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Corona-Krise

Mittellstand droht Existenzvernichtung

Der Unternehmer, Finanz- und Wirtschaftsexperte, Harald Christ: „Mittelstand droht Existenzvernichtung, wenn nicht gehandelt wird. Nicht morgen, sondern sofort“.

Der Unternehmer, Finanz- und Wirtschaftsexperte Harald Christ hat die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung ökonomischer Auswirkungen der Corona-Pandemie als unzureichend bezeichnet. „Es wurde bei der Pandemie-Bekämpfung zu wenig, zu langsam, zu inkonsequent von dem umgesetzt, was unter Fachleuten längst als notwendig galt. Das scheint sich jetzt, was die ökonomischen Folgen angeht, zu wiederholen“, schrieb Christ in Beitrag für das Online-Portal des Nachrichtensenders n-tv“.

Christ weiter: „Dass eine Rezession 'droht', ist ein Euphemismus. Die Rezession droht nicht, sie ist da. Ausbuchstabiert bedeutet sie: Existenzvernichtung des Mittelstands und damit des Rückgrats der deutschen Wirtschaft. Das passiert jetzt. Nicht in näherer Zukunft“. Schon in wenigen Tagen müssten Unternehmen und Gewerbetreibende Gehälter zahlen bei Umsätzen, die zum Teil bei Null lägen.

Christ fordert als Sofortmaßnahmen massive Steuerrückzahlungen und Stundungen, das Aussetzen von Miet- und Kreditrückzahlungen auch für Gewerbetreibende, massive Stabilisierung und Liquiditätsversorgung der Kreditwirtschaft, das Einsetzen eines „Kreditmediators“, der für Liquidität der Unternehmen sorgen soll und die erfolgreiche Umsetzung der diversen Maßnahmen begleitet, sowie vereinfachte, mithilfe des Mittelstandsverbunds und der gesamten Finanzwirtschaft organisierte Verteilung der von der Bundesregierung freigegebenen Finanzmittel. Der Mittelstandsverbund könne dabei seine Finanzabwicklungs-Infrastruktur zur Verfügung stellen, um staatliche Stellen vor einem Zusammenbruch zu bewahren. Das gleiche gelte für die Nutzung der Infrastruktur der Geschäftsbanken und Sparkassen. Hier sei es von zentraler Bedeutung, es den „Kreislauf am laufen“ zu halten. Unabhängig davon sei es dringend geboten, bereits jetzt einen „Masterplan“ zur Stabilisierung und der Wiederbelebung der Konjunktur zu organisieren, um die Realwirtschaft zügig wieder in Schwung zu bringen und die Schäden für den Arbeitsmarkt sowie Unternehmen zu begrenzen.

Christ abschließend: „Mit ungeheurem Engagement retten Ärzte und Pflegekräfte in diesen Tagen Menschenleben. Das hat auch höchste Priorität und dafür sollten wir sehr dankbar sein. Mit demselben Engagement müssen wir nun die ökonomischen Grundlagen unseres Landes retten. Auch das sind wir den Menschen schuldig, die auch morgen noch eine Existenzgrundlage brauchen für sich und ihre Familien.“

(Redaktion)


 


 

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