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Unternehmen/Mahle und Behr

Mahle kauft sich bei Behr ein

Der Stuttgarter Automobilzulieferer Mahle kauft Beteiligungen an dem Kühlerproduzenten Behr. Die beiden Unternehmen hätten sich darauf geeinigt, dass Mahle in mehreren Stufen Gesellschaftsanteile an Behr übernehmen werde, teilte ein Sprecher von Mahle am heutigen Montag in Stuttgart mit.

In einer ersten Stufe soll sich Mahle mit 19,9 Prozent beteiligen. Die Anteile sollen in der zweiten Stufe ab Anfang 2011 auf 36,85 Prozent erhöht werden.

Durch die Ausübung einer Call Option könne sich Mahle laut dem Vertrag ab 2013 mit weiteren Gesellschaftsanteilen von den gegenwärtigen Gesellschaftern die Mehrheit an Behr sichern. Zum Geschäftsvolumen wurden keine Angaben gemacht.

Die Beteiligung stehe unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden. Die Aufsichtsgremien der beiden Firmen  ätten dem Beteiligungsvertrag bereits zugestimmt.

Mittelfristig sei damit für Mahle und Behr ein gemeinsames Umsatzpotenzial von zehn Milliarden Euro zu erwarten, verbunden mit einer nachhaltig positiven Umsatzrendite , sagte Mahle-Chef Heinz Junker. Die Beteiligung eröffne beiden Unternehmen für die Zukunft erhebliches Zusatzpotenzial am Markt für komplette Systemlösungen im Bereich Antrieb. Die Produktportfolios seien komplementär und ergänzten sich hervorragend. Beispiele seien Abgasrückführungsmodule und Ansaugsysteme mit integrierten Ladeluftkühlern. Dies sei auch im Zusammenhang mit der zunehmenden Bedeutung alternativer Antriebssysteme zu sehen.

Der Stuttgarter Kühlerproduzent Behr hatte im vergangenen Jahr besonders unter der Wirtschaftskrise zu leiden. Das Unternehmen mit 16.000 Mitarbeitern, davon 5.760 in Deutschland, will 300 Stellen abbauen. Im ersten Halbjahr 2010 zog der Umsatz wieder deutlich an. Mahle ist unter anderem Spezialist für Ventile und Kolben mit etwa 43.500 Mitarbeitern. Das Unternehmen hatte Sparmaßnahmen und die Streichung von 1400 Jobs in Westeuropa, davon 800 Arbeitsplätzen in Deutschland, angekündigt.

(Redaktion)


 


 

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