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Jaguar/LandRover

Der "neue" Lightweight E-TYPE - Limitiert auf sechs Stück

Der E-TYPE ist eine Ikone, und der Lightweight E-TYPE der begehrteste von allen. Geplant waren 18, gebaut wurden nur 12 - nun wurde die geplante Produktion auf 18 Fahrzeuge komplettiert. 51 Jahren später - eine Chance die Jaguar Heritage ergriffen hat.

Jaguar Land Rover Special Operations präsentiert den "neuen" Lightweight E-TYPE - Präzisionsarbeit von höchst erfahrenen Jaguar Handwerkern. Der neue Lightweight E-TYPE ist die erste Neuschöpfung von Jaguar Heritage, eine Abteilung von Jaguar Land Rover Special Operations. Sie führt ab sofort auch den Service und die Restauration klassischer Jaguar Modelle durch.

Von geplanten 18 "Special GT E-TYPE" wurden 1963 nur zwölf gebaut. Die sechs "neuen" Lightweight E-TYPE, die jetzt für Kunden nach Originalplänen gebaut wurden, erhalten eine fortlaufende Fahrgestellnummer (13 - 18).

Endmontage in den neuen Jaguar Heritage Werkhallen am historischen Stammsitz Browns Lane
Für die Produktion des Lightweight hat Jaguar Heritage auf die hauseigenen und großen Engineering- und Design-Ressourcen zurückgegriffen sowie auch das führende Know-how von Jaguar im Bereich der Aluminium Technologie genutzt. Beim Lightweight E-TYPE bestehen das Monocoque-Chassis sowie die Karosserie mit Türen, Kofferraumdeckel, Hardtop und Motorhaube aus Aluminium. Alle Teile wurden gemäß den exakten Standards montiert.

Auch der Sechszylinder-XK-Motor spiegelt den Originalzustand wieder: Mit Aluminiumblock, asymmetrischem "wide angle" Aluminium-Zylinderkopf und Trockensumpfschmierung. Die Fahrzeuge werden als klassische Rennfahrzeuge geführt und können nach den FIA Regeln für den historischen Motorsport homologiert werden.

Nur zwölf Original Lightweight E-TYPE wurden gebaut; alle bis auf einen verließen die Browns Lane Rennsport Abteilung noch 1963 (nur das letzte Fahrzeug wurde erst 1964 ausgeliefert) 

Der erste Prototyp der neuen E-TYPE Lightweight-Edition - "Car Zero" - wird am 14. August zur Eröffnung des Pebble Beach Wochenendes präsentiert - die weltweit renommierteste Veranstaltung für klassische Automobile.

"Die Aufgabe von Special Operations ist es, die Leidenschaft unserer anspruchsvollsten und enthusiastischsten Kunden für unsere Autos zu bedienen - auch für jene Modelle aus der Vergangenheit. Das war unser Bestreben bei der Gründung von Jaguar Heritage und der Grund dafür, dass der neue Lightweight E-TYPE so ein unglaublich spannendes Projekt ist.

Der E-TYPE ist eine Ikone, und der Lightweight E-TYPE der begehrteste von allen. In der Lage zu sein, die geplante Produktion von 18 Fahrzeugen nach 51 Jahren zu komplettieren, war eine Chance, die wir nicht verpassen konnten." John Edwards, Managing Director , Jaguar Land Rover Special Operations


Der in seiner kurzen Motorsportkarriere von berühmten Fahrern pilotierte E-TYPE Lightweight genießt unter Sammlern und Liebhabern einen weltweit legendären Ruf; der Wert von Original-Exemplaren geht mittlerweile in die Millionen. Bei der Wiederbelebung des Mythos Lightweight konnte Jaguar Heritage auf die überragende Handwerkskunst und Erfahrung talentierter Ingenieure und Techniker zurückgreifen, die aktuell in diversen Abteilungen von Jaguar tätig sind.

