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Unternehmensnachfolge: Wertvolle Praxistipps für Übernehmer und Übergeber

Der Schulungssaal der IHK Ostwürttemberg in Heidenheim war gut gefüllt - trotz Schnee und Eis. Kein Wunder, denn das Thema ist hochaktuell: Die Übergabe bzw. Übernahme einer Firma. Die IHK, vertreten durch Markus Schmid, hatte zu Informationsvorträgen, Erfahrungsberichten und zu einer Diskussion zwischen direkt Beteiligter eingeladen.

Zunächst informierte Andreas Sattler, Geschäftsführer der Firma Sattler & Partner AG aus Schorndorf, darüber, wie ein Unternehmen bewertet wird, also wie viel es Wert ist. Die Antwort ist im Prinzip schnell gegeben: "Ein Unternehmen ist immer so viel Wert, wie jemand dafür bereit ist zu bezahlen." Allerdings gibt es verschiedene Verfahren, um sich ein Bild zu machen, was ein Übergeber für sein Unternehmen - nachweisbar und berechenbar - verlangen kann - bzw. womit ein Übernehmer rechnen muss, wenn er einen Betrieb übernehmen will. Diese Verfahren geben Sicherheit vor "Mondpreisen", denn niemand will sich über den Tisch ziehen lassen. Ein Bewertungsverfahren macht die Ermittlung des Unternehmenswertes nachvollziehbar.

Die durchschnittliche "Transaktionszeit", d.h. die Zeit des Übergangs eines Unternehmens in die Hände des Nachfolgers, beläuft sich auf etwa ein Jahr - die Dauer von der ersten Planung des Inhabers bis zur Abwicklung des Unternehmensverkaufs etwa drei bis fünf Jahre.

Andrea Diebel, Steuerberaterin in der Steuer -beraterkanzlei Artur Schmid aus Lorch, erläuterte wichtige steuerliche Aspekte beim Firmenkauf bzw. -verkauf. Aber auch bei der Vererbung bzw. beim Verschenken eines Unternehmens und beim Erben oder beim Geschenk eines Unternehmens gibt es steuerliche Tipps, die die zu entrichtende Steuer nicht zu hoch werden lassen.

In den Erfahrungsberichten, moderiert von Professor Holger Held von der Hochschule Aalen, gab es wertvolle Tipps und Tricks, deren Beachtung manch böse Überraschung zu vermeiden helfen. Martin Domhan berichtete etwa von der Übernahme eines Getränkehandels in Abtsgmünd: "Miteinander offen umzugehen und Verständnis für die Belange des Anderen zuhaben, ist das einzig Vernünftige", denn man dürfe nicht vergessen, dass es bei der Übernahme eines Unternehmens auch über die Überlassung des Lebenswerkes dessen gehe, der das Unternehmen abgibt.

Markus Schmid, Leiter des Geschäftsfeldes Starthilfe & Unternehmensförderung der IHK Ostwürttemberg war am Ende der Veranstaltung zufrieden: Den Teilnehmern war vermittelt worden, dass neben der eigenen persönlichen Qualifikation und Motivation besonders auch die tatkräftige Hilfe der IHK sinnvoll ist - durch Information, Schulung und Beratung. Das hohe Interesse an dieser Veranstaltung hat gezeigt, dass die IHK hier auf einem guten Weg ist.

(Redaktion)


 


 

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