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Interview

Gunther Gühne - Rent an office

Immer mehr Firmen scheuen Aufwand und Kosten für ein eigenes Büro mit teurem Personal und aufwändiger Infrastruktur. Dass deren Büroalltag dennoch funktioniert, dafür sorgt das perfekt ausgerüstete Business-und Office-Center von Gunther Gühne, welches auf die jeweiligen Bedürfnisse seiner Kunden ganz individuell eingeht.

„Der Trend bewegt sich Richtung projektbezogenes Arbeiten und damit hält ein gewisses Nomadentum Einzug in der Geschäftswelt“, glaubt BOC-Chef Gunther Gühne. Er hat zudem erkannt, dass viele Firmen heutzutage nicht mehr bereit sind, viel Geld in eigene Büroetagen zu investieren, ohne zu wissen, wohin sich die Firma entwickeln wird. Unternehmen wollen die nötige Flexibilität, um im richtigen Moment entweder zu expandieren oder aber sich zu verkleinern, ohne an langfristige Mietverträge oder gar eigene Gebäude gebunden zu sein. Auch Kosten für Investitionen in Büroausstattungen, Reparaturen oder Renovierungen kann und will nicht mehr jede Firma tragen und verlagert sie lieber auf einen Externen. Der studierte Diplom-Betriebswirt Gühne übernahm deshalb vor gut zwei Jahren mehrere Etagen Büroraum in Stuttgart-Echterdingen und bietet mit seinen sechs Mitarbeitern interessierten Kunden zugleich auch die gesamte Infrastruktur für den reibungslosen Büroalltag. Business-on sprach mit dem ehemaligen Mitgesellschafter der OECON GmbH, der über viele Jahre bereits national wie international Erfahrung auf dem Sektor Mobilraum sammelte und der jetzt sein eigenes Anspruchsdenken an einen hochmodernen Arbeitsplatz in seinem Stuttgarter Business- und Office-Center in die Tat umsetzt.

BON: Was hat Sie gereizt, die BOC Management GmbH zu übernehmen?

GG: BOC knüpft an meine frühere Tätigkeit an, bei der es darum ging, für Kunden, verteilt über den ganzen Erdball, Bürocontainer zu erstellen, zu produzieren, zu verkaufen oder zu vermieten. Das war natürlich mit einem hohen Reiseaufkommen meinerseits verbunden. BOC bietet mir nun die Möglichkeit, mich vorrangig auf einen Ort zu konzentrieren und zugleich meine Erfahrung auf dem Bürosektor weiterhin zu nutzen. Die optimale Lage des Unternehmens mit bester Anbindung an Flughafen, Bahnhof, S-Bahn und Autobahn war ebenfalls mit ausschlaggebend für meine Entscheidung.

BON: Für welche Kunden ist Ihr Business- und Office-Center interessant?

GG: Prinzipiell ist eine solche Konstellation für jeden interessant, der temporär für den Beginn eines Unternehmens nicht nur perfekt eingerichtete Räumlichkeiten sucht, sondern auch die entsprechende Infrastruktur für die Abwicklung der jeweiligen Aufgaben benötigt. Für Dauermieter ist BOC weniger geeignet, denn unsere angebotenen Dienstleistungen können langfristig von einem wachsenden Unternehmen besser selbst dargestellt werden.

BON: Was ist das Besondere an BOC?

GG: BOC besteht aus drei Säulen: das ist zuerst das Thema Infrastruktur und Erreichbarkeit. Die zweite Säule steht für das breite Spektrum an kundenspezifischen, optional hinzu zu buchenden Leistungen, die ich entweder ganz neu eingeführt oder aber die schon vorhandenen Dienstleistungen optimiert bzw. aktualisiert habe. Unser drittes Plus ist mit Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Türkisch, Griechisch und Russisch die Mehrsprachigkeit, die ich über die Mitarbeiter den Kunden generieren kann. Derzeit haben wir zehn Kunden aus dem europäischen Ausland, sowie zwei Kunden aus Korea und China. Speziell diese beiden Mieter wollten ganz gezielt im Südwesten Deutschlands versuchen Fuß zu fassen und haben mit BOC ganz bewusst eine kleine Vertriebseinheit gewählt, um zunächst den Markt abzutasten.

BON: Sind Ihre Räumlichkeiten einheitlich eingerichtet?

GG: Im Prinzip ja, dennoch versuche ich auf bestimmte Wünsche meiner Mieter einzugehen, sofern diese nicht den Kostenrahmen sprengen. Zwar habe ich schon im Vorfeld jedes Büros ein bisschen individuell gestaltet, doch der Kern der Möblierung besteht natürlich aus der üblichen Büroraummöblierung. Vorwiegend aus Ahorn und Buche sind Schreibtische, Rollcontainern und Regale, weil die hellen Farben dieser Hölzer einer positiven Grundstimmung entsprechen. Vom Galeristen Steger aus Filderstadt bekomme ich leihweise Bilder für die Büros und ein Gärtner stattet alle Räumlichkeiten mit größeren Topfpflanzen aus, damit ein freundliches und abgerundetes Bild entsteht.

BON: Gibt es eine Mindestdauer für die Miete und was kostet ein Büro bei BOC??