Einige dieser Spezialisten haben sogar eine zumindest indirekte Beziehung zum historischen E-TYPE: Ein Ingenieur schätzt, dass seine Familie - darunter seine Großeltern, sein Vater und sein Onkel - auf zusammengerechnet 170 Dienstjahre bei Jaguar zurückblicken kann.

Die in das neue Projekt eingeflossene Expertise und Liebe zum Detail ist außergewöhnlich. Jaguar setzte alle verfügbaren Ressourcen ein, um die sechs neuen Lightweights nicht nur absolut authentisch, sondern auch mit den höchsten Qualitätsstandards neu aufleben zu lassen.

So werden die glücklichen sechs Kunden eines der seltensten Objekte der Automobilgeschichte erwerben - einen brandneuen Lightweight E-TYPE, per Hand gefertigt in Browns Lane und keinen Deut weniger begehrenswert als eines der Originale.

"Der Aufbau von sechs mit großer Sorgfalt hergestellten Lightweight E-TYPEs in den neuen Werkhallen von Browns Lane dokumentiert die einzigartigen Handwerkskünste unseres Teams. Dass diese Fähigkeiten nun auch den existierenden Besitzern klassischer Jaguar Modelle in Form von Service und Restaurierungsarbeiten zugutekommen, macht die Zeit für Jaguar Heritage besonders spannend." Derek Weale, Direktor, Jaguar Heritage

DAS LIGHTWEIGHT E-TYPE PROJEKT IM DETAIL
ENTWICKLUNG

Die Karosserie

Die Kernkomponente des Lightweight E-TYPE ist seine Aluminium-Karosserie. Das Leichtmetall ersetzt den Stahl des Standard E-Type - 114 Kilogramm konnte Jaguar so im Vergleich zum Serienmodell einsparen.

Trotz einer Lücke von über 50 Jahren zeigt die Aluminium-Bauweise der sechs neuen Leichtgewichte eine unmittelbare Verwandtschaft zu den aktuellen Jaguar-Modellen. Denn der F-TYPE und der XJ werden aus dem gleichen Grund wie das historische Vorbild mit Aluminium-Karosserien gebaut. In der Tat ist Jaguar heute der weltweit führende Hersteller von Autos aus Aluminium und das Unternehmen hat schon verhältnismäßig viel Erfahrung in dem immer noch relativ neuen Feld der Anwendung von Aluminium-Technologien bei Serienautos sammeln können.

Als die heutigen Jaguar-Ingenieure mit der Arbeit an der Aluminium-Karosserie des Lightweight E-TYPE beauftragt wurden, konnten sie auf das Wissen, das ihre Vorgänger schon vor über 50 Jahren angesammelt hatten, zurückgreifen. Doch trotz der enormen Fortschritte, die seit den frühen 1960er Jahren bei dieser Technologie gemacht wurden, traf man bewusst die Entscheidung, keine modernen Materialien oder Befestigungsmethoden einzusetzen. Wären hochfeste Aluminiumlegierungen und Verbundstrukturen unsichtbar, würden sie nicht dem ursprünglichen Entwurf entsprechen - und außerdem auch nicht die Anforderungen für eine FIA Homologation für historische Rennwagen erfüllen.

Dennoch wurde modernste Technologie eingesetzt, um die bestmögliche Qualität und eine extrem originalgetreue Nachbildung der Karosseriekomponenten des Lightweight E-TYPE als offenen Zweisitzer zu gewährleisten. Mittels State-of-the-Art-Scan-Technologie wurden die inneren und äußeren Oberflächen der Leichtbau-Karosserie digital abgebildet.

Die daraus resultierende detaillierte Abtastung erfasst die Dimensionen und Formen auf den Bruchteil eines Millimeters genau. Diese wurden anschließend von Jaguar Technikern beurteilt, um zu überprüfen, wie die Rohkarosserie in den 1960er Jahren zusammengebaut wurde. Entscheidend auch die Frage, wie deckungsgleich die Struktur im Vergleich beider Seiten des Fahrzeugs war und wie man mit heutigen Methoden die höchste Qualität beim Neuaufbau erreichen konnte.

