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Beruf/Versicherung

Künstler laufen nur ein Mal als Berufsanfänger

Künstler, Schriftsteller, Journalisten und andere freiberufliche Publizisten können sich nur dann in der Künstlersozialkasse (KSK) versichern, wenn ihr Jahreseinkommen die Mindestgrenze von derzeit 3900 Euro übersteigt. Berufsanfänger dürfen in den ersten drei Jahren auch weniger verdienen, jedoch gilt diese Ausnahmeregelung für jeden Versicherten nur einmal, wie das Sozialgericht Karlsruhe entschied (Urteil vom 16. März 2009, AZ: S 5 KR 5778/07).

Damit wiesen die Richter die Klage einer Künstlerin ab, die wegen zu niedriger Einnahmen nicht von der KSK aufgenommen worden war. Die Klägerin arbeitete bereits seit 1999 als freie Autorin, beantragte jedoch erst 2006 die Versicherung in der KSK als bildende Künstlerin und Kunstlehrerin. Da ihre Einkünfte deutlich unter der Grenze von 3900 Euro lagen, lehnte die Sozialkasse den Aufnahmeantrag ab. Wegen ihrer bereits seit sieben Jahren andauernden Autorentätigkeit sei sie keine Berufsanfängerin mehr.

Die Richter folgten der KSK. Die Dreijahresfrist für Berufsanfänger beginne in jedem Fall mit Aufnahme der ersten selbstständigen künstlerischen oder publizistischen Tätigkeit. Wenn ein Antragsteller - wie die Klägerin - zunächst als Autor arbeite und später die Aufnahme in die KSK als Künstler beantrage, gelte er trotzdem nicht als Berufsanfänger. Die KSK müsse die Klägerin daher
erst dann aufnehmen, wenn ihr Jahreseinkommen über 3900 Euro liege.

(Redaktion)


 


 

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