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Konzert/Comedy

Füenf & komische Freunde...

Das Theaterhaus Stuttgart hat wieder einmal ein ausgewogenes Programm. Samstag Abend gab es "Füenf & komische Freunde" auf dem Spielplan. Die BON-Stuttgart Redaktion war dabei, die Lachmuskeln blieben dabei definitiv nicht unbenutzt. Neben den guten Stimmen und den ausgefeilt ironischen Texten spricht die Mimik der Musiker eine eigene Sprache.

Die 16te Gala "Füenf & Komische Freunde" als Mixed-Show mit Barbara Ruscher und Simon Pearce
Bekanntlich ist ein Freund, ein komischer Freund das Schönste, was es gibt auf der Welt. Das wissen auch die Füenf – und handeln danach. Zwei Mal im Jahr laden sie ihr Publikum zu einer Gala der besonderen Art ins Theaterhaus. Eingeladen werden jeweils neue komische Freunde. Da die Füenf davon so einige haben, werden wir als Zuschauer wohl noch viele Jahre echte Füenf-Freunde Konzerte genießen können.

Gruppendynamik der Extraklasse
Mein Eindruck: Die Füenf verfügen seit Jahren über einen ausgeprägten Hang zur Comedy. Hörbar jedoch, die Musik steht für die professionellen Vokalisten immer an erster Stelle. Der fantastische Wettstreit untereinander, im Zusammenspiel mit den geladenen komischen Freunden, ergibt einen von mir so noch nicht erlebten Hör- und Sehgenuß. Für mich als Ersttäter bei den Füenf, wohl eher die Ausnahme an diesem Abend, war es toll das die Gesangskomiker ein Best-of der letzten Jahre zeigten. Highlights aus ihren mittlerweile 8 Bühnenprogrammen! Die komischen Freunde (Barbara Ruscher/Simon Pearce) zeigten Ausschnitte aus ihren aktuellen Shows. Diesen Abend im Theaterhaus Stuttgart möchte ich nicht missen, wird wohl auch nicht der letzte Besuch bei den Füenf gewesen sein. (Bernhard Eckert, Chefredakteur Business-ON Stuttgart)

Für die 16. Gala kam komische Unterstützung
Kabarett-Lady Barbara Ruscher und der Comedian Simon Pearce unterstützten den vokalistischen und kabarettistischen Ausnahmezustand im Theaterhaus Stuttgart. Eine gelungene Mischung für einen fantastischen Abend.

Barbara Ruscher präsentiert Ausschnitte ihres aktuellen Programms "Ekstase ist nur eine Phase". Damit erobert die scharfsinnige Kabarett-Lady charmant und intelligent nun auch die letzten Tabus unserer Zeit: sowohl die FIFA mit dem Großprojekt WM 2022 in Katar („Beckenbauer hat keine Sklaven gesehen, die Inklusion ist gelungen! Sehbehinderte Funktionäre sind voll integriert!“) als auch das globale Erotik-Phänomen „Fifty Shades of Grey“ („S-M ist normal geworden, selbst der Papst sagt, leichte Schläge sind erlaubt“). Wer sie nicht gesehen hat, hat wirklich etwas verpasst!
Ekstase findet Ruscher in allen Bereichen: im modernen Verhältnis der Geschlechter, aber auch bei Massentierhaltung, beim Datenklau im Punktesammeln, bei der Billigproduktion und der Wahl von Ernährungskonzepten - all das wird von ihr souverän als Stand-up und am Klavier, getextet und gedichtet, lakonisch und bissig präsentiert. Barbara Ruscher ist bekannt aus Sendungen wie „Satiregipfel“ (ARD), „Ladies Night“ (WDR/ARD), „Spätschicht“ (SWR), „Puffpaffs Happy Hour“ (3Sat), „Mitternachtsspitzen“ (WDR), „NightWash“ (EinsFestival) und „Markus Lanz“ (ZDF). www.barbara-ruscher.de

