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Kultusministerium

Überraschender Rücktritt der Kultusministerin

Gabriele Warminski-Leitheußer: "In Zeiten großer Veränderungen brauche ich einen uneingeschränkten politischen Rückhalt, um überzeugend gestalten zu können. In den letzten Wochen musste ich erkennen, dass ich diese Unterstützung insbesondere in der SPD-Fraktion nicht mehr genieße."

Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer erklärt:

"Baden-Württemberg ist ein Land mit großem Potenzial und wunderbaren Menschen. Menschen, die nie gleichgültig abseits stehen, die sich einmischen, engagieren und kritische Fragen stellen. Die immer bereit sind, auch über den Tellerrand zu schauen und die getragen sind von dem Willen, das Gemeinwesen weiterzuentwickeln und die besten Lösungen für erkannte Probleme zu finden. Seit ich in Baden-Württemberg lebe, hat mich dieser Wesenszug gleichermaßen begeistert wie angespornt. Auch dank der Innovationsbereitschaft der Menschen in Baden-Württemberg haben wir in den letzten anderthalb Jahren in der Bildungspolitik viel bewegt und grundlegende Weichen gestellt. Darüber freue ich mich sehr.

In Zeiten großer Veränderungen brauche ich einen uneingeschränkten politischen Rückhalt, um überzeugend gestalten zu können. In den letzten Wochen musste ich erkennen, dass ich diese Unterstützung insbesondere in der SPD-Fraktion nicht mehr genieße. Deshalb habe ich mich entschieden, von meinem Amt als Ministerin für Kultus, Jugend und Sport zurückzutreten und den Weg frei zu machen für eine Neubesetzung. Dieser Schritt ist sehr schmerzhaft für mich, denn ich brenne für die Bildungspolitik und werde mich auch weiter für ein gerechtes Schulsystem einsetzen.

Diejenigen Menschen in Baden-Württemberg, die mutig und kraftvoll vorangeschritten sind, um die Schulen der Zukunft zu gestalten – ob in der Kommunalpolitik, in den Schulen, in der Landesverwaltung oder in der Landespolitik – möchte ich ermutigen, nicht nachzulassen in ihrem Bemühen. Sie tun genau das Richtige, sie sind auf dem richtigen Weg. Ich wünsche ihnen viel Kraft für die Aufgaben, die vor ihnen liegen, das Augenmaß, die richtigen Entscheidungen zu treffen und vor allem die Zuversicht, auch Niederlagen zu verkraften.

In diese Wünsche schließe ich die Person, die mir im Amt nachfolgen wird, ausdrücklich ein. Sie wird die Unterstützung aller Beteiligten benötigen, um den Bildungsaufbruch erfolgreich weiterzuführen. Diesem Land und seinen Menschen wünsche ich von Herzen alles Gute und viel Erfolg!"

(Redaktion)


 


 

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