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Logistik

Stuttgarter Logistikstudenten der Hochschule für Technik spielen Logistikplanspiel bei AEB

Das Planspiel „The BeerGame“ macht den Bullwhip-Effekt erlebbar. Der Kurs von Prof. Lochmahr mit 24 Studierenden besuchte AEB um unter der Leitung eines Unterberaters das Planspiel zu spielen.

Statt in den Hörsaal gingen Studierende der Hochschule für Technik Stuttgart gestern ins Meeting-Center der AEB, um unter der Leitung von Unternehmensberater Mathias M. Fischer das Planspiel „The Beer Game“ zu spielen. AEB unterstützt damit eine Unterrichtseinheit des Vertiefungsfachs „Beschaffung und Logistik“, das von Prof. Dr. Andrea Lochmahr geleitet wird.

Das Softwareunternehmen AEB war Gastgeber für den Kurs von Frau Prof. Lochmahr von der Hochschule für Technik Stuttgart. Die Studierenden – allesamt im 3. Fachsemester – hatten die Gelegenheit, eines der bekanntesten Logistikplanspiele zu spielen. In 4 Gruppen à 6 Teilnehmer schlüpften die Studenten in die Rollen von Bierbrauer, Distributor, Großhändler und Getränkehändler. Gegeneinander spielten die Teams AEBier, BaWü-Bier, Bierkönig, BW-Bier, Bosporus und die Lover-Boyz. Für die Leitung des Beer Game engagierte die AEB den Unternehmensberater Mathias Fischer von Fischer | Strategie. Das Beer Game ist eines der ältesten logistischen Planspiele, mit dem die Teilnehmer den Bullwhip-Effekt erleben, diskutieren und nachvollziehen können. Während des Spiels ist Reden Tabu, die Kommunikation erfolgt über Bestellzettel. Rote Jetons symbolisieren die Bierkästen. Die Teilnehmer erleben hautnah, wie sich ihr Bestellverhalten auf die Lagerbestände auswirkt. Diese Schwankungen, die zeitlich verzögert eintreffen und sich hochschaukeln, führen zu unerwünschten Lieferengpässen und später zu überfüllten Lagern. „Selbst wenn Teilnehmer bereits das erst am Schluss gelüftete Geheimnis kennen, der Bullwhip-Effekt lässt sich auch dadurch nicht unterdrücken“, meint Mathias Fischer, das das Beer Game bereits mehrmals in den Räumen der AEB durchführte.

Die Spieler mussten ihre Lagerbestände und Lieferrückstände protokollieren. Ziel des Spiels war es, die Supply Chain Kosten möglichst gering zu halten. Am Ende freuten sich Carina Hummel, Sandra Hild, Marie-Lina Ruck und Kim Immig, dass sie einen kühlen Kopf bewahren konnten. Während die anderen Teams Kosten zwischen 1562 und 4860 Euro verbuchten, wurde das Team Bierkönig mit 852 Euro an Supply-Chain-Kosten zum Sieger gekürt.

Prof. Andrea Lochmahr unterrichtet Operations Research und Logistik an der Hochschule für Technik Stuttgart. Sie erklärt, warum sie das Beer Game in das Sommersemester 2013 integriert hat: „Mein Ziel ist es, für die Studierenden im Sinne des Blended Learning etwas Abwechslung in den Vorlesungsalltag zu bekommen und dennoch relevante Fakten weiterzugeben. Auf spielerische Weise können so die komplexen Wirkungszusammenhänge der Logistik und unternehmensübergreifenden Verflechtungen am eigenen Leib erfahren werden. Dies kann eine klassische Vorlesung nur eingeschränkt leisten. AEB als Praxispartner unserer Hochschule war uns nicht nur ein ausgezeichneter Gastgeber, sondern bot auch gleich eine passende Lösung zum Beer-Game-Dilemma, so dass am Ende nicht nur eine spielerische Lösung herauskam, sondern gelebte Unternehmenspraxis. Förderung und enger Kontakt zum Logistiknachwuchs AEB unterhält bereits enge Kontakte zum Studiengang Informatik/Wirtschaftsinformatik an der Hochschule für Technik (HFT). Seit 2010 unterstützt das Softwareunternehmen die Ausbildung an der HFT mit einem Auslandsstipendium und Bachelor-Absolventenpreis. Geschäftsführer Markus Meißner: „Wir freuen uns, dass nun auch Logistikstudenten im Rahmen dieses praxisnahen Spiels AEB näher kennenlernen und bei uns zu Gast sind. Die Studierenden konnten gestern hautnah miterleben, wie drastisch sich fehlende Transparenz bzw. mangelnde Kommunikation zwischen den Partnern einer Lieferkette auf die Höhe der Lagerbestände auswirkt. Der Peitscheneffekt lässt sich nur dann abmildern oder ganz vermeiden, wenn man Bestände für alle Beteiligte entlang der Supply Chain sichtbar macht. Ich bin überzeugt, dass der Lerneffekt groß war und ich freue mich, wenn den Teilnehmern bewusst geworden ist, wie wesentlich der Einsatz von IT ist, um Supply Chains flexibel und robuster zu machen.“ Hintergrund Das Spiel, das unter dem Namen Beer Game bekannt wurde, ist ein Klassiker unter den Logistikplanspielen. Das Production- Distribution -Game wurde bereits in den sechziger Jahren am Massachusetts Institute of Technology (MIT) von Jay W. Forrester entwickelt. Er untersuchte auch den Zusammenhang von Struktur und Verhalten bei Lieferketten. Mit dem Beer Game erklärt sich der sogenannte Bullwhip-Effekt (Peitscheneffekt), der immer wieder in Logistikketten auftritt. Kleine Schwankungen der Bestellmengen schaukeln sich dabei entlang der Supply Chain auf und führen zu unerwünschten Lieferengpässen und später zu überfüllten Lagern. Teilnehmer erforschen, wer daran schuld ist und was man dagegen tun kann.

Über AEB (www.aeb.de)

Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung ist AEB einer der führenden Anbieter für globale IT-Lösungen und Services im Supply Chain Management mit den Schwerpunkten Beschaffungs-, Lager-, Distributionslogistik, Außenwirtschaft und Risikomanagement. Mit der Logistiksuite ASSIST4 bietet AEB eine Anwendung mit durchgängiger Prozessunterstützung und vollständiger Transparenz für die Planung und Steuerung globaler Liefernetzwerke an. AEB ist ein internationales Unternehmen mit mehr als 6000 Kunden in Europa, Asien und Amerika. AEB hat ihren Hauptsitz in Stuttgart, Geschäftsstellen in Hamburg, Düsseldorf, Soest und München sowie Tochterunternehmen in der Schweiz, Großbritannien und Singapur.

(Redaktion)


 


 

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