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Mit 280.000 Studenten so viele wie noch nie - Liberale Hochschulgruppen gegen Streik

Noch nie hat es in Baden-Württemberg so viele Studenten gegeben wie in diesem Wintersemester. Die Zahl der Studierenden stieg auf einen neuen Höchstwert von über 280 000, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch, 25.11.2009, in Stuttgart mitteilte.

Das sind über 20 000 mehr als noch vor einem Jahr. Grund dafür ist vor allem eine Änderung der Definition der acht Berufsakademien, die nun ebenfalls formal als Hochschulen gelten. Um 19 Prozent stiegen dadurch die Studentenzahlen. Aber auch ohne die Einberechnung der Berufsakademien hätte die Zahl der Eingeschriebenen mit einem Plus von 8 Prozent einen neuen historischen Bestwert erzielt, wie die Statistiker betonten.

Insgesamt gibt es im Land 70 Hochschulen. Der Frauenanteil liegt stabil bei gut 47 Prozent.

Die Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg (LHG-BW) lehnen derweil den an einigen Hochschulen des Landes stattfindenden Bildungsstreik entschieden ab. Im Zuge der Proteste hat sich deutlich gezeigt, dass dieser von linken Gruppierungen initiierte Bildungsstreik nur ein Ziel verfolgt: junge Menschen für linke Ideen zu gewinnen. Nicht die breite Masse der Studierenden geht auf die Straße, sondern die Anhänger von MLPD, Antifa und Solid

Die Liberalen Hochschulgruppen sagen deutlich, dass hier unter keinen Umständen von einem Protest der Studentenschaft gesprochen werden könne, da sich nur eine verschwindend geringe Anzahl von Studenten an diesem beteilige. Mit der Besetzung von Hörsälen schade eine protestierende Minderheit ihren Kommilitonen, indem Lehrveranstaltungen ihrer Kompromisslosigkeit zum Opfer fallen. Unbeteiligten werde so der „Boykott“ aufgezwungen. Die Besetzung von Hörsälen schädige höchstens das Ansehen aller Studierenden in der Öffentlichkeit.

So fordern die Liberalen Hochschulgruppen deutliche Korrekturen an Bologna für mehr Freiheit und Selbstbestimmung in Bachelor- und Master-Studiengängen und ein Ende der fortschreitenden Verschulung! Zudem müssten künftig die Studiengebühren bessers verwendet werden, nämlich nicht für die bloße Aufrechterhaltung des Regelbetriebs der Hochschulen sondern stattdessen für eine qualitative Verbesserung des Studienbetriebs ("StudiumPlus"). Schließlich fordern die LHG-BW die Einführung von Studentenparlamenten.

(Redaktion)


 


 

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