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Wirtschaft/Immobilien

Immobilienmarkt lockt antizyklische Investoren

Nachdem mittlerweile die Marktkorrektur nach der Immobilienkrise zum größten Teil abgeschlossen ist, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um auf dem europäischen Immobilienmarkt antizyklische Investitionen zu tätigen. Wichtig ist aber, allen guten Prognosen zum Trotz noch nichts zu überstürzen. Laut einer Einschätzung von Spezialisten der Deka-Bank zieht sich der Zeitraum für Kapitalwertgewinne für antizyklische Anlagen in der jetzigen Phase der Rezession bis in das Jahr 2011. Deshalb sollte man sich zwar überlegen, ob man mit einsteigen will, muss aber keine übereilten Käufe tätigen.

Die Einschätzung des Immobilienmarktes sieht zwar auch einen erneuten Anstieg der Bürospitzenrendite im zweiten und dritten Quartal auf 6,4 Prozent, aber in den Folgejahren sollte dieser langsam aber sicher bis 2013 wieder auf 5,8 Prozent sinken. Im Gegensatz zu dieser Prognose für den gesamteuropäischen Markt sollte die deutsche Spitzenrendite mit 5,5 Prozent recht stabil bleiben. Angesichts dieser Entwicklung können speziell auf den zyklischen Märkten für Paris, London, Barcelona oder Madrid die stärksten Gewinne erzielt werden. Ganz im Gegensatz zu Skandinavien, wo die Situation noch wieder anders aussieht.

Amerikanischer Markt mit Vorsicht zu genießen

Trotz dieser positiven Investitionsaussichten für den europäischen Markt sollte man im amerikanischen Sektor immer noch vorsichtig sein. Die Bodenbildung im Bereich der gewerblichen Immobilien wird dort Prognosen zufolge erst deutlich zeitverzögert zum Zuge kommen. Dort spielen speziell auf dem Markt der Büro-Immobilien immer noch die verbrieften Kredite eine sehr große Rolle, die ihn aber auch weiterhin gefährden. Denn hier laufen  sowohl in diesem, als auch im nächsten Jahr noch einige Finanzierungen aus, was wiederum größere Verwerfungen verursachen könnte.

In Deutschland boomt Gebrauchtimmobilienmarkt

Doch nicht nur gewerbliche Immobilien ziehen langsam wieder an, auch im privaten Bereich erholt sich der Markt wieder. Allerdings wird kaum noch selbst gebaut, sondern sowohl Investoren als auch private, bzw. gewerbliche Nutzer suchen derzeit sehr verstärkt nach Immobilien aus zweiter Hand. Hier versuchen private Anleger seit einigen Monaten immer häufiger ihre finanzielle Zukunft abzusichern. Lohnend ist es jetzt vor allem deshalb, weil die Preise derzeit immer noch recht niedrig sind, genauso wie die Zinsen. Das wird sich in naher Zukunft aber ändern, denn obwohl derzeit eine hohe Nachfrage herrscht, kommt das Angebot nicht hinterher.

Der Immobilienmarkt im Bereich der Miet-Immobilien hat sich dagegen nicht stark verändert. Immer noch herrscht in den Großstädten zu hohe Nachfrage bei zu kleinem Angebot, andernorts sieht die Lage ähnlich aus. Steigende Nebenkosten durch erhöhte Energiepreise kommen noch hinzu, weshalb sich vor allem junge Paare heutzutage eher überlegen, eine Immobilie zu kaufen, als zu mieten. Immobilien in Großstädten, wie beispielsweise "Immobilien Berlin mieten", werden immer gefragter, doch die Hürden für die Besitzer dank neuer Regelungen in punkto Energieausweis nicht einfacher. Es wird sich zeigen, in welche Richtung sich dieser Markt noch entwickeln wird.

(Redaktion)


 


 

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