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Trinkwasser in unserer Region

Am 25. Oktober 1954 wurde in Stuttgart der Zweckverband der Bodensee-Wasserversorgung gegründet. Notwendig wurde dieses durch wasserarme Gemeinden der Schwäbischen Alb und des Großraums Stuttgart. Heute werden damit etwa vier Millionen Menschen in rund 320 Städten und Gemeinden mit Trinkwasser versorgt.

Ein paar Zahlen zur Wasserentnahme des Bodensee
Zur Trinkwasserversorgung werden dem Bodensee jährlich zwischen 125 und 130 Millionen Kubikmeter Wasser durch die Bodensee-Wasserversorgung entnommen. Insgesamt etwas mehr als ein Prozent des Gesamtdurchflusses aber weniger als der Bodensee durch Verdunstung verliert.
Die Wasserabgabe im Jahr 2011 lag bei 126,1 Millionen Kubikmeter. Die höchste Jahresabgabe wurde im Jahr 2003 mit 139,8 Millionen Kubikmetern erreicht. Am 8. August 2003 wurde mit 531.000 Kubikmetern die höchste Tagesabgabe gemessen. Die Bodensee-Wasserversorgung hat ein Entnahmerecht von 670.000 Kubikmetern Rohwasser pro Tag; das sind im Mittel 7.750 Liter in der Sekunde. Dies wurde bereits 1966 in einem internationalen Übereinkommen zwischen den Anrainerstaaten Österreich, der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland geregelt. Das von der Bodensee-Wasserversorgung gelieferte Trinkwasser hat einen Härtegrad von 1,6 Millimol Calciumcarbonat pro Liter (ehemals 9,0 Grad deutsche Härte), der pH-Wert liegt bei 7,9 und der Nitratgehalt bei 4,5 mg/l.

Der Bodensee wird zu zwei Dritteln mit Wasser aus den Alpen gespeist. Insgesamt sorgen die Zuflüsse für circa 11,5 Milliarden Kubikmeter frisches Wasser pro Jahr. Die jährliche Wasserentnahme der Bodensee-Wasserversorgung von etwa 125 Millionen Kubikmetern Wasser ist, verglichen mit dem Zufluss, also eine vernachlässigbare Menge. Das Wasser aus den Alpen fließt zum überwiegenden Teil aus mehr als 1.500 Meter Höhe in den See und ist in seiner Qualität praktisch nicht durch Besiedlung, Industrie und Landwirtschaft beeinträchtigt. Es reicht daher für die Verwendung zu Trinkwasser eine einfache, naturnahe Aufbereitung. Dank des ständigen Zuflusses aus den Alpen steht immer genügend Wasser zur Verfügung.

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Durch das große Wasservolumen von fast 50 Kubikkilometern (50 Milliarden Kubikmeter = 50 Billionen Liter) ist das Wasser bei einem Unfall mit wassergefährdenden Stoffen gut geschützt, da Schadstoffe so stark verdünnt werden, dass sie die Trinkwasserversorgung nicht beeinträchtigen könnten. Die niedrigen Konzentrationen würden das Wasser nicht nennenswert belasten und blieben selbst im Rohwasser weit unterhalb der strengen Grenzwerte der Trinkwasserverordnung. Zudem würde die Aufbereitung verhindern, dass solche Stoffe ins Trinkwasser gelangen.

Der natürliche Schadstoffschutz des Sees
Da der Bodensee mit 254 Metern sehr tief ist, sind die unteren Wasserschichten durch die natürliche Schichtung zusätzlich geschützt. Auf dem vier bis fünf Grad Celsius kühlen Tiefenwasser schwimmt eine wärmere Schicht. Dieses Wasser vermischt sich wegen seiner geringeren Dichte kaum mit dem kälteren, schwereren Tiefenwasser. Gelangen Schadstoffe in die obere Schicht, können sie deshalb nicht in die Tiefe absinken, aus der die Bodensee-Wasserversorgung ihr Wasser entnimmt. Dort ist das Wasser besonders kühl, was zum einen erfrischend ist, zum anderen einen zusätzlichen Schutz vor bakterieller Verkeimung bedeutet. Lediglich am Ende des Winters haben beide Schichten die gleiche Temperatur. Für eine kurze Zeitspanne ist die Trennung aufgehoben, und das Wasser wird umgewälzt. Dies ist für den See sehr wichtig, weil dabei der Tiefenbereich mit Sauerstoff versorgt wird.