GG: Die Mindestmietdauer beträgt drei Monate, die Höchstdauer selten länger als eineinhalb Jahre. Der Mietpreis errechnet sich neben dem reinen Büroquadratmeterpreis aus allen mit eingerechneten durchschnittlichen Verbrauchskosten sowie die anfallenden Kosten für Gebäude, Personal, der kompletten telekommunikativen Infrastruktur etc. Die „All Inclusive“-Miete für ein vollständig eingerichtetes Büro beginnt bei ca. € 395,00 zzgl. Steuer . Zu dieser Summe kommen dann natürlich noch die Kosten für die unterschiedlichen Dienstleistungen, die vom Kunden in Anspruch genommen werden. Diese Kosten werden auf den jeweiligen Kunden detailliert abgestimmt und zu absolut marktüblichen Preisen berechnet.

BON: Wie viele Kunden können Sie maximal aufnehmen?

GG: Derzeit habe ich knapp 1.500 qm² Bürofläche. Das sind insgesamt 32 Büros in unterschiedlichen Größen, die derzeit alle vermietet sind. Ich könnte theoretisch 32 Einzelfirmen mit bis zu zwei Arbeitsplätzen unterbringen, oftmals werden aber gleich mehrere Büroräume angemietet. Dann gibt es noch die Variante des virtuellen Offices, was bedeutet, dass BOC als Geschäftsadresse plus optional zu buchender Sonderleistungen wie Telefonservice, Gäste-Service, Konferenz- oder Besprechungsraum-Service in Anspruch genommen werden kann.

BON: Was bedeutet Gäste-Service?

GG: Wenn unser Konferenzraum für ein Meeting gebucht wird, dann bieten wir den Transport der Teilnehmer von und zum Flughafen oder Bahnhof an, wir übernehmen Hotel- oder Restaurantbuchungen, Reiseumbuchen etc. Diesen neuen Service habe ich eingeführt, um mich von Mitbewerbern auf dem Markt zu unterscheiden. Für das Transportangebot kooperiere ich mit einem mir schon lange bekannten Unternehmen, das auf Gäste-Shuttle spezialisiert ist. Ein eigener Fuhrpark mit Chauffeuren würde den Kostenrahmen sprengen.

BON: Können Sie noch weitere Alleinstellungsmerkmale vorweisen?

GG: Ja, denn ich habe den Bereich Telefonservice dahingehend erweitert, dass wir für unsere virtuellen Kunden von Terminvereinbarungen über Kundenbefragungen bis hin zur Telefonanalyse alle Aufgaben wahrnehmen, ohne jedoch die Funktion eines klassischen Callcenters zu übernehmen. Ebenfalls neu aufgebaut habe ich alles, was mit dem Bereich Business-Lounge und Catering zusammenhängt. In Verbindung mit ortsansässigen Feinkostbetrieben und Metzgereien bieten wir ein Vollcatering vom Business-Frühstück über Mittagstisch bis zum Abendessen alles aus einer Hand an. Dieses Angebot wird inzwischen von unseren Kunden gerne und häufig genutzt. Natürlich kann auch ich das Rad nicht immer wieder neu erfinden. Aber mir kommt es darauf an, für meine Kunden stets aktuell, effizient und qualitativ anspruchsvoll zu sein.

BON: Aus welchen Bereichen kommen Ihre Mieter?

GG: Gut vertreten sind die Bereiche IT-sowie Elektrotechnik, Automobil und Maschinenbau, aber auch Sachverständige für Brandschutz, Architekten, Statiker sowie Notare oder Anwälte sind vertreten.

BON: Das ist eine bunte Mischung. Wie wirkt sich das auf die Gesamtatmosphäre aus?

GG: Mir ist es wichtig, dass ich nicht jeden Interessenten annehme, sondern mir meine Kunden tatsächlich aussuche. Die einzelnen Kunden/Firmen sollten zueinander passen, denn ich mag nicht die Anonymität. Es ist doch wesentlich schöner, dass bei uns auf allen zwei Etagen im Regelfall die Türen aller Büroräume offen stehen, so dass sich schnell Kontakte knüpfen lassen und sich dadurch eine hohe Vertrauensebene aufbaut. Da ich ein großer Freund des Netzwerkens bin, veranstalte ich zudem für unsere Kunden in regelmäßigen Abständen einen Lunch oder eine andere Veranstaltung, wo dann alle Kunden zusammenkommen, sich besser kennenlernen, austauschen und durchaus auch das eine oder andere Geschäft miteinander machen oder gemeinsam eine strategische Allianz aufbauen.

BON: Wird Stuttgart Ihr einziger Standort bleiben?

GG: Ich gehöre zu einem Businesscenter-Verband, der in allen wichtigen deutschen Großstädten mit Räumlichkeiten vertreten ist. Dennoch gibt es viele kleinere Städte in Deutschland, die ebenfalls Bedarf an Business- und Office-Centern haben. Mannheim, Karlsruhe, Freiburg oder Ulm sind durchaus attraktive Standorte für mich. 

Interviewpartner
BON
= Patricia Leßnerkraus, Redakteurin für Business-ON Stuttgart
GG = Gunther Gühne, Geschäftsführer Business & Office Center

(Patricia Leßnerkraus/Freie Journalistin)


 


 

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