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Beruf/Stellensuche

Gut vernetzt schneller zum Job - die meisten Stellen gehen an bekannte Bewerber

Wer gut vernetzt ist, findet schneller einen neuen Job. Zwar suchen Unternehmen auf vielen Wegen nach Personal, jedoch haben Bewerber mit einer Empfehlung von Mitarbeitern, Geschäftspartnern oder Bekannten des Arbeitgebers einen klaren Wettbewerbsvorteil: Knapp 30 Prozent aller offenen Stellen wurden im vergangenen Jahr über persönliche Kontakte besetzt, wie aus einer Umfrage des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor geht.

Über Ausschreibungen in Zeitungen und Zeitschriften vergaben die 16 000 befragten Betriebe demgegenüber gut jeden vierten Arbeitsplatz, während rund jede sechste Einstellung durch Vermittlung der Arbeitsagentur zustande kam. Für immerhin jede achte Stelle wählten die Unternehmen einen «Blindbewerber» aus.

Insgesamt untermauern die IAB-Zahlen die Erkenntnis, dass gute Kontakte und Eigeninitiative über die Bewerbung auf Stellenanzeigen hinaus die Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz steigern. Das gilt insbesondere für Arbeitslose, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einer Studie für das Jahr 2005 zeigen konnte.

So fand nur gut jeder fünfte Arbeitslose seinen neuen Arbeitsplatz durch die Arbeitsagentur, während fast jeder Dritte dank privater Kontakte zur neuen Stelle kam. Für Bewerber mit schlechten Beschäftigungschancen ist ein gutes Netzwerk noch wichtiger. So fanden nur zwei Prozent aller Arbeitslosen über 50 ihre neue Beschäftigung über die Arbeitsagentur. Tipps aus dem Bekanntenkreis verhalfen demgegenüber 46 Prozent der älteren Bewerber zum neuen Job.

Doch auch Jobsucher ohne gute Verbindungen zu potenziellen Arbeitgebern haben eine Chance. So fanden im Jahr 2005 immerhin gut 20 Prozent aller ehemals Arbeitslosen ihre neue Beschäftigung weder dank fremder Hilfe noch der Bewerbung auf ein Stellenangebot, sondern durch die Blindbewerbung bei Unternehmen.

Allerdings ist nicht jede Eigeninitiative der Mühe wert. So können Arbeitslose auf die Schaltung von Stellenanzeigen in eigener Sache getrost verzichten. Denn auf Bewerberinserate reagierte der IAB-Umfrage zufolge gerade einmal jedes zwanzigste Unternehmen, und zu einer Einstellung kam es letztlich so gut wie nie.

(Redaktion)


 


 

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