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Können sich Deutsche Immobilien leisten - im Vergleich vor 40 Jahren?

Trotz steigender Preise: Deutsche können sich Immobilien eher leisten als vor vierzig Jahren

Entwicklung der Immobilienpreise in 22 Staaten im Überblick

Kein Zweifel. Die Immobilienpreise in Deutschland steigen. Im Vergleich mit dem Jahr 1975 lag der Preis einer Immobilie 2018 nominal rund 171 Prozent höher. Wird die Inflation herausgerechnet, bleibt immer noch ein realer Anstieg um ca. 130 Prozent. „Was dramatisch klingt, relativiert sich indes, wenn wir die Einkommensentwicklung heranziehen“, erklärt Daniel Franke, Betreiber des Fachportals Kreditvergleich.net. So findet sich beim Nettoeinkommen zwischen 1975 und 2017 ein Wachstum um 731 Prozent. Aktuelle Zahlen für 2018 dürften diese Tendenz kaum ändern.

„Entsprechend zeigt unser Erschwinglichkeitsindex für Deutschland einen positiven Wert von 124,6 Punkten. 100 Punkte dienen als Ausgangswert und je höher der Indexwert, desto mehr Immobilie können Deutsche sich für ihr Einkommen leisten“, so Daniel Franke weiter.

Der aktuelle Erschwinglichkeitsindex: https://www.kreditvergleich.net/statistiken/immobilienpreise/

Nur in sechs Staaten werden Immobilien erschwinglicher
Die Erschwinglichkeit wurde für insgesamt 22 Staaten weltweit berechnet. Wie sich zeigt, stieg der Wert in lediglich sechs Ländern seit 1995 an, d. h. in diesen Regionen sind Immobilien heute erschwinglicher als damals. In Deutschland kletterte die Erschwinglichkeit prinzipiell um fast 75 Prozent. Ebenfalls erschwinglicher sind Immobilien in Italien (17,8 Prozent), Japan (207,0 Prozent), der Schweiz (44,5 Prozent), Spanien (2,1 Prozent) und Südkorea (49,0 Prozent).
Anders sieht es hingegen in Australien, Großbritannien, Kanada, Luxemburg, Neuseeland oder Schweden aus. Hier sank die Erschwinglichkeit von 1995 bis 2017 zwischen 42,4 und 49,6 Prozent. In der Regel stieg das Einkommen weniger schnell als die Immobilienpreise anzogen. Schlusslicht: Südafrika. Einem Anstieg bei den Immobilienpreisen von rund 828,8 Prozent steht ein Einkommensanstieg von lediglich 193,7 Prozent in 22 Jahren gegenüber. Entsprechend hat sich die Erschwinglichkeit um 76,6 Prozent verschlechtert.
Zusätzlich zu dieser Betrachtung gibt es einen weltweiten Erschwinglichkeitsindex, der das Zeitfenster zwischen 1975 und 2017 betrachtet.

So wird der Index berechnet
Der Erschwinglichkeitsindex errechnet sich auf Basis der Entwicklung der Immobilienpreise, welche das Globalization and Monetary Policy Institute der Federal Reserve Bank (FED) of Dallas jährlich veröffentlicht. Darüber hinaus zieht Kreditvergleich.net die OECD-Daten zur Entwicklung der durchschnittlichen Nettoeinkommen in den verschiedenen Staaten heran.
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(Redaktion)


 


 

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