Indem dieser digitale Erfassungsprozess den Jaguar Ingenieuren die komplette Kontrolle über alle 230 Einzelteile einer Lightweight E-TYPE-Karosserie verschaffte, konnten ihre Formen vor dem Datentransfer in den Werkzeugraum des Entwicklungscenters Whitley nochmals optimiert werden. Selbst von außen unsichtbare Bleche konnten so authentisch reproduziert werden. Mit Blick auf eine absolute Symmetrie wurde eine Seite der gescannten Karosserie als Bezugsmaß genommen, diese dann "umgedreht", um so auf der gegenüberliegenden Seite identische Maße und Formen zu erzielen.

Zusätzlich wurde vor der Produktionsfreigabe der äußere "A-Surface"-CAD-Scan an das Jaguar Design Studio weitergeleitet, wo die Oberflächen Geometrie finalisiert wurde. Der Lohn dieser akribischen Arbeit: Alle Werkzeuge, die einen Großteil der neuen Karosserieteile fertigen, sind so akkurat wie nur irgend möglich.

Rund 75 Prozent aller Bleche für den neuen E-TYPE-Lightweight werden direkt in Whitley produziert; nur einige sehr große Pressteile hat Jaguar an externe Spezialisten vergeben, die diese mit von Jaguar entwickelten Werkzeugen herstellen. Die für den Unterbau und die Oberflächenbleche verwendeten Aluminium-Legierungen sind in punkto mechanischer Eigenschaften fast identisch mit den 1963 verwendeten Werkstoffen. Genau genommen entspricht die Struktur dem letzten 1963 gebauten Chassis Nummer 12 - es verfügte bereits über einige Verstärkungen in kritischen Bereichen der Karosserie. Das Aluminium Monocoque wird dann durch den Anbau der Türen, der Haube und dem Kofferraumdeckel komplettiert. Auch diese bestehen ebenso wie das serienmäßige Hardtop aus Leichtmetall.

Die Entwicklung der Werkzeuge für die Rohkarosserie oblag jener Abteilung, die heute auch alle Jaguar Land Rover Prototypen aufbaut. Der Aufbau-Prozess und die Montage Schritte wurden zunächst am in Pebble Beach erstmals gezeigten "Car Zero"-Prototypen getestet - ein Entwicklungsprototyp, der im Gegensatz zu den folgenden sechs Kundenfahrzeugen keine eigene Chassisnummer erhält und auch nicht verkauft wird.

Als weitere Analogie zu den Serien-Jaguar der Gegenwart schrieben die Ingenieure auch für das Lightweight E-TYPE-Project ein "graues Buch". Dieses interne Dokument formuliert alle Qualitätsanforderungen in Bezug auf die Passgenauigkeit aller Karosserieteile und sichert eine gleichbleibend hohe Fertigungsgüte für alle neuen sechs Lightweight Exemplare.

Serienmäßig erhalten die Fahrzeuge einen Überrollkäfig; darüber hinaus finden sich an der Karosserie Aufhängungspunkte für eine optional erhältliche abnehmbare Frontpartie. Die Modelle sind vorbereitet für eine Homologation durch die FIA - und damit berechtigt zur Teilnahme an hochkarätigen Classic Car-Rennmeetings.

Motor und Antriebsstrang
Der Lightweight E-TYPE wurde von einer hochentwickelten Version des berühmten Reihensechszylinder-XK-Motors von Jaguar angetrieben. Erstmals 1948 im XK 120 eingesetzt, galt er mit seinen per Kette angetriebenen oberen Nockenwellen und halbkugelförmigen Brennkammern im Aluminium-Zylinderkopf auch 1963 noch als hochmodern.

Es war auch dieser Motor, der den Jaguar C- und D-TYPES in den 1950er Jahren zu insgesamt fünf Le Mans-Siegen verhalf. Das Triebwerk des Lightweight E-TYPE basierte direkt auf jenem 3.868 cm3 großen Aggregat, mit dem 1957 ein D-TYPE letztmals die "24 Stunden" gewann. Es übernahm einen ähnlichen "Wide angle"-Zylinderkopf mit größeren Ventilen, verringerte jedoch dank eines aus Aluminium statt Grauguss gefertigten Zylinderblocks das Gewicht über den Vorderrädern. Diese Bauweise hat Jaguar auch im modernen Nachbau wiederholt, zusammen mit eingepressten Stahlbuchsen.

