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MBS Logistics tanzt auf vielen Hochzeiten

„Wir wollten eigentlich nur ein erfolgreicher Local Player sein, doch dann ist daraus deutlich mehr geworden“, sagt Bernd Wilkes, Geschäftsführer von MBS Logistics. Die mittelständische Unternehmensgruppe organisiert mittlerweile die Beschaffung für große Handelshäuser aus Asien, tummelt sich aber auch in zahleichen lukrativen Nischenmärkten.

Der Blick von Bernd Wilkes, Johannes Steckel und Georg Ludwig geht derzeit vor allem gen Osten, um genau zu sein gen Fernost. Denn die drei geschäftsführenden Gesellschafter der MBS Speditionsgesellschaft mbH sehen für die Kölner Unternehmensgruppe in China, aber auch in Nachbarländern wie Vietnam noch ein großes Wachstumspotential. Wie groß dieser ist, verdeutlicht Steckel, wenn er sagt, dass MBS schon Ende 2011 im Reich der Mitte zehn Niederlassungen haben und damit in allen Industriezentren vertreten sein könne und dann möglicherweise 300 Mitarbeiter im Reich der Mitte haben werde. Heute ist MBS in Hong Kong und in China in Shanghai, Xiamen, Ningbo, Shenzhen und Kunshan vertreten und beschäftigt dort 25 Mitarbeiter. In der gesamten Gruppe arbeiten aktuell 260 Menschen.

Ausbau des Chinageschäfts. Um dieses Ziel zu erreichen, feilen die umtriebigen Unternehmer eifrig an der Expansion. Hintergrund des starken Engagements im Reich der Mitte ist, dass MBS Logistics die Beschaffung für viele große Handelshäuser aus China organisiert.
Dazu haben die Rheinländer vor einigen Jahren mit Perfect Supply eine eigene Order-Management-Software entwickelt. Diese umfasst mittlerweile die Lageraktivitäten der Kunden und die Distribution und wird nach Angaben von Steckel am Markt sehr gut aufgenommen. Um die Kunden, die vor allem aus den Bereichen Schuhe, Textilien und Weiße Ware kommen, nicht nur in der virtuellen Welt gut bedienen zu können, hat MBS auch die physischen Leistungen im Angebot: See- und Lufttransporte, Landverkehre sowie Lagerhaltung und Value Added Service wie Qualitätskontrollen und Lieferantenbewertungen.

Gleichzeitig ist das 1987 gegründete Unternehmen peu à peu in Nischenmärkte vorgestoßen. Ein solcher, der darüber hinaus auch noch Chinabezug hat, ist die Buchlogistik. Hier ist MBS seit 2006 mit der Publiship Logistics GmbH vertreten. China ist mittlerweile der größte Buchdrucker der Welt. erläutert Steckel, die Hintergründe für das Engagement.

So langsam komme das Joint Venture, das MBS gemeinsam mit einem britischen Partner betreibt, an interessanten Mengen ran – heißt konkret: Pro Jahr verschifft Publiship Logistics 60.000 bis 70.000 TEU pro Jahr. Ein anderer Bereich, der alles andere als Alltagsgeschäft bedeutet, ist die Logistik für Mobiltelefone. MBS übernimmt für Großhändler nicht nur Imortverkehre für Neuware ex Asien, sonder auch Exportverkehre mit gebrauchter Ware nach Asien. Hinzu kommen Lagerung und Repakcing am sicherheitstechnisch speziell ausgerüsteten Standort in Frankfurt am Main. Ferner tummelt sich MBS in der Event-Logistic und übernimmt vor allem bei Auslandsmessen alles bis hin zum Sandaufbau. Weitere Standbeine sind die Projektlogistik sowie das Geschäft mit den Schiffsersatzteilen. Auch regional setzt die Unternehmensführung auf Vielfalt. Mit einem großen Schuheinzelhändler ist MBS vor einigen Jahren nach Polen gegangen und hat mittlerweile in Wroclaw und Warschau Logistikzentren. In Europa gibt es neben den acht Standorten im Inland weitere Auslandsniederlassungen in Rotterdam sowie bei Porto in Portugal.

Bei seinen Auslandsaktivitäten setzt MBS stark auf Partner. Die portugiesische Tochtergesellschaft Porlogis ist beispielsweise ein Joint Venture mit einem portugiesischen Unternehmer und dem finnischen Spediteur Kauko Group eingegangen. Gemeinsam mit dem israelischen Logistikunternehmen Mentfield Logistics Germany GmbH ins Leben gerufen. Ferner ist MBS Gründungsmitglied der World Cargo Alliance und hat sich darüber eine weltweites Partner- und Agentennetz aufgebaut. Ein solcher partnerschaftlicher Ansatz und die Erkenntnis, „dass wir die richtigen Menschen am richtigen Ort brauchen“, wie es Bernd Wilkes ausdrückt, gehört seit Gründung zur Unternehmensphilosophie. „Nur so konnten wir so groß werden, wie wir es heute sind“, unterstreicht er. Deshalb können sich beispielsweise die Niederlassungsleiter seit jeher am Unternehmen beteiligen, denn: „ Wir wollen Unternehmer im Unternehmen“, betont Wilkes.

Besonnen vorgehen. Für dieses motivierende Element wird daher auch in Kauf genommen, dass die MBS – Gruppe heute aus einer Vielzahl von Tochtergesellschaften besteht. „Einzige Voraussetzung ist, dass die Holdinggesellschaft MBS Speditionsgesellschaft mbH stets die Mehrheit an den Gesellschaften hält“, sagt Wilkes. „Damit stellen wir sicher, dass das Konstrukt steuerbar bleibt“. Eine weitere goldene Regel im Hause lautet, finanziell möglichst unabhängig zu sein und keine zu großen Risiken einzugehen. Wilkes: „Wir testen die Märkte stets sehr sorgfältig und lassen uns lieber etwas mehr Zeit.“ So aufgestellt steuert das Führungstrio die MBS – Gruppe in immer neue Märkte und Regionen, denn „wir sind einfach neugierig“ so Steckel. Auf der Agenda steht beispielsweise er weitere Ausbau des deutschen Niederlassungsnetzes. „München und die Region Leipzig / Dresden sind ein Thema“, so Wilkes. Im europäischen Ausland sind Steckel zufolge Rumänien und die Türkei interessante Märkte, in Asien könnte er sich Aktivitäten in Vietnam und später auch in Indien gut vorstellen. „ Und mit unseren Partnern in Portugal spinne ich manchmal über eine Expansion in die ehemaligen portugiesischen Kolonien Angola oder Mozambique“, sagt er.

Quelle: DVZ

(Sebastian Reimann)


 


 

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