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Mercedes-Benz Werk Untertürkheim wird Hightech-Standort

Daimler modernisiert das Mercedes-Benz Werk Untertürkheim umfassend und entwickelt den Traditionsstandort zum Kompetenzzentrum für die Produktion hocheffizienter Motoren bis hin zu alternativen Antrieben. Gleichzeitig investiert das Unternehmen im laufenden Jahr rund eine Milliarde Euro in das Stammwerk. Die Werkleitung und der Betriebsrat haben ein Maßnahmenpaket beschlossen, das die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes und die Beschäftigung auf Jahre hinaus sichert. Außerdem wird die Zahl der Ausbildungsplätze ab dem Jahr 2016 für fünf Jahre um insgesamt 150 erhöht.

  • Unternehmen und Betriebsrat vereinbaren Zukunftsbild für das Daimler-Stammwerk: umfassende Modernisierung und langfristige Sicherung der Arbeitsplätze.
  • Markus Schäfer, Bereichsvorstand Mercedes-Benz Cars Produktion und Supply Chain Management : „Das Zukunftsbild ist ein richtungsweisender Erfolg für das Werk Untertürkheim sowie für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir steigern nicht nur unsere Flexibilität und Effizienz , sondern entwickeln ein über 110 Jahre altes Traditionswerk zum Hightech-Standort für CO2-Technologien weiter.“
  • Peter Schabert, Leiter Produktion Powertrain und Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Untertürkheim: „Damit erhält das Werk in den nächsten Jahren Investitionen in Milliardenhöhe für die Neuausrichtung und Modernisierung unserer Fertigung.“
  • Wolfgang Nieke, Vorsitzender des Betriebsrates Mercedes-Benz Werk Untertürkheim und Entwicklung Pkw: „Mit dieser Vereinbarung sichern wir den Standort und die Arbeitsplätze für die Zukunft. Darin werden Investitionen, zusätzliche Produktionsumfänge und Produkte sowie die Fertigung der Zukunftstechnologie Brennstoffzelle verbindlich zugesagt. Ein besonders gutes Zeichen sind für uns die 150 zusätzlichen Ausbildungsplätze.“

Aus der Vereinbarung ergeben sich Kostenentlastungen im dreistelligen Millionenbereich bis 2020.

„Das Zukunftsbild ist ein richtungsweisender Erfolg für das Werk Untertürkheim sowie für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir steigern nicht nur unsere Flexibilität und Effizienz, sondern entwickeln ein über 110 Jahre altes Traditionswerk zum Hightech-Standort für CO2-Technologien weiter“, sagt Markus Schäfer, Bereichsvorstand Produktion und Supply Chain Management Mercedes-Benz Cars.

Das Mercedes-Benz Werk Untertürkheim mit seinen rund 18.700 Mitarbeitern ist seit Jahren hoch ausgelastet. Insgesamt hat Mercedes-Benz Cars im vergangenen Jahr mit über 1,75 Millionen produzierten und mehr als 1,72 Millionen abgesetzten Fahrzeugen neue Rekordwerte erzielt. Im Rahmen der Wachstumsstrategie Mercedes-Benz 2020 plant Mercedes-Benz auch weiterhin mittelfristig deutlich steigende Produktionszahlen und bietet damit auch künftig eine stabile Beschäftigung für den Untertürkheimer Standort.

Wolfgang Nieke, Vorsitzender des Betriebsrates Mercedes-Benz Werk Untertürkheim und Entwicklung Pkw: „Mit dieser Vereinbarung sichern wir den Standort und die Arbeitsplätze für die Zukunft. Darin werden Investitionen, zusätzliche Produktionsumfänge und Produkte sowie die Fertigung der Zukunftstechnologie Brennstoffzelle verbindlich zugesagt. Darum ringen wir schon seit Jahren. Der Standort wird sich in seiner Struktur verändern, aber die Beschäftigung bleibt auf viele Jahre hin stabil und die Arbeitsbedingungen geschützt. Ein besonders gutes Zeichen sind für uns die 150 zusätzlichen Ausbildungsplätze.“

Das Werk Untertürkheim wird künftig Kompetenzzentrum für hocheffiziente Motoren, Hybridantriebe und die Produktion von Brennstoffzellen-Systemen. Ab dem 1. Juni 2015 wird Untertürkheim am Standort Nabern im Großraum Stuttgart eine Betriebsstätte verantworten, wo die Montage des Brennstoffzellen-Systems stattfinden wird. Der Standort Nabern bleibt weiter das Kompetenzzentrum für die Gesamtantriebsentwicklung Brennstoffzellen-System unter der Leitung der Daimler AG. „Alternative Antriebe sind wichtige Säulen unserer zukünftigen Mobilität, deren Anteil an der Fahrzeugproduktion in den nächsten Jahren stetig weiter ansteigen wird und unsere hocheffizienten Motoren im Portfolio ergänzt. Dafür haben wir heute die Weichen gestellt“, so Schäfer. Für Daimler steht die Zukunft der Mobilität schon lange im Zeichen der Antriebselektrifizierung. Das Unternehmen bietet heute bereits weltweit eine breite Produktpalette von batterieelektrischen Fahrzeugen und Hybriden. Der PLUG-IN HYBRID wird dabei die Erfolgstechnologie mindestens der nächsten Dekade. Mit dem S 500 und dem C 350 werden bis 2017 insgesamt zehn neue PLUG-IN HYBRID Modelle von Mercedes-Benz auf dem Markt sein. Neben der Einführung zusätzlicher batterieelektrischer Modelle in den nächsten Jahren, verfolgt Daimler auch weiterhin mit Nachdruck das Ziel, wettbewerbsfähige Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle auf den Markt zu bringen: Ein klares Statement für eine nachhaltige Mobilität der Zukunft.

