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Daimler verschiebt Tariferhöhung und verlängert Kurzarbeit

Der Stuttgarter Autohersteller Daimler will einem Medienbericht zufolge die für Mai geplante zweite Stufe der Tariferhöhung verschieben und Mitarbeiter auch im zweiten Halbjahr in Kurzarbeit schicken. Zudem seien betriebsbedingte Kündigungen denkbar, berichteten die «Stuttgarter Nachrichten» (Mittwochausgabe, 01. April 2009) vorab.

Zwar gebe es eine Beschäftigungssicherung bis 31. Dezember 2011. Doch darin heiße es, dass diese nur für die Beschäftigten gelte, «die zum Zeitpunkt dieser Vereinbarung in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis stehen». Die Vereinbarung wurde im Juli 2004 unterzeichnet. Von dieser Regelung dürften deshalb einige tausend Mitarbeiter ausgenommen sein, schrieb das Blatt.

Am Mittwoch sollten entsprechende Maßnahmen auf Betriebsversammlungen verkündet werden. Wie das Blatt weiter berichtete, umfasst das Maßnahmenpaket des Autokonzerns neben der Verschiebung der Tariferhöhung eine Verlängerung der Kurzarbeit ins zweite Halbjahr 2009 sowie Arbeitszeitverkürzungen ohne Lohnausgleich in Konzernteilen, die bisher von der Kurzarbeit ausgeschlossen sind. Dazu gehörten die Bereiche Forschung und Entwicklung. Eine Konzernsprecherin wollte den Bericht nicht kommentieren.

Infolge der Absatzflaute bei Neuwagen treten nach Angaben von Daimler ab April 68 000 der 165 000 Beschäftigten in Deutschland in Kurzarbeit. Der Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche hatte bereits angekündigt, dass der Automobilkonzern im ersten Jahresviertel in den roten Zahlen bleibt. Der Gewinn war im vergangenen Jahr auch durch die Belastungen der finanzschwachen ehemaligen US-Tochter Chrysler um knapp zwei Drittel auf 1,7 Milliarden Euro geschrumpft. ImSchlussquartal war der Konzern sogar in die roten Zahlen gerutscht.

Unterdessen wurde bekannt, dass Daimler nach wie vor mit dem US-Investor Cerberus über einen Verkauf des restlichen Anteils an der einstigen US-Tochter Chrysler verhandelt. Man spreche nur mit Cerberus und nicht mit einer weiteren Partei über den Chrysler-Anteil, sagte ein Unternehmenssprecher. Daimler will auch den verbliebenen Chrysler-Anteil von 19,9 Prozent abstoßen, den das Unternehmen im dritten Quartal 2008 bereits auf Null abgeschrieben hatte.

(Redaktion)


 


 

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