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Tarifverhandlungen

IG Metall fordert Verhandlungen zum Erhalt von Arbeitsplätzen

Der baden-württembergische IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann will noch vor der Tarifrunde 2010 mit den Arbeitgebern über die Sicherung von Arbeitsplätzen verhandeln. Sobald die neue Bundesregierung beschlossen habe, wie es mit der Kurzarbeit weitergehe, müsse sich der Arbeitgeberverband Südwestmetall «umgehend» mit der Gewerkschaft an einen Tisch setzen.

Dies forderte Jörg Hofmann am Mittwoch, 04.11.2009, auf einer Konferenz der IG Metall in Böblingen. Es müssten Wege und Mittel zur Beschäftigungssicherung ausgelotet werden.

«Die Zeit drängt», warnte Hofmann. Die Sicherung von Arbeitsplätzen könne nicht erst in der Tarifrunde im Frühjahr behandelt werden. Er schlug vor, etwa den bestehenden Beschäftigungssicherungstarifvertrag auszubauen. Bislang ermöglicht dieser, die Wochenarbeitszeit von 35 auf 30 Stunden bei einer entsprechenden Einkommenskürzung zu senken. Hofmann sagte, er könne sich künftig - bei einem von den Arbeitgebern gezahlten Teillohnausgleich - in bestimmten Bereichen eine Senkung auf 28 Stunden pro Woche vorstellen, was einer Vier-Tage-Woche entsprechen würde.

IG-Metall-Chef Berthold Huber forderte auf der Konferenz sowohl die Politik als auch die Arbeitgeber auf, Arbeitsplätze zu sichern. «Keine Entlassungen», das müsse die zentrale Forderung in diesem und im kommenden Jahr bleiben. Die IG Metall werde für den Erhalt von Betrieben und Arbeitsplätzen kämpfen, betonte Huber. Sie sei zum Konflikt bereit, wenn die Politik nicht dem Wohle der Allgemeinheit diene. Die Bundesregierung forderte er auf, die Regelungen zur Kurzarbeit zu verlängern.

Südwestmetall-Hauptgeschäftsführer Peer-Michael Dick sagte, Verhandlungen über Beschäftigungssicherung seien dann sinnvoll, wenn auch über die dabei entstehenden Kosten geredet werde. Die Unternehmen könnten diese nicht alleine schultern. Dick hob hervor, dass die Betriebe seit Beginn der Krise bereits Milliardenbeträge in die Sicherung von Arbeitsplätzen investiert hätten. Bei dramatischen Umsatzeinbrüchen von 30 Prozent habe die baden-württembergische Metall- und Elektroindustrie 94 Prozent der Belegschaften gehalten.

Mit Blick auf die Tarifrunde 2010 sagte Dick, bevor ans Verteilen gedacht werde, müssten die Rückschläge erst wieder aufgeholt werden.

(Redaktion)


 


 

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