Sie sind hier: Startseite Stuttgart Marketing Unternehmen
Weitere Artikel
Unternehmen/Daimler

Daimler reduziert Verluste - Aktie legt zu

Trotz der weltweiten Rezession hat der Stuttgarter Automobilkonzern Daimler sein Ergebnis im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Jahresviertel verbessert. Das operative Ergebnis (Ebit) betrug minus 1,0 Milliarden Euro nach minus 1,4 Milliarden Euro im Vorquartal, wie der Konzern am Mittwoch (29.07.2009) mitteilte. Das Konzernergebnis habe sich von minus 1,3 Milliarden Euro auf minus 1,1 Milliarden Euro verbessert. Es fiel etwas besser aus als von Analysten erwartet.

Im weiteren Verlauf des Jahres werde eine schrittweise Verbesserung des operativen Ergebnisses im Konzern erwartet, erklärte Daimler. Die im DAX notierte Daimler- Aktie legte nach der Veröffentlichung der Zahlen deutlich zu. Vor allem bei Mercedes-Benz Cars seien im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Ergebnisverbesserungen erzielt worden, sagte der Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche. Ein Vergleich mit dem sehr guten Vorjahresquartal mache aber deutlich, «welche Hausaufgaben noch vor uns liegen».

   Im zweiten Quartal des Vorjahres hatte Daimler ein Ebit von knapp 2,1 Milliarden Euro ausgewiesen. Das Konzernergebnis hatte bei 1,4 Milliarden Euro gelegen. Maßgeblich für den Ergebnisrückgang auf Jahressicht waren in erster Linie die Absatzrückgänge bei Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks, Mercedes-Benz Vans und Daimler Buses, wie der Konzern mitteilte. Die als Folge der globalen Wirtschaftskrise ergriffenen Maßnahmen zur Kostensenkung und weitere Effizienzsteigerungen hätten den Ergebnisrückgang abgemildert. Nach dem überraschend deutlichen Verlust im Auftaktquartal hatte Daimler harte Sparmaßnahmen angekündigt.

   Wie Daimler weiter mitteilte, sank der weltweite Absatz im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 31 Prozent auf 391 500 Pkw und Nutzfahrzeuge. Der Umsatz sei von 26,0 Milliarden Euro auf 19,6 Milliarden Euro zurückgegangen.

   Auch für das Gesamtjahr erwartet Daimler einen deutlichen Absatz- und Umsatzrückgang. Im Vorjahr hatte der Konzern 2,1 Millionen Fahrzeuge verkauft und knapp 96 Milliarden Euro erlöst.  Zusätzlich zum Absatzeinbruch belasteten die Kosten für die Sanierung der japanischen Lkw-Tochter Mitsubishi Fuso und der US-Tochter Freightliner sowie Pensionszahlungen für die ehemalige US-Tochter Chrysler den Konzern.

   Analysten sahen für Daimler nach dem tiefroten ersten Halbjahr jedoch das Gröbste überstanden: Mercedes-Benz habe die Fertigung weit genug heruntergefahren, so dass keine Fahrzeuge mehr auf Halde produziert würden, sagte UniCredit-Analyst Georg Stürzer. Positiv sollte sich auch der Start der neuen E-Klasse, dem wichtigsten Modell mit dem Stern, Ende März bemerkbar machen.

   Zudem haben die Stuttgarter den Rotstift angesetzt und auch Stellenstreichungen nicht mehr ausgeschlossen. Daimler könnte im laufenden Jahr möglicherweise sogar mehr sparen als angekündigt. Es sei gut möglich, dass das Ziel von insgesamt vier Milliarden Euro noch übertroffen werde, sagte Zetsche. Im ersten Halbjahr hatte der Automobilbauer nach eigenen Angaben 1,9 Milliarden Euro gespart.

(Redaktion)


 


 

Stuttgarter Automobilkonzern Daimler
operative Ergebnis
Ebit
Konzernergebnis
Analysten
DAX notierte

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Stuttgarter Automobilkonzern Daimler" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: