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Soziales/Prostitution

Landtagsfraktionen unterstützen Initiative gegen Flatrate-Bordelle

Aus allen vier Landtags-Fraktionen Baden-Württembergs kommt Unterstützung für das Vorgehen gegen sogenannte Flatrate-Bordelle. Die frauenpolitischen Sprecherinnen von CDU, SPD, FDP und Grünen haben gemeinsam eine parlamentarische Initiative gestartet, um diese «unmenschlichen» Angebote verbieten zu können, wie die Grünen-Fraktion am Donnerstag (09.07.2009) in Stuttgart mitteilte. Die Landesregierung solle zunächst klären, ob dies auf Basis bestehender Gesetze möglich ist.

Zudem soll die Landesregierung eine Bundesratsinitiative starten, um das Prostituiertengesetz und das Strafgesetzbuch entsprechend zu ändern. Die Fraktionen unterstützen damit eine vom Fellbacher Oberbürgermeister und Landtagsabgeordneten Christoph Palm (CDU) angeregte Initiative.

   In Fellbach bei Stuttgart eröffnete vor wenigen Wochen ein Bordell, das mit einer «Sex-Flatrate» für sich wirbt. Der Freier kann demnach bei einem Besuch des Clubs je nach Tageszeit einen festen Preis von 70 oder 100 Euro zahlen und dann beliebig oft die Dienste der Prostituierten in Anspruch nehmen. Ein weiteres Flatrate-Bordell gibt es nach Angaben der Grünen-Fraktion auch in Heidelberg. Weitere soll in zwei anderen Bundesländern existieren.

   «Das sind unerträgliche, würdelose und menschenverachtende Arbeitsbedingungen», kritisierten die Abgeordneten gemeinsam. Zudem würden offenbar gezielt junge und unerfahrene Frauen aus osteuropäischen Armutsgebieten angeworben, die in der Regel «keine Ahnung von ihren neuen Arbeitsbedingungen haben».

(Redaktion)


 

 

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