12.02.2012  16:38 Uhr

Klimaschutz
Baden-Württemberg verleiht den European Energy Awards an Kommunen und Kreise

Stuttgart. Umweltminister Franz Untersteller hat in Stuttgart den Landkreis Böblingen, die Städte Aalen, Bad Waldsee, Rheinfelden (Baden), Singen und Walldorf sowie die Gemeinden Ebhausen, Maselheim und Wiernsheim mit dem European Energy Award® (eea) ausgezeichnet.

Dabei lobte er das vorbildliche Engagement der Teilnehmer für den kommunalen Klimaschutz. „Nur wenn auch die Kommunen systematisch erneuerbare Energien nutzen und Energie effizient einsetzen, können unsere Bemühungen um den Klimaschutz auf Dauer erfolgreich sein. Durch die Teilnahme am European Energy Award verringern Städte, Gemeinden und Landkreise ihren CO2-Ausstoß nachhaltig“, erklärte Umweltminister Franz Untersteller. Gleichzeitig könnten durch die hierdurch erzielten Einsparungen auch noch die kommunalen Haushalte entlastet werden.

Siegergemeinde Maselheim im Kreis Biberach. Von links nach rechts Ministerialdirigent Martin Eggstein (UM BW), Elmar Braun (Bürgermeister Maselheim), Marion Bailer (Energieteamleiterin) und Dr. Armand Dütz (Leiter der Bundesgeschäftsstelle des EEA), Copyright: Martin Stollberg / Umweltministerium Ba-Wü
Siegergemeinde Maselheim im Kreis Biberach. Von links nach rechts Ministe­ri­al­dirigent Martin Eggstein (UM BW), Elmar Braun (Bürger­meister Maselheim), Marion Bailer (Energie­team­leiterin) und Dr. Armand Dütz (Leiter der Bundesge­schäftsstelle des EEA)

Zwar seien viele Kommunen im Land schon heute sehr aktiv in Sachen Klimaschutz und Energieeffizienz, jedoch könnte vielerorts noch mehr für einen systematischen Energieeinsatz getan werden. „Hierbei leistet die Teilnahme am European Energy Award eine wertvolle Hilfe“, erläuterte Franz Untersteller. Er hoffe daher, dass künftig noch möglichst viele Kommunen den European Energy Award nutzen werden. Er stelle ein hilfreiches Instrument für die Klimaschutzarbeit in den Kommunen dar. Darüber hinaus biete er den teilnehmenden Kommunen eine Plattform, um Informationen und Erfahrungen auszutauschen und voneinander im Wettbewerb um zukunftsweisende Energie- und Klimaschutzkonzepte zu lernen.

European Energy Award

Siegerlandkreis Böblingen. Von links nach rechts Ministerialdirigent Martin Eggstein (UM BW), Roland Bernhard (Landrat des Kreises Böblingen), Ursel Thoma (Energieteamleiterin) und Dr. Armand Dütz (Leiter der Bundesgeschäftsstelle des EEA)., Copyright: Martin Stollberg / Umweltministerium Ba-Wü
Siegerlandkreis Böblingen. Von links nach rechts Ministe­ri­al­dirigent Martin Eggstein (UM BW), Roland Bernhard (Landrat des Kreises Böblingen), Ursel Thoma (Energie­team­leiterin) und Dr. Armand Dütz (Leiter der Bundesge­schäftsstelle des EEA).

Der European Energy Award® (eea) ist ein europäisches Qualitäts-Management-System und Zertifizierungs-verfahren, das der Energieeinsparung, der effizienten Nutzung von Energie und der Steigerung des Einsatzes regenerativer Energien in Kommunen dient. Die Klimaschutzaktivitäten der Kommune werden hierbei erfasst, bewertet, geplant, gesteuert und regelmäßig überprüft, um Potenziale des nachhaltigen Klimaschutzes identifizieren und nutzen zu können. 

Das wichtigste Werkzeug des eea-Programms ist ein Maßnahmenkatalog, der die Bereiche Kommunale Liegenschaften, Versorgung und Entsorgung, Mobilität, Entwicklungsplanung, interne Organisation und Kommunikation beinhaltet. Zudem bilden die teilnehmenden Städte, Gemeinden und Landkreise in ihrer Kommune ein Energie-Team, das bei der Umsetzung durch einen externen eea-Berater unterstützt wird. Erfolge der kommunalen Energiearbeit werden nicht nur dokumentiert, sondern auch ausgezeichnet. Werden 50 Prozent der möglichen Punkte erreicht, erhalten Kommunen und Landkreise den European Energy Award®. Bei einer höheren Punktezahl ist die Auszeichnung mit dem eea in Gold möglich.

Siegerstadt Bad Waldsee im Kreis Ravensburg. Von links nach rechts Ministerialdirigent Martin Eggstein (UM BW), Roland Weinschenk (Bürgermeister von Bad Waldsee), Thomas Manz (Stadtkämmerei, Erster Beigeordneter) und Dr. Armand Dütz (Leiter der Bundesgeschäftsstelle des EEA), Copyright: Martin Stollberg / Umweltministerium Ba-Wü
Siegerstadt Bad Waldsee im Kreis Ravensburg. Von links nach rechts Ministe­ri­al­dirigent Martin Eggstein (UM BW), Roland Weinschenk (Bürger­meister von Bad Waldsee), Thomas Manz (Stadtkämmerei, Erster Beigeordneter) und Dr. Armand Dütz (Leiter der Bundesge­schäftsstelle des EEA)

Insgesamt nehmen in Baden-Württemberg momentan 61 Städte und Gemeinden sowie elf Landkreise an dem „European Energy Award®“ teil. Deutschlandweit sind es derzeit rund 220 Städte und Gemeinden sowie 20 Landkreise, europaweit etwa 850 Städte und Gemeinden. 

Die Einführung des European Energy Award wurde vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft mit insgesamt rund 200.000 Euro gefördert. Für teilnehmende Städte, Gemeinden und Landkreise gab es in den vergangenen Jahren im Rahmen des Klimaschutz-Plus-Förderprogramms des Landes einen Zuschuss von jeweils 8.000 Euro. Es ist vorgesehen, diese Förderung auch im Jahr 2012 weiterzuführen. Mit der Anschubförderung soll der European Energy Award® in Baden-Württemberg in die Fläche gebracht und so die Energieeffizienz in Landkreisen, Städten und Gemeinden gesteigert werden.

Im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft berät die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA) interessierte und teilnehmende Kommunen über den European Energy Award und gibt praktische Hilfestellung für das Zertifizierungsverfahren. 


 

(Redaktion)

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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1, 2, 3, 4, 6 © Martin Stollberg / Umweltministerium Ba-Wü
Bild Nr. 5 © Martin Stollberg Umweltmisterium Baden/Wuerttemberg



 


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