Die traditionelle Produktion von Motoren, Getrieben, Achsen und Komponenten des Werks Untertürkheim wird umfassend neu ausgerichtet und die Kapazitäten ausgebaut. Bei der Bereinigung und Modernisierung des Produktportfolios geht es im Kern darum, Fertigungsumfänge, die wettbewerbsdifferenzierend sind, weiter in Eigenleistung zu erbringen und andere Aufgaben an Zulieferer zu vergeben. Integraler Bestandteil des Werkes sind und bleiben die Gießerei in Esslingen-Mettingen und die Schmiede in Untertürkheim.

Außerdem werden die Montagekapazitäten für Motoren am Standort Untertürkheim deutlich erhöht. Das Werk wird sein Motorenportfolio um zwei neue Benzinaggregate sowie einen neuen Vierzylinder-Dieselmotor erweitern. Bei den Getrieben wird sich das Werk auf die ausschließliche Produktion von Heckautomatikgetrieben konzentrieren und in den kommenden Jahren zusätzliche Montagelinien aufbauen. Peter Schabert, Leiter Produktion Powertrain und Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Untertürkheim:„Damit erhält das Werk in den nächsten Jahren Investitionen in Milliardenhöhe für die Neuausrichtung und Modernisierung unserer Fertigung.“

Über das Mercedes-Benz Cars Powertrain-Produktionsnetzwerk

Das Powertrain-Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Cars besteht aus mehreren deutschen und internationalen Standorten. Ein zentraler Bestandteil ist das Mercedes-Benz Werk Untertürkheim, das seit mehr als 110 Jahren besteht und in insgesamt sechs Werkteilen mit rund 18.700 Mitarbeitern in Produktion und Verwaltung das Herzstück des Automobils produziert: Motor, Getriebe, Achsen und zugehörige Komponenten. Im weltweiten Pkw-Produktionsverbund Powertrain fungiert das Stammwerk als Kompetenzzentrum.

Der Schwerpunkt des Mercedes-Benz Werkes Berlin liegt in der Entwicklung und Produktion von hochmodernen Komponenten und Teilen sowie in der Motorenproduktion. Das Mercedes-Benz Werk Hamburg entwickelt und produziert Achsen und Achskomponenten, Lenksäulen sowie Komponenten der Abgastechnologie und Leichtbaustrukturteile. Die Motorenfabrik MDC Power im thüringischen Kölleda ist eine 100%ige Tochter der Daimler AG und produziert Vierzylindermotoren für Fahrzeuge von Mercedes-Benz und Mercedes-AMG.

International stehen weitere Kapazitäten für die Aggregateproduktion zur Verfügung. Dazu gehören die rumänische Daimler-Tochter Star Transmission für die Montage von Getrieben und die Fertigung von Komponenten und Teilen, sowie Motorenwerke in Peking/China im Rahmen eines Joint Ventures und im Nissan-Werk Decherd/Tennessee als Teil der strategischen Kooperation zwischen Daimler und der Renault/Nissan Allianz.

Über Mercedes-Benz Cars Operations

Mercedes-Benz Cars Operations verantwortet die Pkw Produktion an weltweit 26 Standorten innerhalb eines flexiblen und effizienten Produktionsnetzwerks mit mehr als 70.000 Beschäftigten. Dazu gehören die zentralen Funktionen Planung, Logistik und Qualität. Im vergangenen Jahr hat Mercedes-Benz Cars mehr als 1.754.000 Pkw der Marken Mercedes-Benz und smart produziert und damit den vierten Rekord in Folge eingefahren. Das Netzwerk orientiert sich an den Produktarchitekturen Frontantrieb (Kompaktwagen) und Heckantrieb (zum Beispiel S-, E- und C-Klasse) sowie den SUV- und Sportwagenarchitekturen. Dazu kommt ein Produktionsverbund für den Powertrain (Motoren, Getriebe, Achsen, Komponenten). Im Mittelpunkt eines jeden Architektur-Produktionsverbunds steht ein Leadwerk, das als Kompetenzzentrum für Neuanläufe, Technologie und zur Qualitätssicherung (Qualitätssicherung Definition) dient. In der täglichen Arbeit liegt der Fokus auf der kontinuierlichen Verbesserung sowie der Weiterentwicklung von modernen Fertigungsverfahren, die eine effiziente, flexible und umweltfreundliche Produktion künftiger High-Tech-Fahrzeuge in typischer Mercedes-Benz Qualität ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen die Mitarbeiter mit ihrem Know-how, deren Arbeit durch eine gezielte ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes sowie durch eine intelligente Automatisierung unterstützt wird. Neben eigenen Produktionswerken setzt Mercedes-Benz im Rahmen des Wachstumskurses verstärkt auf Kooperationen und nutzt Kapazitäten von Auftragsfertigern.

(Redaktion)


 


 

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