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Roundtable-Gespräch "Lernen durch Engagement" am Kultusministerium

Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer: "Kinder und Jugendliche müssen schon in der Schule verlässliche Demokratieerfahrungen sammeln, damit sie sich später als kritische, selbstbewusste und engagierte Bürgerinnen und Bürger mit Leidenschaft für unser Gemeinwesen einsetzen und sich damit identifizieren."

Experten aus Baden-Württemberg und ganz Deutschland trafen sich heute in Stuttgart zu einem Roundtable-Gespräch mit dem Thema "Service Learning - Lernen durch Engagement". Das Kultusministerium hatte gemeinsam mit der Freudenberg Stiftung dazu eingeladen. "Kinder und Jugendliche müssen schon in der Schule verlässliche Demokratieerfahrungen sammeln, damit sie sich später als kritische, selbstbewusste und engagierte Bürgerinnen und Bürger mit Leidenschaft für unser Gemeinwesen einsetzen und sich damit identifizieren", sagte Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, wie "Lernen durch Engagement" für die Erziehung zu Demokratie in der Schule und für eine demokratische Schulentwicklung eingesetzt werden kann. In einem von der Freudenberg Stiftung geförderten Netzwerk kooperieren Schulen deutschlandweit mit außerschulischen Partnern in ihrem Stadtteil oder ihrer Gemeinde. Dem Netzwerk gehört auch eine Reihe von Schulen in Baden-Württemberg an.

Ein Ziel der Lehr- und Lernform "Service Learning" ist, soziales, kulturelles oder ökologisches Engagement eng mit schulischem Lernen zu verbinden. "Lernen durch Engagement führt den Einsatz für das Gemeinwohl, Erfahrungslernen und die Reflexion darüber im Unterricht zusammen – das ist zeitgemäße und ganzheitliche Bildung im besten Sinne", betonte Warminski-Leitheußer. Dr. Pia Gerber, Geschäftsführerin der Freudenberg Stiftung, ergänzte: "Durch Service-Learning können Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund Erfahrungen sammeln, die ihre Empathie, ihr Verantwortungsbewusstsein und ihr Engagement stärken." Damit passe "Service Learning" besonders zum Bildungsaufbruch in Baden-Württemberg, da es sich gut in den Lerngruppen an den Gemeinschaftsschulen umsetzen und in die Ganztagsbetreuung integrieren lasse, fügte die Kultusministerin hinzu. "Wir fördern Lernen durch Engagement, da Demokratiepädagogik einen nachhaltigen Beitrag für die Schulentwicklung und für eine demokratische Schulkultur liefern kann", so die Ministerin. Kultusministerium und Freudenberg Stiftung unterstützen den Transfer von "Lernen durch Engagement" auch auf weitere Schulen.

Die Fachleute von gesellschaftlichen Organisationen und Stiftungen, aus Schulen, Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen sowie aus Lehrerbildung, Schulverwaltung und Ministerien befassten sich während des Roundtable-Gesprächs mit Praxisbeispielen aus Schulen in Sachsen-Anhalt, Bayern und Baden-Württemberg. Prof. Dr. Anne Sliwka von der Pädagogischen Schule Heidelberg näherte sich mit wissenschaftlichem Blick der Frage nach dem Potenzial von "Lernen durch Engagement" für eine demokratische Schulentwicklung.

Der "Roundtable" ist Teil der Initiative "DemokratieErleben", einem Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen, das unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck steht und von der Kultusministerkonferenz unterstützt wird. Zu den Initiatoren des Bündnisses gehört auch die Freudenberg Stiftung. Ziel des Bündnisses ist es, junge Menschen zu mehr Verantwortung und Mitwirkung in der Demokratie zu motivieren und die Vielfalt demokratischer Beteiligungsmöglichkeiten zu zeigen

(Redaktion)


 


 

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