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7. Deutscher Mittelstandstag

EnBW: Der Trend geht zu erneuerbaren Energien und einer nachhaltigen, klimaverträglichen Energieversorgung.

Mit rund sechs Millionen Kunden und über 20.000 Mitarbeitern zählt die EnBW Energie Baden-Württemberg AG zu den großen drei Energieversorgungsunternehmen Deutschlands. EnBW AG konzentriert sich dabei auf die Tätigkeitsbereiche Strom, Gas sowie Energie- und Umweltdienstleistungen.

Die EnBW AG unterstützt als Sponsor aktiv den 7. Deutschen Mittelstandstag, der am 4. November in Stuttgart im Haus der Wirtschaft stattfindet. Träger des Deutschen Mittelstandstages ist die Bundesvereinigung Liberaler Mittelstand. Der Deutsche Mittelstandstag hat zum Ziel, den Dialog zwischen Mittelstand und Politik zu intensiveren, er bietet zugleich Unternehmen aus allen mittelständischen Bereichen die Möglichkeit, sich mit ihren Produkten und Dienstleistungen zu präsentieren. Business-on.de sprach mit dem früheren langjährigen Oberbürgermeister von Singen und heutigen Leiter der Repräsentanzen Berlin und Brüssel der EnBW Holding, Andreas Renner, der sich den Fragen von Business-on.de - Redakteur Hasso Kraus stellte. 

Business-on.de: Herr Renner, ist es aus Ihrer Sicht erforderlich, dass auch kleinere und mittlere Unternehmen künftig verstärkt international agieren? Wenn ja, warum?

Andreas Renner: Obwohl wir als EnBW AG als drittgrößter deutscher Energieversorger mit etwas über 20.000 Mitarbeitern nicht zu den KMU zählen, verfolgen wir deren Entwicklung doch mit großem Interesse. Auf lokaler Ebene bestehen schließlich vielfältige Formen der Zusammenarbeit und Kooperation. Aufgrund von Billiganbietern und großen „Global Players“, die auf regionale Märkte drängen, sehen sich sowohl Großunternehmen wie die EnBW, als auch KMU steigendem Konkurrenzkampf ausgesetzt. Internationalität wird deshalb auch für den Mittelstand zunehmend wichtiger, um sich neue Absatzmärkte zu erschließen. Diese internationale Ausrichtung ist allerdings vielfach bereits Realität: Die hohe Innovationskraft und Nähe zum Kunden machen gerade in unserem Stammland Baden-Württemberg viele KMU zu Weltmarktführern auf hoch spezialisierten Tätigkeitsfeldern wie dem Maschinenbau.   

Business-on.de: Statistiken belegen, dass der Fachkräftemangel in den kommenden Jahren stark zunehmen wird – was können kleinere und mittlere Unternehmen tun, um ihre Fachkräfte zu binden bzw. um zusätzliche Fachkräfte zu gewinnen?

Andreas Renner: Aufgrund des demographischen Wandels muss zum einen versucht werden, ältere Fachkräfte solange wie möglich im Unternehmen zu halten. Hierfür müssen Aufgaben altersgerecht umverteilt und Arbeitsplätze, aber auch Arbeitszei-ten, flexibilisiert werden. Zum anderen muss die Ausbildungsaktivität deutlich verstärkt werden, schließlich konkurrieren die Unternehmen um immer weniger Absolventen. Für die Bindung des weiter wachsenden Anteils weiblicher Fachkräfte ist vor allem eine flexible und familienfreundliche Arbeitsumgebung wichtig. Der Fachkräftemangel in Deutschland macht sich auch bei der EnBW bemerkbar. Mit dem Ziel bis 2020 den Anteil der erneuerbaren Energien auf 20 Prozent zu steigern, wurde im Konzern ein Umbau eingeläutet, der sowohl weiterer technischer, als auch kaufmännischer Fachkräfte bedarf. 

Business-on.de: Megatrends und Innovationen werden unsere Wirtschaftslandschaft verändern. Welche Megatrends zeichnen sich aus Ihrer Sicht für die kommenden Jahre ab und was können kleinere und mittlere Unternehmen tun, um von diesen Umwälzungen zu profitieren?

Megatrend der Zukunft: erneuerbare Energien

Andreas Renner: Der relevanteste Megatrend für die EnBW ist der Trend hin zu erneuerbaren Energien und einer nachhaltigen, klimaverträglichen Energieversorgung – nicht erst seit den politischen Beschlüssen zur Energiewende in Deutschland. Damit einher geht der Megatrend hin zur dezentralen Erzeugung, beispielsweise über Bürgergenossenschaften und Beteiligungsmodelle an lokalen Erzeugungsanlagen. Um mit diesen Entwicklungen Schritt halten zu können sind Flexibilität, innovatives Denken und vor allem Netzwerke notwendig. Die Bedürfnisse der Kunden können nicht mehr im Alleingang gedeckt werden. Deshalb sind gemeinsame Projekte und Kooperationen zwischen Unternehmen aller Größenordnungen wichtig. Hiervon werden auch kleine und mittlere Unternehmen profitieren. 

Die EnBW hat eine entsprechende zukunftsweisende Zusammenarbeit jüngst mit dem Pilotprojekt „Nachhaltige Stadt“ in Leutkirch im Allgäu angestoßen: Es soll die Grundidee einer energieeffizienten, emissionsgeminderten und dezent-ral versorgten Kommune in die Praxis umsetzen. Dabei setzt es auf die Unterstützung und Akzeptanz durch die Bürgerschaft und soll möglichst viele Menschen, Firmen und Gruppierungen aus der Region beteiligen, was die lokale Wertschöpfung in besonderem Maße fördert. 

Business-on.de: Der Deutsche Mittelstandstag findet in diesem Jahr zum siebten Male statt – und zwar in Stuttgart. Worin zeichnen sich Ihrer Meinung nach der Wirtschaftsstandort Stuttgart und seine Region besonders aus?

Andreas Renner: Stuttgart ist eine einer innovationsstärksten Metropolregionen des Kontinents und verfügt über eine hervorragend ausgebaute Infrastruktur . Auch die EnBW hat hier ihren Verwaltungssitz und bekennt sich zum Wirtschaftsstandort Stuttgart. Dank vieler erfolgreicher Unternehmen besitzt Stuttgart weltweite Bekanntheit. Die Grundlage dafür bilden bestens ausgebildete, motivierte und zufriedene Mitarbeiter aus der Region. Letzteres können wir auch für unser Unternehmen, die EnBW, bestätigen. 

Business-on.de: Herr Renner, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

(Redaktion)


 


 

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