Interview
Mit Prinzessin Häberle becircen Frauen erfolgreich den Markt
Stuttgart. Prinzessin Häberle ist nicht etwa eine Nachfahrin des weitverzweigten württembergischen Königshauses, nein es ist vielmehr der Name eines Coachingunternehmens aus Stuttgart, das sich zum Ziel gesetzt hat, Frauen in Führungspositionen noch erfolgreicher zu machen. Business-on.de Stuttgart sprach mit Inhaberin Kerstin Sturm.

"Die Idee ist es, Marketingwissen speziell an Frauen in der Region Stuttgart weiterzugeben", so Kerstin Sturm, Inhaberin der Firma Prinzessin Häberle.
Business-on.de: Frau Sturm, verraten Sie uns bitte, was steckt hinter dem Namen „Prinzessin Häberle“?
Kerstin Sturm: Die Idee meines Unternehmens ist es, Marketingwissen speziell an Frauen in der Region Stuttgart weiterzugeben. Der Name „Häberle“ steht vorurteilsgespickt für die Schwäbin. Und da wir die hiesigen Frauen dabei unterstützen in Glanz und Gloria den Markt zu becircen, wurde aus Frau Häberle, Prinzessin Häberle.
Business-on.de: … und was macht Ihr Unternehmen konkret?
Kerstin Sturm: Wir führen Fortbildungsseminare durch, und zwar in allen Bereichen, die mit Marketing zu tun haben. Marketing betrifft alle Unternehmensbereiche, die in irgendeiner Form den Markt tangieren – zum Beispiel auch Personalführung, Social Media und Medienrecht.
Für unsere Seminare verpflichten wir handverlesene Fachleute mit Schulungserfahrung. Übrigens: Wir erhalten aus den Seminaren, die wir als interaktive Workshops gestalten, sehr viele Anregungen zu weiteren neuen Themen, die wir aufnehmen und in der Regel auch umsetzen.
Unsere Seminare sind Praxisseminare; das heißt, wir entwickeln gemeinsam mit den Teilnehmerinnen Marketinglösungen. Oder anders gesagt, wir verknüpfen in den Seminaren das Fachwissen der Teilnehmerinnen mit unserem Marketingwissen – damit schaffen wir für jede Teilnehmerin ein stabiles individuelles Marketingkonzept. Konkretes Beispiel: Suchmaschinenoptimierung. Wir bringen den Teilnehmerinnen bei, wie sie selbst jetzt und in Zukunft ihren eigenen Internetauftritt suchmaschinenoptimieren. Übrigens: Bei der Auswahl der Teilnehmerinnen achten wir darauf, dass keine Konkurrentinnen aufeinanderstoßen und dass alle in etwa den gleichen Kenntnisstand haben.
Was macht Prinzessin Häberle so einzigartig?
Business-on.de: Was unterscheidet Sie von anderen Firmen, die in diesem Bereich tätig sind – was ist Ihr „USP“?
Kerstin Sturm: Wir haben uns auf Frauen spezialisiert, genauer gesagt, auf „mutige Frauen“. Grundvoraussetzung ist, dass frau sich und ihr Unternehmen bzw. ihre Aufgabe im Betrieb aktiv und mutig weiterentwickeln will. Zu unserer Zielgruppe gehören Frauen, die schon länger selbstständig sind, aber auch Angestellte in Führungspositionen oder Frauen, die in einem Unternehmen für spezielle Fachbereiche innerhalb des Marketings zuständig sind.

"Frauen sind nicht die besseren Unternehmer, sie sind einfach anders" - Kerstin Sturm (Mitte) und ihr Team (ein Teil hiervon ist abgebildet) schulen und trainieren Frauen im Wirtschaftsleben.
Ein weiterer USP ist, dass wir in unseren Workshopseminaren die Teilnehmerinnen dazu bringen, dass sie sich ihrer eigenen Marketinginstrumente bewusst werden, diese selbst zielgerichtet einsetzen und „bespielen“. Da die Gründungsidee eine solidarische Grundnote hat, haben wir auch eine Preisgestaltung, die ausgesprochen günstig ist.
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist schließlich, dass ich mich mit jeder Seminarteilnehmerin vor Beginn des Seminars treffe, um herauszufinden, welche Erwartungen sie an das Seminar stellt und welche Voraussetzungen sie mitbringt. Manchmal muss ich eine Teilnehme absagen, weil ich nur denen Zusage, denen eine Teilnahme bei uns auch tatsächlich Vorteile bringt.
Business-on.de: … sind Frauen die „besseren Unternehmer“?
Kerstin Sturm: Nein, das kann man nicht sagen: Wir Frauen sind einfach anders als Männer. Frauen lernen auch anders und bewegen sich im Berufsalltag auf ihre besondere Weise. Da lag es nahe, Bildungskonzepte zu entwickeln, die dieser Tatsache Rechnung tragen. Dieses Konzept kommt sehr gut an, wir bekommen viele Nachfragen durch Mund-zu-Mund-Werbung.
Business-on.de: Wir sind hier im „Headquarter“ Ihres Unternehmens – seit wann besteht Ihr Unternehmen und wo finden Ihre Seminare und Workshops statt?
Kerstin Sturm: Unser Unternehmen besteht seit Juni dieses Jahres, als wir unseren Internetauftritt und unsere Flyer fertiggestellt hatten. Das Kernteam besteht aus vier Dozentinnen und mir als Inhaberin; unsere Seminare und Workshops finden in entsprechenden Räumen der Firma Coworking am Stuttgarter Hauptbahnhof in der Heilbronner Str. 7 statt.
Business-on.de: Was ist Ihr unternehmerisches Ziel für die kommenden Jahre?
Kerstin Sturm: Wir wollen wachsen: Unser Programm soll größer werden und damit auch die Zahl der Dozentinnen. Und: wir streben die Errichtung einer modernen Akademie mit eigenen festen Schulungsräumen an.
Business-on.de: Was war der Grund für Sie, an der Veranstaltung der Wirtschaftsförderung der Stadt und der Region Stuttgart „Mehrwert – Marktplatz für Mittelstand und Kreative“ am 13.07.2011 in Stuttgart teilzunehmen?