Eine weitere wichtige und vom D-TYPE übernommene Innovation ist die Trockensumpfschmierung. Sie arbeitet mit einer Absaugpumpe, die Öl aus dem Sumpf sammelt und es in einen separaten Tank im Motorraum zurückführt. So wird verhindert, dass bei schneller Kurvenfahrt und scharfer Verzögerung die Schmierung kurzfristig abfällt und dadurch die Motorlager Schaden nehmen. Zugleich erlaubt eine Trockensumpfschmierung die Mitnahme einer größeren Menge an Öl.

Das Verdichtungsverhältnis beträgt 10:1; die Gemischaufbereitung besorgen beim modernen Nachbau des E-TYPE Lightweight drei Weber Doppelvergaser des Typs 45DCO3. Gegen Aufpreis bietet Jaguar aber auch die auch im "Car Zero" installierte mechanische Lucas-Einspritzung an. Der stählerne Auspuffkrümmer führt die Abgase in zwei Rohre, die sie dann weiter zu einem zentralen Schalldämpfer am Heck leiten. Dort mündet das Auspuffsystem in zwei polierten Endstücken.

Egal ob nun per Vergaser oder Einspritzung versorgt - die Leistung des XK-Motor liegt in beiden Fällen bei weit über 300 PS. Das maximale Drehmoment von 380 Nm wird bei 4.500 U/min abgerufen. Zügig ist der Antritt aber auch aus vergleichsweise niedrigen Drehzahlen - eine traditionelle Stärke aller Jaguar Rennmotoren.

Für das Elektrosystem verwendet Jaguar eine 12 Volt Anlage mit negativer Erdung, während der Motor von einem modernen Schwungkraftanlasser profitiert. Wasser- und Ölkühler bestehen aus Aluminium, es gibt einen ebenfalls aus Leichtmetall gefertigten Ausdehnungstank für das Kühlwasser sowie - aus Sicherheitsgründen - einen Tankeinfüllstutzen mit Sicherungsnetz.

Die Motorkraft gelangt über ein leichtes und mit niedrigem Trägheitsmoment aufwartendes Schwungrad, eine Einscheiben-Trockenkupplung und das auch in den historischen Fahrzeugen verwendete und vollsynchronisierte Jaguar Vierganggetriebe an die Hinterräder. Es ist sportlich eng abgestimmt und wird in Verbindung mit einem Powr-Lok Sperrdifferential und einer Achsantriebsübersetzung von 3,31 ausgeliefert. Auf Wunsch hat Jaguar weitere Übersetzungen im Angebot.

Aufhängungen, Lenkung und Bremsen
Auch das Fahrwerk bleibt dem Original-Entwurf treu. Was heißt: Vorderachse an doppelten Querlenkern und eine hintere Einzelradaufhängung mit weit ausgreifenden Dreieckslenkern, bei der die Antriebswellen als obere Querlenker fungieren. Auf Motorsporteinsätze ausgelegte Stoßdämpfer wirken auf die vorderen Drehstabfedern und gleich vier Schraubenfedern (zwei pro Seite) an der Hinterachse.

Bei der Lenkung griff Jaguar auf die exzellente und schon beim Standard-E-TYPE serienmäßige Zahnstangen-Konstruktion zurück; komplettiert um ein für jene Ära stilbildendes Lenkrad mit Holzkranz. Während die hinteren Scheibenbremsen vom "zivilen" E-TYPE stammen, kommen an der Vorderachse größere Scheiben mit 305 Millimeter Durchmesser zum Einbau. Eine Servounterstützung hingegen entfällt.

