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Bundesrat/Managergehälter

Bundesrat beschließt strengere Regeln für Managergehälter

Manager sollen künftig bei Fehlverhalten leichter haftbar gemacht werden können. Der Bundesrat ließ am Freitag die strengeren Regeln für Unternehmensvorstände passieren. Demnach werden auch bei den Managergehältern gesetzliche Möglichkeiten zur Kürzung eingeführt, wenn sich die Lage des Unternehmens verschlechtert. Zu den Neuerungen gehört auch die leistungsorientierte Vergütung von Managern. Außerdem müssen sie in Schadensfällen unter Umständen selbst haften. Neu ist auch die Einführung einer Karenzzeit für Vorstandsmitglieder beim Wechsel in den Aufsichtsrat.

Die Vergütungsstruktur soll bei börsennotierten Gesellschaften «auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung» ausgerichtet werden. Variable Vergütungsbestandteile sollen daher eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben; für außerordentliche Entwicklungen soll der Aufsichtsrat eine Begrenzungsmöglichkeit vereinbaren. Aktienoptionen können künftig frühestens vier Jahre nach Einräumung der Option ausgeübt werden. Damit soll dem Begünstigten ein stärkerer Anreiz zu nachhaltigem Handeln zum Wohl des Unternehmens gegeben werden.

   Die Möglichkeit des Aufsichtsrats, die Vergütung bei einer Verschlechterung der Lage des Unternehmens nachträglich zu reduzieren, wird erweitert. Der Aufsichtsrat soll die Bezüge auf eine angemessene Höhe herabsetzen, wenn sich die Lage der Gesellschaft so verschlechtert, dass die Weitergewährung der Bezüge unbillig für die Gesellschaft wäre. Die Entscheidung über die Vergütung eines Vorstandsmitglieds darf künftig nicht mehr an einen Ausschuss des Aufsichtsrates delegiert werden, sondern muss vom Plenum des Aufsichtsrates getroffen werden.

   Allgemein wird die Haftung des Aufsichtsrates verschärft. Setzt dieser eine unangemessene Vergütung fest, macht er sich gegenüber der Gesellschaft schadenersatzpflichtig. Ehemalige Vorstandsmitglieder dürfen zur Vermeidung von Interessenkonflikten während einer zweijährigen Karenzzeit nach ihrem Ausscheiden nicht Mitglieder des Aufsichtsrats werden. Dies gilt nicht, wenn die Wahl auf Vorschlag von Aktionären erfolgt, die mehr als 25 Prozent der Stimmrechte an der Gesellschaft halten.

(Redaktion)


 


 

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