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Charity

Tarzans lauter Spendenschrei

Das Stuttgarter Musical TARZAN geht ins dritte Jahr. Diesen Erfolg belohnen die Stage Entertainment und der Zoo WILHELMA mit einer gemeinsamen Spendenaktion zur Rettung der vom Aussterben bedrohten Berggorillas.

TARZAN rief und alle kamen zur großen Charity-Veranstaltung, die den Auftakt bildet für eine einjährige Spenden-Kooperation zwischen Stage Entertainment und dem Stuttgarter Zoo WILHELMA. Die Spendengelder der Veranstaltung fließen in das Artenschutzprojekt „Virungapark“ in Zentralafrika. Der Virungapark ist der älteste aller afrikanischen Nationalparks und Weltnaturerbe der UNESCO. Er beherbergt neben Okapis und Elefanten auch die unter Artenschutz stehenden Berggorillas, die nachwievor von Wilderern gnadenlos gejagt werden.


„Vorrangig geht es dabei um wirtschaftliche Interessen. Der Virungapark ist voller wertvoller Bodenschätze, die für einige Menschen sehr interessant sind. Da der Park aber einen geschützten Lebensraum für die Berggorillas bieten soll, kommt man an diese Bodenschätze nicht heran. Also werden Wilderer angeheuert, um die Gorillas abzuschießen. Der Bestand dieser faszinierenden Tiere war bereits auf zweihundert Exemplare zusammengeschrumpft, jetzt sind es immerhin schon wieder achthundert“, klärt WILHELMA-Direktor Thomas Kölpin auf und freut sich riesig über die Unterstützung durch das Musical. „Die Geschichte TARZAN handelt ja von dem Konflikt Mensch und Gorilla, da macht eine Zusammenarbeit Sinn.“ Die WILHELMA setzt sich bereits seit 2012 für die Rettung der Berggorillas ein und konnte seither schon über 40.000 EURO für das sogenannte „Congohound-Projekt“ überweisen. Mit dessen Hilfe werden Spürhunde ausgebildet, die in der Lage sind, Wilderer noch Tage nach dem Auslegen von Fallen im Wald zurückzuverfolgen oder Fahrzeuge auf gewildertes Elfenbein hin zu kontrollieren. Dank der WILHELMA-Spenden konnte ein Geländewagen für die Hundestaffel angeschafft und damit deren Einsatzgebiet deutlich erweitert werden.


„Dieses Morden der Wilderer muss endlich ein Ende haben“, fordert der einstige TV-Star Bernd Herzsprung, der extra für den Spendenabend aus München angereist kam. „Es bedrückt mich jedes Mal, wenn ich in die traurigen Augen eines Gorillas schaue. Ich habe sogar schon einmal einen Gorilla weinen sehen, aber noch nie einen, der lacht. Dabei können Gorillas ihre Gefühle ebenso ausdrücken wie wir“, bedauert Herzsprung, der sich immer wieder gerne Dokumentationen über diese faszinierenden Tiere anschaut.


Sieben Jahre ist es her, seit Moderatorin und Schauspielerin Sonya Kraus mit ihrem Freund an einem Gorilla-Trecking teilnahm. Seither lassen sie die Affen nicht mehr los. Kraus zu BUSINESS-ON: „ In einer Gruppe mit maximal zehn Personen durften wir in Ruanda eine Gorilla-Familie besuchen und die Tiere in Ruhe beobachten. Ich war fasziniert davon zu sehen, wie menschlich diese Affen tatsächlich sind. Jeder von uns hatte einen Träger an der Seite, der uns genau erklärte, wie wir uns verhalten müssen. So durfte man sich keinesfalls näher als sieben Metern den Tieren nähern. Der Grund dafür ist unsere DNA, die der der Gorillas sehr ähnlich ist. Deshalb musste vermieden werden, dass wir irgendwelche Keime übertragen. Die Träger sind übrigens alle ehemalige Wilderer. Jeder von ihnen verdient fünf Dollar pro Tour, damit sichern sie ihre Existenz, erfahren Respekt und Achtung und werden somit vom Wildern abgehalten. Eine rundum gute Sache, die meinem Freund und mir ein unvergessliches Erlebnis beschert hat.“


