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Sicherheit/Waffenrecht

Landesjägerverband gegen Verschärfung des Waffenrechts

Die baden-württembergischen Jäger lehnen die von der Bundesregierung geplanten Änderungen am Waffenrecht als Folge des Amoklaufs von Winnenden ab. Es sei nicht der richtige Ansatzpunkt, das Waffenrecht zu ändern, um Amokläufe zu verhindern, erklärte der Landesjagdverband am Freitag (15. Mai 2009) in Stuttgart. Bei den geplanten Änderungen handle es sich um «symbolische Handlungen».

Der Verband wies die geplanten verdachtsunabhängigen Kontrollen als nicht mit dem Grundgesetz vereinbar zurück. Auch teure und bisher technisch nicht ausgereifte Sicherungssysteme seien «kaum mehr als Alibi-Aktionen». Viel wichtiger sei es, Jugendliche in ihrer Entwicklung besser zu begleiten, sie in die Gesellschaft einzubinden und ihnen Anlaufstellen im Krisenfall anzubieten.

Landesjägermeister Dieter Deuschle betonte, Deutschland verfüge bereits über eines der strengsten Waffengesetze der Welt. Auch die schärfsten Vorschriften könnten den unbefugten Zugriff auf Schusswaffen aber nicht verhindern, wenn Waffenbesitzer gegen Regelungen fahrlässig oder vorsätzlich verstoßen.

Im Fall des Amokläufers hatte der Vater, ein Sportschütze, eine Waffe gesetzwidrig außerhalb seines Waffenschranks aufbewahrt, weshalb der 17-jährige Täter an sie gelangen konnte. Dies sei ein Verstoß gegen bestehende Gesetze und weise keineswegs auf Gesetzeslücken hin, sagte Deuschle.

(Redaktion)


 


 

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