Ein Faktor der für die Sauberkeit des Trinkwassers jedoch eine entscheidende Rolle spielt ist das Rohrleitungssystem bis zu unserem Wasserhahn. Leider gibt es keine Garantie dass in diesen vielen, vielen Kilometern an Wasserleitungen Schadstoffe aus den unterschiedlichsten Gründen in unser Leitungswasser gelangen. Sehr häufig geschieht dieses auf den letzten Metern und im hauseigenen Leitungssystem. Daher sollten Wasserfilter im Haushalt viel mehr beachtet werden um die Familie gesund zu erhalten und Schwermetallbelastungen vorzubeugen. Weitere Informationen... 

Das Rohrnetz hat insgesamt eine Länge von etwa 1.700 km, es sind 29 Wasserbehälter mit zusammen 470.600 m³ Inhalt integriert. Der größte unter den Wasserbehältern, mit einem Inhalt von 100.000 m³, ist der Hochbehälter im Stuttgarter Stadtteil Rohr .

Der Bodensee Zweckverband
Der Zweckverband hat 180 Mitglieder, davon 147 Städte und Gemeinden sowie 34 Wasserversorgungs-Zweckverbände. Das Versorgungsgebiet erstreckt sich vom Bodenseegebiet im Süden bis nach Bad Mergentheim im Norden des Landes. Es umfasst den Mittleren Neckarraum sowie Gebiete der Baar, der Schwäbischen Alb, des Schwarzwalds, des Strombergs, des Heilbronner Unterlandes und des Odenwalds bis nahe der hessischen und bayerischen Landesgrenze im Norden.
 
Seit 1958 wird das Wasser dem Bodensee bei Sipplingen in 60 m Tiefe durch zwei (seit 1978 drei) Rohre entnommen, und im Seepumpwerk Süßenmühle auf den 310 m höher liegenden Sipplinger Berg gepumpt. Dort wird das Wasser durch Mikrosiebe, Ozon- und Sandfilteranlagen aufbereitet und dann durch zwei Haupt- und zahlreiche Neben- und Anschlussleitungen mit Innendurchmessern von bis zu 2,25 m zu den angeschlossenen Städten und Gemeinden geleitet.

Das Wasser fließt größtenteils im freien Gefälle bis in den Raum Heilbronn; zusätzlich sorgen 17 Pumpwerke für ausreichend Druck im Netz und befördern das Wasser zu höher gelegenen Gemeinden. Unterstützend können 20 Drucksteigerungsanlagen den in Spitzenzeiten höheren Wasserbedarf abdecken.

  • Die 1. Hauptleitung von 1958 führt das Wasser bis auf eine Höhe von 753 Meter bei Liptingen. Von dort fließt es bis in den Neckarraum und Ludwigsburg.
  • Die 2. Hauptleitung von 1971 durchquert die Schwäbischen Alb durch den rund 24 Kilometer langen unterirdischen „Albstollen“. Mit ihr werden Stuttgart und der nördliche Teil Baden-Württembergs versorgt.[2] Die damals für den Stollenvortrieb eingesetzte Maschine ist heute im Deutschen Bergbau-Museum Bochum ausgestellt. Der Bau der Pipeline (1968–1970) war seinerzeit eine herausragende technische Leistung - unter der Leitung von Prof. Dr. Ing. Fritz Schmidt.
  • Durch die Inbetriebnahme der Fernleitung West von Schönaich bis nach Sternenfels im Jahr 2003 konnten die letzten Engpässe beseitigt werden.

Sehr oft am Tag drehen wir alle den Wasserhahn auf und freuen uns über das permanente  Leitungswasser. Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht wo dieses Wasser den seinen Ursprung hat. Für uns alle ist diese Wasserversorgung lebensnotwendig und sollte daher immer im besonderen Fokus stehen. Der Bodensee Zweckverband sorgt für das Trinkwasser bis zu Ihrem Wasseranschluss, sorgen Sie dafür das Wasser in Ihrem Haus ebenfalls schadstoffarm aus dem Wasserhahn sprudelt. Siehe Artikel… 

Quelle der Zahlen, Fakten ist unter anderem Wikepedia

(Bernhard Eckert)


 


 

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