Auch SAT 1- Moderatorin Bettina Cramer hat schon einmal die Berggorillas im Virungapark besucht und hat dort ihr Herz für diese Tiere entdeckt. „Deshalb bin ich heute auch gerne nach Stuttgart gekommen, um für dieses tolle Projekt zu werben. Ich hätte auch meine fast sechsjährigen Zwillinge mitbringen sollen, denn Tarzan ist ein wunderschönes und vor allem kindgerechtes Musical“, schwärmte Cramer nach der Aufführung, die sie genau wie Bernd Herzsprung zum ersten Mal sah.


Als gebürtige Schwäbin war Model Alena Gerber schon als Kind regelmäßig in der WILHELMA. Aus dem einst tierlieben Mädchen ist eine junge Frau geworden, die sich zu einer engagierten Tierschützerin u.a. bei PETA entwickelt hat. Zu den Menschenaffen hatte sie bislang noch keinen Kontakt. „Ich habe mal ein paar kleine Affen in freier Wildbahn gesehen, doch noch nie freilebende Gorillas. Ich finde die Kooperation von TARZAN und der WILHELMA super, denn auf diese Weise machen wir Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen auf die Aussterbeproblematik der Menschenaffen aufmerksam“.


Regelrechten Respekt vor Affen zeigten die Schauspielerinnen Caroline Beil und Stephanie Stumph. Beil erzählte zwar, dass sie gerne mit ihrem Sohn über die Schimpansen und Co. im Berliner Affenhaus lacht, doch in freier Wildbahn fürchtet sie die Tiere. „In meinem letzten Thailand- Urlaub habe wir freilebende Äffchen erlebt. Die sind richtig frech, klauen den Leuten die Taschen, reißen ihnen die Brille von der Nase. Und meinem Freund haben sie den Rücken zerkratzt.“ Von ähnlichen Erfahrungen, die sie bei den Dreharbeiten zu ihrem Film „Das Mädchen mit dem indischen Smaragd“ in Jaipur und Amber gemacht hat, berichtet auch Stephanie Stumph. „Die Affen waren sogar im Hotelzimmer und haben den Kühlschrank geplündert.“


Dennoch hoffen die beiden genauso wie all die anderen Stars, dass durch die Kooperation von TARZAN und der WILHELMA genügend Geld zusammenkommt, um den Bestand der Berggorillas zu vergrößern und den imposantenTieren eine sichere Zukunft zu schenken.
Dafür wurde jetzt im Foyer des Stuttgarter Stage Apollo Theaters für ein ganzes Jahr ein Infobereich eingerichtet, wo sich die Musical-Besucher ausführlich über das Artenschutzprojekt informieren und natürlich auch spenden können. „Wir werden im Laufe dieses Jahres noch mit weiteren Aktionen einen aktiven Beitrag zum Artenschutz in Zentralafrika leisten und gleichzeitig auf die einzigartigen Projekte der Wilhelma aufmerksam machen können“, verspricht Jürgen Marx, Area Director Süd der Stage Entertainment Deutschland zum Abschluss einer schönen Musical-Vorstellung. Hoffentlich hallt Tarzans Spendenschrei noch lange nach.

Wer sich unabhängig von einem Musical-Besuch informieren und spenden möchte, kann dies gerne tun unter:
www.congohounds.ch
Spendenkonto:
Hypothekarbank Lenzburg AG , Verwendungszweck: TARZAN
IBAN : CH66 0830 7000 2342 49323, BIC: HYPLCH22

(Patricia Leßnerkraus Freie Journalistin)


 


 

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