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Hat MAN im Ausland auch mit Scheinfirmen operiert ?

Der Fahrzeugkonzern MAN soll Presseangaben zufolge für umfangreiche Aufträge aus dem Ausland Schmiergeld gezahlt und dabei auch mit Scheinrechnungen und Scheinfirmen operiert haben. Diesem Verdacht geht die Münchner Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen wegen Korruption gegen Mitarbeiter des Konzerns nach, berichtet die «Süddeutsche Zeitung» (Donnerstagausgabe, 07. Mai 2009) vorab. Die Strafverfolger prüfen danach offenbar Geschäfte des Konzerns in mehreren europäischen und afrikanischen Staaten, in die MAN Lastwagen und Busse verkauft hat, darunter auch Griechenland. Das Unternehmen wollte sich dazu auf Anfrage der Zeitung nicht äußern.

MAN ist dem Blatt zufolge in den Verdacht geraten, zwei verschiedene Bestechungs-Systeme betrieben zu haben, eines für das Inland und das andere für das Ausland. Bei internationalen Geschäften soll der Konzern fragwürdige Zahlungen über Beraterverträge, Scheinrechnungen, Scheinfirmen und in bar abgewickelt haben. Auf diese Weise seien lukrative Aufträge für Lkw und Busse sowohl von privaten wie auch staatlichen Unternehmen besorgt worden. Die Staatsanwaltschaft untersucht nach eigenen Angaben auch, ob
ausländische Amtsträger geschmiert wurden.

MAN hatte nach einer Großrazzia der Staatsanwaltschaft in der Münchner Konzernzentrale und 39 Niederlassungen in ganz Deutschland erklärt, die Ermittler untersuchten mutmaßliche «verdeckte Provisionszahlungen» zwischen 2002 und 2005. Es gehe um eine Million Euro im Inland und mehrere Millionen Euro im Ausland. Nach Informationen der Zeitung sollen sich die fragwürdigen Zahlungen im Ausland auf 15 Millionen Euro belaufen.

(Redaktion)


 


 

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