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ARD-DeutschlandTrend Januar 2012: FDP auf Rekordtief

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In der Sonntagsfrage des aktuellen ARD-DeutschlandTrends verliert die FDP einen Punkt im Vergleich zum Vormonat und kommt nur noch auf zwei Prozent. Dies ist der schlechteste Wert, den die FDP jemals im ARD-DeutschlandTrend erreicht hat.

Die Union kommt unverändert auf 35 Prozent. Die SPD liegt unverändert bei 30 Prozent. Die Grünen kommen unverändert auf 16 Prozent. Die Linke verliert einen Punkt auf sechs Prozent. Die Piratenpartei erreicht unverändert ebenfalls sechs Prozent. Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.500 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt.

FDP wird am wenigsten Glaubwürdigkeit zugesprochen 

Ein entscheidender Grund für die unverändert schlechte Lage der FDP ist aus Sicht von 83 Prozent der Deutschen, dass "die FDP seit Jahren vieles verspricht, was sie nicht gehalten hat." 72 Prozent sehen als einen entscheidenden Grund, dass "man nicht weiß, wo die FDP in der Euro-Krise eigentlich steht". "Schlechte Arbeit der FDP-Minister im Kabinett", nennen 65 Prozent als einen entscheidenden Grund, die "Arbeit des Parteivorsitzenden Rösler" nur 50 Prozent. Die FDP ist derzeit die Partei, der am wenigsten Glaubwürdigkeit zugesprochen wird. Nur 15 Prozent der Deutschen finden die FDP glaubwürdig. Am glaubwürdigsten ist aus Sicht der Bundesbürger die SPD. 57 Prozent finden die SPD glaubwürdig. Die Grünen sind für 54 Prozent der Deutschen glaubwürdig, die CDU für 48 Prozent, die CSU für 40 Prozent, die Piratenpartei für 17 Prozent und die Linke für 16 Prozent. Nur 30 Prozent der Deutschen glauben, dass Philipp Rösler am Ende des Jahres als Parteivorsitzender der FDP noch im Amt sein wird. 65 Prozent glauben dies nicht.

Merkel mit bester Zustimmung seit Dezember 2009

Beliebteste Politiker sind in diesem Monat Finanzminister Wolfgang Schäuble, Verteidigungsminister Thomas de Maizière und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Mit ihrer Arbeit sind jeweils 63 Prozent der Deutschen zufrieden. Alle drei Spitzenpolitiker legen im Vergleich zum Vormonat deutlich zu: Schäuble um acht Punkte, de Maizière um sieben Punkte und Merkel um neun Punkte. Für Merkel ist das der beste Wert seit Dezember 2009. Auf Platz vier folgt SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier mit einer Zustimmung von 58 Prozent (+1) vor dem SPD-Politiker Peer Steinbrück, der mit einer Zustimmung von 53 Prozent (-4) den fünften Platz belegt. Schlusslichter der abgefragten Spitzenpolitiker sind in diesem Monat drei FDP-Politiker: FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle mit einer Zustimmung von 27 Prozent (-1 im Vergleich zu November), Außenminister Guido Westerwelle mit einer Zustimmung von 25 Prozent (+1) und FDP-Chef Philipp Rösler mit einer Zustimmung von 20 Prozent (-2).

Wer wird Bundeskanzler?

Merkel würde bei Direktwahl gegen alle drei möglichen SPD-Herausforderer gewinnen Falls die Deutschen den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würde Amtsinhaberin Angela Merkel in diesem Monat gegen alle potentiellen SPD-Herausforderer gewinnen. Im Falle einer Direktwahl zwischen Angela Merkel und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier würden sich 48 Prozent für Merkel (+1 im Vergleich zu November) und 38 Prozent für Steinmeier (+2) entscheiden. Wenn die Deutschen die Wahl hätten zwischen Angela Merkel und dem früheren Finanzminister Peer Steinbrück, würden 49 Prozent Angela Merkel wählen (+7) und 36 Prozent Peer Steinbrück (-9). Würde SPD-Chef Sigmar Gabriel gegen Angela Merkel antreten, würden sich 55 Prozent für Merkel (+5 im Vergleich zu Mai) und 30 Prozent für Gabriel entscheiden (-1).

Rente mit 67 

Drei Viertel der Deutschen halten Rente mit 67 für verdeckte Rentenkürzung Die gerade eingeführte Rente mit 67 wird von den Deutschen überwiegend negativ beurteilt. Drei Viertel der Deutschen (77 Prozent) sind der Ansicht, "in Wahrheit ist die Rente mit 67 eine verdeckte Rentenkürzung", 74 Prozent sagen, "es mag sein, dass bei der Rente gespart werden muss, aber es ist ungerecht, wie das geschieht". Eine Mehrheit von 55 Prozent findet, "die Rente mit 67 sollte rückgängig gemacht werden, auch wenn dann die Rentenbeiträge steigen müssen".

Befragungsdaten

- Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren - Fallzahl: 1.000 Befragte, Sonntagsfrage: 1.500 Befragte - Erhebungszeitraum: 02.01.2012 bis 04.01.2012; Sonntagsfrage: 02.01.2012 bis 05.01.2012 - Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews (CATI) - Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe - Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte

* bei einem Anteilswert von 5%; ** bei einem Anteilswert von 50%

Quelle: ARD-DeutschlandTrend 

(fair- NEWS)



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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1, 2 © infratest dimap


 

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