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Bildung

Gemeinschaftsschule wird in Kommunen sehr positiv aufgenommen

Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer ist sehr zufrieden mit der Akzeptanz der neuen Gemeinschaftsschule in den Kommunen des Landes: "Weit über die 34 voraussichtlichen Starterschulen hinaus sind wir hier bei Kommunalpolitikern, Eltern und vor allem bei vielen Lehrkräften auf eine sehr, sehr positive Resonanz gestoßen."

Dies erklärte die Ministerin. Der "Startertag" am 1. Februar war die Auftaktveranstaltung für diejenigen Schulen, die bisher für den Start als Gemeinschaftsschule zum Schuljahr 2012/13 benannt sind. Insbesondere diejenigen Schulen, die seit Jahren darauf warteten, ihre modernen pädagogischen Ansätze mit Unterstützung des Kultusministeriums umsetzen zu können, hätten regelrecht begeistert reagiert. Darüber hinaus sei eine rege Diskussion um die Einführung einer Gemeinschaftsschule in vielen Städten und Gemeinden des Landes entstanden: "Es zeigt sich jetzt deutlich, dass viele Lehrkräfte und Eltern eine Bildungspolitik herbeigesehnt haben, die die Förderung jeder Schülerin und jedes Schülers entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten sowie ein längeres gemeinsames Lernen unterstützt."

Damit setze ein tiefgreifender Wandel in der Schulpolitik des Landes ein, der pädagogische Entwicklungen im In- und Ausland aufgreife. In den 34 Starterschulen in Baden-Württemberg, in Schulen, die mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurden, sowie in vielen Schulen im Ausland könnten sich Besucher von den Vorteilen der Lernprozesse in Gemeinschaftsschulen überzeugen. "Sie erleben in Gemeinschaftsschulen, mit welcher Begeisterung und Konzentration die Kinder und Jugendlichen lernen und wie erfüllt und engagiert die Pädagoginnen und Pädagogen in ihrer neuen Rolle als Gestalter der Lernumgebung und als Lernberater agieren."

Die Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer bedankte sich insbesondere bei den Kommunen, die die Starterschulen als Schulträger unterstützen: "Wenn der Schulträger neue Wege besonders engagierter Lehrerinnen und Lehrer sowie der Eltern mitträgt, ist ein guter Lernerfolg vor Ort gewährleistet." Gerade auch viele Mütter und Väter hätten erkannt, dass die neue Schulart ihren Kindern große Vorteile verspreche. "Ich möchte betonen, dass mir gerade die Mitarbeit des Landeselternbeirats beim Zustandekommen der Gemeinschaftsschule sehr wichtig war."

Insgesamt gehe die Unterstützung der Gemeinschaftsschule weit über die 34 Starterschulen hinaus. So wollten auch die rund 15 weiteren Schulen, die zum engsten Bewerberkreis gehört hatten, aber noch nicht als Starterschule benannt werden konnten, ihre Anstrengungen fortsetzen und, falls sie die notwendige Schülerzahl erreichen, spätestens im Schuljahr 2013/14 einsteigen. Das pädagogische Konzept spreche inzwischen viele andere Städte und Kommunen an, etwa Friedrichshafen, Ulm, Heilbronn oder Ravensburg. Abzusehen sei auch, dass der zweite Jahrgang der Gemeinschaftsschulen im Schuljahr 2013/14 eine Reihe von Realschulen umfasse. Die Stabsstelle ist mittlerweile auch mit Gymnasien im Gespräch über das Thema Gemeinschaftsschule.

Die Kultusministerin betonte aber auch, dass die Unterstützung der Gemeinschaftsschule nicht zur Benachteiligung der bestehenden Schularten führen werde. Sie erwarte vielmehr eine gegenseitige pädagogische Befruchtung zwischen der neuen und den traditionellen Schularten. "Wir wollen Realschulen und Gymnasien darin unterstützen, die individuelle Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler zu verstärken." So erhielten die fünften und sechsten Klassen der Gymnasien eine Poolstunde mehr. Und die Realschulen würden mit zusätzlichen Deputaten sowie der Einführung einer Kompetenzanalyse unterstützt, um die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler für ihre berufliche Orientierung zu analysieren und zu stärken. Die grün-rote Bildungspolitik will es den jungen Menschen so ermöglichen, den jeweils bestmöglichen Schulabschluss zu erreichen.

Gabriele Warminski-Leitheußer sieht es auch als sehr positiv, wie im Land inzwischen die Rahmenbedingungen für die Einführung der Gemeinschaftsschule diskutiert würden. Von Wirtschaft und Handwerk über die Gewerkschaften bis hin zu den Kommunalen Landesverbänden gebe es Forderungen und Vorschläge, um die neue Schulart zu befördern. "Hier wird deutlich, dass viele gesellschaftliche Gruppen den Erfolg der Gemeinschaftsschule wünschen und uns beim Ausbau der neuen Schulart unterstützen", sagte die Ministerin. Mit Städtetag, Gemeindetag und Landkreistag sei auch besprochen worden, die regionale Schulentwicklung gemeinsam voranzubringen.

(Redaktion)


 


 

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