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Gesundheit/Hausarztvertrag

Hausarztvertrag der AOK soll auf Fachärzte ausgeweitet werden

Mehr als 3000 Ärzte und gut 610 000 Versicherte sind inzwischen in den Hausarztvertrag der AOK Baden-Württemberg eingebunden. Das teilte die Krankenkasse am Dienstag (28.07.2009) in Stuttgart anlässlich der Ein-Jahres-Bilanz des neuartigen Versorgungssystems mit. Als nächster Schritt sei eine Vernetzung mit Fachärzten vorgesehen, kündigte Vorstandschef Rolf Hoberg an. Mit Kardiologen sollen sich die Vertragsverhandlungen bereits in der Endphase befinden.

Die AOK Baden-Württemberg hatte zum 1. Juli 2008 den bundesweit ersten eigenständigen Hausarztvertrag außerhalb des Systems der Kassenärztlichen Vereinigungen abgeschlossen. Bei der sogenannten hausarztzentrierten Versorgung ist der Hausarzt stets der erste Ansprechpartner des Patienten und steuert dabei auch die weitergehende Behandlung bei Fachärzten oder im Krankenhaus. Die Vergütung erfolgt über Euro-Pauschalen. Für Patienten bietet der Vertrag unter anderem den Vorteil, dass sie bei der Verschreibung rabattierter Medikamente keine Zuzahlungen leisten müssen.

«In diesem Vertrag gibt es nur Gewinner», sagte AOK-Vize Christopher Hermann. Für die Ärzte bedeute die Teilnahme eine Honorierung, die um 30 Prozent über dem Durchschnitt im Kollektivsystem liege. Pro Patient und Quartal würden mindestens 80 Euro bezahlt. Auch werde mit dem Vertrag die Versorgung sichergestellt, da er dem «Aussterben der Spezies Hausarzt» entgegenwirke.

Der Vorsitzende des Ärzteverbands MEDI Baden-Württemberg, Werner Baumgärtner, geht davon aus, dass sich letztlich bis zu 5000 Ärzte dem Vertrag anschließen werden. Derzeit würden einige noch durch hohe Vorleistungen bei der EDV-Ausstattung abgeschreckt, räumte er ein. Mit über 3000 Ärzten sei man jedoch bereits über dem für 2009 anvisierten Wert.

Die AOK Baden-Württemberg, die 3,7 Millionen Versicherte hat, erhofft sich trotz der höheren Ärztehonorare im Endeffekt Einsparungen, etwa durch die Vermeidung von Mehrfachuntersuchungen. Konkrete Zahlen, etwa zur Anzahl der Arzt-Patient-Kontakte im Hausarztsystem, konnte die Kasse noch nicht vorlegen.

(Redaktion)


 


 

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