Simon Pearce ist Schauspieler, Comedian und Kabarettist. Und ja, er ist schwarz. Als Urbayer begegnet er Rassismus mit Humor und spricht auf der Bühne über fremde Hände in seinen Haaren, Polizeikontrollen und sein Leben als Schwarzer in Bayern. In seinem ersten Soloprogramm "Allein unter Schwarzen" erzählt Simon Pearce mit viel Humor und Ironie, wie es ist, als Schwarzer mitten im tiefsten, schwarzregierten Bayern aufzuwachsen und zu leben. Immer wieder macht er skurrile und schräge Begegnungen, hat es mit offenem oder verstecktem Rassismus zu tun, dann wieder mit übertriebener political correctness. Gesellschaftskritik üben, ohne den erhobenen Zeigefinger, sondern augenzwinkernd und mit viel Ironie. Das Publikum durchs Lachen zum Nachdenken zu bringen und mit Vorurteilen brechen, dass ist Simon Pearces Ziel. Auch wenn den Zuschauern bei seinen tragikomischen Anekdoten das Lachen oft im Hals stecken bleibt. Egal ob Land oder Stadt, Osten oder Süden - Engstirnigkeit, Rassismus und überkorrekte Befangenheit finden sich überall. Da hilft manchmal nur eine ordentliche Portion Humor. Und die bringt Simon Pearce auf jeden Fall mit.

Kurze Info zu den Füenf
Die Füenf sind, seit September 1995, ein A-cappella-Quintett aus Stuttgart.





Der Bandname bezieht sich auf die Anzahl der Sänger.

PELVIS
erblickt 1966 als Jens Heckermann das grelle Licht der Welt. Schon im zarten Alter beschäftigt er sich am liebsten mit allem, was Krach macht. Kein Wunder, dass er 1995 zu den Füenf stößt. Sein Verdienst für die Unvergleichlichkeit der Füenf läßt sich nicht in Worte fassen.

MEMPHIS
1971 in Karlsruhe geboren, macht er Musik seit er allein auf den Klavierhocker klettern kann. In den Achtzigern hat er bundesweit so richtig Preise eingeheimst. Z.B. bei Jugend musiziert und zig anderen Wettbewerben...
Als höchst außergewöhnlicher Sänger ist er für Füenf genau der richtige Mann. Von Beginn an war er ein kreativer Kopf des Quintetts. Nicht nur künstlerisch haben Füenf diesem Mann viel zu verdanken.

LITTLE JOE
geboren als Kai Podack (1982 / Calw). Gerüchte besagen das er als Bub schon am singen war, bevor er überhaupt hat sprechen können. Neben den Füenf, singt er gern und oft auf Hochzeiten & runden Geburtstagen. Man findet ihn auch als Backgroundsänger von Künstlern wie Max Mutze oder Cassandra Steen.Bei den Füenf ist er auf jeden Fall nicht wegzudenken.

JUSTICE
ist Jahrgang 72 und heißt mit bürgerlichem Namen Christian Konrad Maria Langer. Schon als Kind spielte er Klavier und ergänzte die  berühmten Stuttgarter Hymnus-Chorknaben. Vom Stimmbruch verschont ist er fortan Tenor. Der überregionale Erfolg stellt sich bei dem Mann mit dem glasklaren Ton 1995 schlagartig mit der Gründung von Füenf ein. Manche behaupten, die Welt sei ungerecht. Nicht die Welt von Füenf, denn diese hat Justice.

DOTTORE BASSO
wurde 1969 in Stuttgart geboren. Als Sohn italienischer Einwanderer sog er die Gesangs-Kultur schon mit der Muttermilch auf. Schon in früher Kindheit kam er mit der Musik von Verdi, Puccini und Rossini in Berührung und wurde Elternseits konsequent in seinem  unüberhörbares Talent gefördert, bekam Klavier- und Gesangsunterricht finanziert. Anfang 2001 stieg er bei den „Füenf“ ein, gab 2006 den Bass-Schlüssel jedoch an Bass Spencer weiter. Nachdem er ein paar Jahre später aber erkannte, dass ein Job in Nadelstreifen nicht seine Welt war, eroberte er sich den heißbegehrten Bass-Schlüssel zurück. Den Füenf sei Dank...

Fazit der Redaktion
Jeder der Füenf bringt seine Stärken in das Quintett mit ein. Zusammen sind sie daher eine außergewöhnliche Gruppe.  Das Theaterhaus Stuttgart bietet ihnen hoffentlich noch viele Jahre die perfekte Bühne. Das restliche Programm im Theaterhaus kann sich ebenfalls sehen lassen. Schauen Sie doch einfach mal auf den Spielplan. Auch Deutschlandweit sind die Füenf auf vielen Bühnen zu Hause. Riskieren Sie also auch außerhalb unserer Region einen Blick auf den Spielplan der Füenf...

(Redaktion)


 


 

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