Die 15- Zoll -Felgen präsentieren sich im zeitgenössischen, "perforierten" Design und sind wie die Originale aus Magnesium gegossen. Die Felgenbreite beträgt sieben Zoll für die Vorder- und acht Zoll für die Hinterachse. Darauf aufgezogen sind Dunlop Rennreifen der Größen 6.00 (vorn) und 6.50 (hinten), jeweils in der Mischung CR65.

Endmontage
Das Monocoque-Chassis wird in Whitley gebaut, wo es zur Aufnahme des Motors mit dem vorderen Hilfsrahmen - einer Rohrrahmenkonstruktion - vermählt wird. Analog zum Original-Lightweight wird es dann noch mit Knotenblechen verstärkt und anschließend zur Lackierung an den Jaguar Land Rover-Standort Gaydon gebracht. Von dort erfolgt der Weitertransport zu Jaguar Heritage in Browns Lane, wo das Fahrzeug seinen Antriebsstrang, die Achsen und Aufhängungen, die Bremsen, die Lenkung, die elektrischen Komponenten, den Instrumententräger und die übrigen Innenraumteile wie auch die Sitze erhält.

Die Endmontage läuft in einem Bereich der neuen Werkstatt ab, der nur wenige hundert Meter von jenem Ort entfernt ist, an dem 1963 die bislang zwölf Original-Modelle gebaut wurden. Ausgeführt wird die Arbeit von hochqualifizierten Technikern und Handwerken, die sonst damit beschäftigt sind, selbst extrem komplexe Jaguar Land Rover Prototypen meisterlich zusammenzubauen.

In dieser Phase beginnt zugleich die persönliche Kontaktaufnahme mit dem künftigen Kunden des Fahrzeugs. Schließlich bestimmt er die finale Spezifikation - und so wird (wie schon 1963) erneut kein E-TYPE Lightweight exakt einem anderen gleichen.

"Car Zero" musste sich auf dem Jaguar Land Rover Testgelände Gaydon einem 15-tägigen Testprogramm unterziehen. Da es vor allem um die Fahrdynamik und die dazu erforderlichen Fahrwerkseinstellungen ging, war Jaguars Chief Engineer, Vehicle Integrity, Mike Cross, natürlich mit von der Partie. Die Jaguar Ingenieure stellten sogar einen "Design verification"-Plan für das Auto auf - wie sie es auch sonst für jedes andere neue Modell machen würden. Dieser Plan galt auch als Richtschnur für die sechs neuen und noch zu bauenden Lightweights. Er soll garantieren, dass die Autos die von Jaguar geforderten Standards in punkto Bremsen, Handling und Lenkeigenschaften erfüllen.

"Bei unseren modernen Jaguar Sportwagen verfolgen wir das Ziel, auf alle Eingaben des Fahrers eine unmittelbare Antwort zu erhalten - und für den Lightweight E-TYPE galt genau das Gleiche. Aus Sicht des Fahrers machen ihn seine Reaktionen auf Lenkbefehle, Bremsmanöver und Gaspedaleingaben zu einem extrem fahraktiven Fahrzeug. Zusätzlich ergänzt um einen unnachahmlichen Motorsound."Mike Cross, Chief Engineer, Vehicle Integrity, Jaguar

Design
Das Jaguar Advanced Design Studio wurde schon zu einem frühen Stadium in das Projekt eingebunden und mit der Aufgabe betraut, eine angemessene Ausstattung für den neuen E-TYPE zu entwickeln sowie eine entsprechende Auswahl an verwendeten Materialien sowie Art und Farben der Oberflächen zu treffen.

"Für uns als Design-Team war es bei der Arbeit am wichtigsten zu gewährleisten, dass wir dem Originalwerk von Sir William Lyons und Malcolm Sayer gerecht werden. Vor allem haben wir großen Wert auf Details gelegt, genauso wie bei unseren aktuellen Jaguars. Ich glaube, das Ergebnis ist ein neuer Lightweight E-TYPE, der so faszinierend ist wie es das Original im Neuzustand war." Ian Callum, Design Direktor, Jaguar

Im Innenraum wird Connolly-Leder verwendet, das von Jonathan Connolly mit den gleichen Spezifikationen wie die der Jaguar-Modelle aus den 1960er-Jahren produziert wurde. Dieses Leder wird vor allem für die Aluminium-Schalensitze verwendet. Auch die Abdeckung der Mittelkonsole ist aus Leder, welches in sieben Farben erhältlich ist.

