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Konjunktur/Mehrwertsteuer

Dienstleister fordern niedrigere Mehrwertsteuer

Gastronomen, Friseure sowie Handwerk und Baugewerbe verlangen eine Senkung der Mehrwertsteuer bei Dienstleistungen. Das wäre nach der Einigung der EU-Finanzminister vom 10. März 2009 künftig möglich. Der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat eine reduzierte Mehrwertsteuer allerdings kategorisch abgelehnt. «Wir werden die Politik jetzt verstärkt mit unseren Forderungen konfrontieren», sagte Ernst Fischer, Vorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) der «Berliner Zeitung» (Ausgabe 12.03.2009).

Auch Joachim Weckel vom Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks fordert, «dass das jetzt so schnell wie möglich umgesetzt wird.» Das Baugewerbe und der Zentralverband des Deutschen Handwerks versprechen sich davon mehr Aufträge und einen Rückgang der Schwarzarbeit. Besonders die Wirte beklagen Wettbewerbsnachteile, weil 11 von 27 EU-Ländern die verringerten Sätze schon jetzt anwenden.

Da dies allerdings für die Bundesregierung deutliche Steuermindereinnahmen bedeuten würde, sieht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sieht die Forderungen skeptisch. «Statt weitere Ausnahmen bei der Mehrwertsteuer einzuführen, sollten lieber die krisenverschärfenden Elemente der Unternehmenssteuerreform geändert werden», sagte Alfons Kühn, Leiter des Bereichs Finanzen und Steuern. «Außerdem wären Maßnahmen gegen die kalte Progression wichtiger als solche neuen Subventionen, die nur weitere Steuerkomplikationen bewirken würden.»

(Redaktion)


 


 

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