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Tarife/Tarifvertragsgesetz

Einzelhandel will Tarifvertragsgesetz ändern

Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) plädiert für eine Änderung des Tarifvertragsgesetzes. Die Nachwirkung von Tarifverträgen solle verkürzt werden, fordert HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth laut Vorabbericht in einem Beitrag für die «Frankfurter Rundschau» (Donnerstagausgabe, 09. April 2009) anlässlich des 60. Jahrestags des Tarifvertragsgesetzes.

Selbst bei Austritt aus dem Tarifverband bleibe der Arbeitgeber an Tarifverträge gebunden, bis sie durch eine andere Abmachung ersetzt würden. «Dies schreckt ohne Zweifel ab. Eine Verkürzung der Nachwirkung würde dazu führen, dass mehr sich trauen, eine Tarifbindung einzugehen», argumentierte Genth.

Dagegen würdigte IG-Metall-Chef Berthold Huber das Gesetz als große Errungenschaft und wichtige Basis für Flächentarifverträge. «Gerade in der aktuellen Krise zeigen sich die stabilisierenden Qualitäten der Flächentarifverträge: Indem sie beispielsweise einen ruinösen Unterbietungswettlauf von Unternehmen und Beschäftigten verhindern» oder «solidarische Antworten auf drohende Entlassungen anbieten», betonte Huber in dem Blatt. Flächentarifverträge seien ein guter Schutzschirm für die Arbeitnehmer in der Krise.

(Redaktion)


 


 

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