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Schwarzarbeit/Bauwirtschaft

IG BAU beklagt Ausmaß der Schwarzarbeit im Südwesten

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) beklagt das Ausmaß der Schwarzarbeit in Baden-Württemberg. Allein im ersten Halbjahr 2009 hätten die Hauptzollämter Karlsruhe, Stuttgart, Heilbronn, Lörrach, Singen und Ulm fast 14 500 Verfahren wegen entsprechender Delikte eingeleitet, teilte die Gewerkschaft am Donnerstag, 03.09.2009, in Stuttgart mit. Ein Großteil davon betreffe die Baubranche.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit der Hauptzollämter habe in der ersten Jahreshälfte Bußgelder in Höhe von knapp 4,8 Millionen Euro verhängt. In den sechs Monaten sei eine Schadenssumme von knapp 74,4 Millionen Euro ermittelt worden. Mehr als 37,3 Millionen Euro davon seien nicht gezahlte Abgaben an die Sozialversicherungen. 

«Dumpinglohn-Firmen machen den Markt mit Kampfpreisen kaputt», kritisierte der Regionalleiter der IG BAU, Nikolaus Landgraf. «Sie betreiben organisierte Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung im großen Stil. Ihre Arbeiter speisen sie meist mit Hungerlöhnen ab.» Landgraf betonte, die Schattenwirtschaft vernichte Arbeitsplätze. Niedriglohn-Firmen und Betriebe, die Sozialabgaben nicht abführten oder Steuern hinterzögen, dürften bei Bauvorhaben keine Chance mehr haben, forderte der Gewerkschafter. Nötig seien zudem mehr Zoll -Kontrollen. Dazu brauche die Finanzkontrolle Schwarzarbeit allerdings mehr Fahnder.

(Redaktion)


 


 

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