochenstart an der Wall Street auf breiter Front angezogen. Der S&P-500 legte dabei um 0,7 Prozent auf 1.594 Zähler zu und markierte ein neues Rekordniveau auf Schlusskursbasis. Bis zu einem neuen Allzeithoch fehlten indes auch nur noch knapp vier Punkte. Am Dienstag drücken schwachen US-Daten auf die Stimmung, so dass der Index leicht verliert. Mit der Fed-Sitzung zur Wochenmitte erwarten die investierten Anleger aber wieder steigende Aktienkurse.

Mit einer Zickzack-Bewegung präsentiert sich das Stuttgarter Stimmungsbarometer am Dienstag. Am Nachmittag haben die Skeptiker wieder das Ruder übernommen, die mit Puts auf rückläufige DAX-Notierungen spekulieren.

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Die Finanzmärkte schauen gebannt auf die Notenbanken in den USA und Europa. Am Mittwoch werden Neuigkeiten von der US-Notenbank FED erwartet, am Donnerstag folgt die Europäische Zentralbank mit einer möglichen weiteren Zinssenkung. Viele Marktteilnehmer rechnen mit einem solchen Schritt nach unten. Die Aktienkurse sind im Vorfeld schon einmal gestiegen. Fragen dazu von Börse Stuttgart TV an Dietmar Zantke, Geschäftsführer von Zantke AM.

Quelle: Boerse Stuttgart AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein boerse-stuttgart AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

(Redaktion)


 


 

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