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Jugendämter nehmen so viele Kinder in Obhut wie nie zuvor

Die Jugendämter in Baden-Württemberg haben im vergangenen Jahr so viele Kinder und Jugendliche in Obhut genommen wie nie zuvor seit Beginn der Erhebung der Statistik im Jahr 1995. Wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Stuttgart mitteilte, kamen 2686 Kinder in die Obhut der Behörden. Dies waren über 28 Prozent mehr als im Vorjahr. Zu Beginn der Erhebung im Jahr 1995 waren 1054 Fälle gemeldet worden.

In der Hälfte der Fälle war die Ursache den Angaben zufolge eine Überforderung der Eltern. Bei einem Fünftel traten Beziehungsprobleme auf. Anzeichen von Misshandlung lagen bei 12 Prozent und Vernachlässigung bei 10 Prozent der Fälle vor. Drei Viertel der Kinder und Jugendlichen wurden vorübergehend in einer Einrichtung untergebracht, der Rest fand Schutz bei einer geeigneten Person.

   Ein Viertel der Betroffenen wurde auf eigenen Wunsch unter den Schutz des Jugendamts gestellt. In knapp einem Drittel der Fälle hatten soziale Dienste oder das Jugendamt die Maßnahme veranlasst, in einem Fünftel die Polizei.

   Die Behörden griffen bei 1551 Mädchen und 1135 Jungen ein. Damit erhöhte sich die Zahl der Fälle bei den Mädchen um fast 26 Prozent, bei den Jungen um 32 Prozent. Über die Hälfte der Betroffenen war zwischen 14 und 18 Jahre alt. Ein Viertel war aus der eigenen Familie, einem Heim oder der Pflegefamilie ausgerissen.

(Redaktion)


 


 

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