Termine, Dauer und Inhalte des Bildungsprogramms von Prinzessin Häberle sind ganz besonders auf die besonderen Belange der Frau abgestimmt.
Kerstin Sturm: Die Idee der Wirtschaftsförderung war es, Kreative und Mittelstand zusammenzubringen. Und genau dasselbe machen wir als Unternehmen auch! Und so war es gar keine Frage, dass wir bei dieser Veranstaltung als Ausstellerinnen mitgemacht haben.
Business-on.de: Wurden Ihre Erwartungen erfüllt?
Kerstin Sturm: Nicht so ganz: es waren zwar viele Vertreter der Kreativbranche vor Ort, aber leider nicht ganz so viele Mittelständler. Vielleicht liegt das auch daran, dass die Vertreter der Kreativbranchen auf Geschäft und Umsatz hofften und der Mittelstand sich aber zuerst unverbindlich informieren möchte und daher eine solche Messeveranstaltung gegenwärtig für nicht so notwendig hält…
Vielleicht wäre es überdies sinnvoll, eine solche Veranstaltung thematisch zu konkretisieren – beispielsweise eine spezielle Veranstaltung zum Thema facebook, eine andere speziell zum Thema Messebau etc.
Die klassische Rollenverteilung Mann-Frau kann überwunden werden
Business-on.de: Wenn Sie einen Wunsch an die Politik oder die Verwaltung frei hätten: Was würden Sie sich wünschen?
Kerstin Sturm: Die gegenwärtige Situation ist immer noch durch die klassische Rollenverteilung zwischen Mann und Frau geprägt, obwohl Frauen beruflich viel Ehrgeiz haben. Der Spagat zwischen der erlernten Mutterrolle, der modernen Wuchtbrumme und der kompetenten Chefin ist total anstrengend und behindert in den verschiedensten Bereichen. Aus der Erfahrung meines Unternehmens heraus wünsche ich mir ganz besonders, dass sich die Kapazitäten bei der Kinderbetreuung deutlich erhöhen. Damit meine ich „Offene Kitas“, die altersgerechte Betreuungsprogramme anbieten und erweiterte Öffnungszeiten haben: es muss künftig möglich sein, dass Frauen, die ihrer Berufstätigkeit nachgehen wollen oder müssen, ihre Kinder ohne schlechtes Gewissen in einer qualifizierten Einrichtung unterbringen können. Das würde die angespannten Beziehungen innerhalb der Familie deutlich entlasten, die man bei berufstätigen Eltern und bei alleinerziehenden Elternteilen immer wieder antrifft. Hier liegt noch einiges im Argen, denn es gibt immer noch viel zu lange Wartezeiten!
In unserem Bildungsprogramm nehmen wir hierauf eine ganz besondere Rücksicht, in dem wir die Termine, die Dauer und auch die Inhalte auf die besonderen Belange der Frau abgestimmt haben.
Business-on.de: Müssten nicht auch Männer noch mehr dahingehend sensibilisiert werden, dass sie eine stärkere Rolle innerhalb der Familie und bei der Kindererziehung spielen müssten?
Kerstin Sturm: Ich bin der tiefen Überzeugung, dass Kinder ihre Mütter und Väter gleichermaßen brauchen! Gegenwärtig werden die Kinder immer noch viel zu oft um ihre Väter „betrogen“. Natürlich sollte das Betreuungsangebot verbessert werden, aber auch Väter sollten sich verstärkt um die Erziehung ihrer Kinder kümmern, indem sie ihre Vaterrolle aktiver annehmen.
Business-on.de: Frau Sturm, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
Das Interview führte Hasso Kraus.
(Redaktion)
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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1, 2, 3 © Prinzessin Häberle Inh. Kerstin Sturm
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Glaubt dieser 10% Minderheitspo litiker wirklich er kann mit seiner holtadipolta Methode die Schweiz beeindrucken??? ein MP will... - Guter Beitrag!
Hallo, mit gefällt der Beitrag! Sehr interessant ist auch dies hier: www.wie-verkaufen.de Gruß - -
mein letzter Kommentar wurde nicht gespeichert, offenbar sind hier nur Leiharbeitsbe fürworter erwünscht - -
contra: man kann ohne gesichertes Einkommen nur schwer eine Familie gründen. - Die Auferstehung ist ein Erkennt
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Diejenigen, die sagen: "Der Herr ist zuerst gestorben und dann auferstanden", sind im Irrtum....
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