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Die erste Geige

In Nordrhein-Westfalen startete vor einigen Jahren eine Initiative, die sich als Ziel auf die Fahnen geschrieben hat, jedem Kind ein Instrument zu ermöglichen. Mit ihrem Engagement will die Stiftung erreichen, dass wieder mehr Kinder in jungen Jahren ein Instrument erlernen. Denn was früher einfach dazu gehörte, ist zu unserer Zeit zunehmend ins Hintertreffen geraten. Längst nicht jedes Kind, erst recht nicht jenes aus sozial schwächeren Familien, bekommt noch die Möglichkeit, ein Instrument zu erlernen.

Musik für Alle

Der Musikunterricht in der Schule kann es kaum leisten, einzelne Kinder gesondert in die Musik einzuführen. Über Singspiele und gelegentliches Pauke- oder Tambourinschlagen, geht der Musikunterricht in Grundschulen kaum noch hinaus. Und die Eltern zu Hause schaffen es oft auch nicht. Während es für die vorangegangene Generation fast noch eine Selbstverständlichkeit war, dass man in seiner Kindheit zumindest ein Instrument wie Blockflöte oder Gitarre lernte, ist man damit heute die exotische Ausnahme schlechthin geworden. Dank der oben genannten Stiftung können Kinder aber jetzt auch ohne die Initiative von Eltern oder Fachlehrer oder Fachlehrerin ganz unverbindlich ein Instrument kennenlernen. Ist der erste Kontakt zum Instrument erst einmal hergestellt, finden wohl viele Kinder von alleine zu wachsender Begeisterung für die Musik.

Gemeinschaftliches Musizieren

Wer sich schon einmal selbst mit stundenlangem Üben und Tonleiterübungen abgemüht hat und seine Familienmitglieder zu Hause mit wahrhaftig kläglichen Streichversuchen auf der Geige zum Wahnsinn getrieben hat, der kann sich vorstellen, dass sowohl das Üben als auch das Spielen in der Gruppe mehr Spaß macht. Unter dem Schutz der Gemeinschaft greift es sich gleich viel hemmungsloser in die Saiten und die ersten Misstöne gehen unauffällig in der allgemeinen Kakophonie des Instrumente Ausprobierens unter. Dazu kommt, dass die Übungssessions in der Gruppe und der vielleicht schon bald darauf folgende Versuch eines gemeinschaftlichen Konzerts, nicht selten genau den Ehrgeiz in den kleinen Musikanten wachruft, der für ausdauerndes Üben zu Hause wichtig ist. Das Mithalten mit Gleichaltrigen ist für Kinder ein viel größerer Ansporn sein Spiel zu verbessern, als es das reine Üben für das zufriedene Gesicht der Musiklehrerin ist. Auch werden die Ergebnisse nicht nur auf der ein oder anderen obligatorischen Familienfeier aufgeführt, sondern die Musikanten bekommen die Gelegenheit zu regelmäßigen Gastspielen in der Aula ihrer Schule oder in einem vergleichbarem Rahmen. Das bringt nicht nur Spaß und fördert das Selbstbewusstsein der Kinder, sondern veranlasst sie auch dazu, länger bei der Stange zu bleiben, da sie nicht allein zum Unterricht müssen, während ihre Freunde etwas anderes unternehmen.

Keine Benachteiligung

Nicht nur in vergangener Zeit war das Spielen eines Instruments ein Privileg der Reichen und Wohlhabenden. Das ist auch heute noch so und schaut man sich die Anschaffungspreise für Musikinstrumente an, ist es mehr als verständlich, dass gerade Eltern, die auf ihre Ausgaben achten müssen, sich außerstande fühlen ihrem Kind auf Verdacht ein solch teures Instrument zu kaufen. Was ist, wenn es nach zwei Wochen keine Lust mehr hat? Der Schnupperunterricht an den Grundschulen ist daher eine ideale Möglichkeit erst einmal zu sehen, ob die Kinder sich auch dauerhaft für die selbstgemachte Musik begeistern können, dann kann man immer noch überlegen, wann sich die Anschaffung der ersten eigenen Geige - oder eines beliebigen anderen Instruments - lohnt.

(Redaktion)


 

 

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