Wie es sich für einen reinrassigen GT gehört - bei dem Gewichtseinsparung in allen Bereichen oberste Maxime genießt - ist die Innenausstattung auf ein Minimum reduziert. Allerdings kann sich der Kunde auch für ein umfassender ausgestattetes Fahrzeug entscheiden - das Jaguar-Team kann hierfür maßgeschneiderte Ausstattungs-Pakete bereitstellen. Diese beinhalten Türablagen, einen Dachhimmel für das Hardtop, abnehmbare und benutzerdefinierte Sattel-Leder-Fußmatten sowie eine Abdeckung für den Getriebetunnel.

Viele Elemente - wie der Fahrzeugboden, die Schweller und das Heckabteil - wurden bewusst unlackiert belassen, um die Aluminium-Karosserie zu betonen.

Das Design Team hat zudem eine Palette mit sechs ausgewählten "Heritage"-Lackfarben zusammengestellt: Carmine Red, Opalescent Grey Metallic, Silver Metallic, Opalescent Blue Metallic, British Racing Green und Old English White. Allerdings sind verschiedene Farb-und Verkleidungskombinationen möglich, da jedes Auto nach den persönlichen Wünschen des Kunden gebaut wird. Der die Wahlmöglichkeiten auch direkt mit Designchef Ian Callum besprechen kann.

Zur Feier der neuen Lightweight E-TYPE hat Jaguar darüber hinaus die Kooperation mit dem Uhrenhersteller Bremont vertieft. Bremont wird sechs maßgeschneiderte "E-TYPE"-Uhren produzieren, von denen je ein Exemplar an die Kunden der sechs Lightweight E-TYPE geht.

Lightweight Lexikon
Der E-TYPE wurde zwischen 1961 und 1975 in rund 72.500 Exemplaren gebaut.
Die Lightweight E-TYPES entstanden 1963 innerhalb der Jaguar Motorsportabteilung (ein Fahrzeug wurde aber erst 1964 ausgeliefert). Insgesamt entstanden zwölf Fahrzeuge - elf sind nach heutigem Kenntnisstand noch erhalten.
Die Lightweights waren für die Teilnahme an GT-Rennen homologiert. Als Basis diente ein mehr oder weniger serienmäßiger E-TYPE Roadster mit einer Reihe leistungssteigernder Modifikationen. Diese variierten von Auto zu Auto, doch generell erhielten alle Modelle ein aus Aluminium gefertigtes Monocoque samt Aluminium-Außenblechen, einen Aluminium-Motorblock plus "wide-angle"-Zylinderkopf, den 3,8-Liter-XK-Motor mit Trockensumpfschmierung sowie ein Aluminium-Hardtop. Alle Chassisnummern erhielten das Präfix "S".
Lightweight E-TYPES wurden zu ihren Hochzeiten von Piloten wie Graham Hill, Jackie Stewart, Roy Salvadori und Briggs Cunningham pilotiert. Heute zählen die verbliebenen Modelle zu den regelmäßigen Favoriten bei historischen Motorsport-Veranstaltungen.
Das neu formierte Special Operations-Team von Jaguar Land Rover wird sich auf spektakuläre Einzelstücke, exklusive Sonderserien, Heritage Produkte und Markenartikel konzentrieren.
Der neue Lightweight E-TYPE ist das erste Projekt von Jaguar Heritage, dem auf historische Fahrzeuge spezialisierten Geschäftsbereich der Jaguar Land Rover Special Operations.
Die neue Werkstatt am historischen Jaguar Stammsitz Browns Lane in Coventry bietet Garantieservicearbeiten und die Restaurierung klassischer Jaguar Modelle an. Kunden können die Classic Spezialisten von Jaguar unter 0044-203-6011544 erreichen.

(Redaktion)


 


 

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