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Stuttgart 21

BUND warnt vor Gebäude-Einsturz bei "Stuttgart 21"

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hält einen Einsturz bei den Baumaßnahmen für das Großprojekt "Stuttgart 21" für möglich. Das Projekt stelle einen Eingriff an einer der "empfindlichsten Stellen im Stuttgarter Stadtgebiet" dar, sagte der BUND-Regionalvorsitzende Axel Wieland am Mittwoch. Wie beim Stadtarchiv in Köln sei deswegen auch bei "Stuttgart 21" ein Einsturz nicht ausgeschlossen.

"Die Behauptung des Bauherren Deutsche Bahn, dass sie bautechnisch alles im Griff haben, klingt so vertrauensselig wie die Beschwichtigungen der Bänker vor ein paar Monaten hinsichtlich der Finanzkrise", sagte Wieland. In Stuttgart gebe es ähnliche Probleme wie in Köln, sagte Wieland. Insbesondere im Bereich der unterirdischen Querung der Innenstadt sei der Untergrund wegen des ehemaligen Nesenbach Sumpflandes relativ instabil.

Sorgen bereitet dem BUND auch der Bahnhofsturm. Dieser steht auf 290 Eichenpfählen, die in die Grundwasser führenden weichen Erdschichten getrieben wurden. Solange die Pfähle feucht blieben, gebe es kein Problem, sagte der BUND-Regionalgeschäftsführer Gerhard Pfeifer. "Aber was passiert mit dem Turm, wenn beim Bau von Stuttgart 21 wie geplant das Grundwasser über mehrere Jahre abgesenkt wird?", fragte Pfeifer.

Für den Einsturz des Historischen Stadtarchivs in der Kölner Innenstadt wird als Ursache der nahe gelegene Bau einer U-Bahn immer wahrscheinlicher. "Stuttgart 21" sieht die Tieferlegung des Hauptbahnhofs und die Neuordnung des Bahnknotenpunkts Stuttgart vor. Erste Bauarbeiten sollen 2009 beginnen.

(Redaktion)


 


 

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