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Mannheimer Rechtsprofessor ruft Ärzte zu Suizidhilfe auf

Der Mannheimer Jura-Professor Jochen Taupitz ruft Ärzte zur Suizidhilfe auf. "Ein Arzt darf helfen", sagte das Mitglied des Deutschen Ethikrats dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" laut Vorabbericht. Menschen, die schwere körperliche Leiden ertragen müssten, hätten gute Gründe, aus dem Leben zu scheiden.

Taupitz begründet seine Position damit, dass Ärzte für diese Aufgabe besonders gut qualifiziert seien. Sie wüssten, «wie man Medikamente richtig dosiert». «Nichts ist schlimmer als ein misslungener Suizid», betonte er. Außerdem sei ein Arzt geübt darin, «Menschen auf ihre Einwilligungsfähigkeit zu überprüfen».

Juristische Hürden gebe es nicht, sagte der Rechtsprofessor.«Suizid und Beihilfe zum Suizid sind nicht strafbar», sagte Taupitz. Auch im Berufsrecht gebe es «keine Regel, die dem Arzt, die Suizidhilfe verbietet». In den Standesrichtlinien heiße es lediglich, dass Suizidhilfe unethisch sei. Darüber könne sich aber jeder Arzt problemlos hinwegsetzen.

Aktive Sterbehilfe lehnt Taupitz dagegen klar ab. «Ich finde, der Patient muss unbedingt die Tatherrschaft ausüben», sagte der Jurist. Auch die Missbrauchsgefahr sei zu groß, mahnte er. In den Niederlanden komme es immer wieder zu Tötungen, ohne dass der Betroffene explizit darum gebeten habe.

(Redaktion)


 


 

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