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Interessante 55. Interboot in Friedrichshafen

Vom 17ten bis 25.09 präsentierte sich die Welt des Wassersports mit 471 Aussteller, Branchenneuheiten und Trends. Sehr interessant vor allem ein schwedischer Bootshersteller: Sportboote-SH Süd präsentierte schnittige und funktionale Ryds Sportboote. Bei den Bootsliebhabern kamen dies Schweden sehr gut an.

Neben Neuheiten aus den Bereichen Segel- und Motorboote, Wassersport und Zubehör, darunter 89 Premieren, setzte die 55. Interboot auf ein facettenreiches Eventprogramm. „Bei der diesjährigen Auflage erweiterten wir das Angebot an tiefergehenden Fachthemen mit der Interboot Academy und dem neuen Segel Kompetenz Center“, meint Projektleiter Dirk Kreidenweiß, „auch der Spaß kommt beim Surfen der stehenden Welle oder dem Wakeboard-Wettbewerb Team Up with a Pro und der Stand-Up Paddling-Team Challenge nicht zu kurz.“ Die internationale Wassersportausstellung surft 2016 auch auf der digitalen Welle: Mit der neuen Social Wall in der Halle B2 könnte jeder Besucher durch Verwendung des Hashtags #interboot Teil der Messe werden. Über die Messezeit hinweg war Personal der Mess unterwegs in den Hallen und machte Fotos mit Messebesuchern. Diese könnten sich dann auf der Sozial Wall bewundern.



Ryds Sportboote auf der Kieler Förde from Business-ON Stgt on Vimeo.



Diese Oldies haben viel PS unter der klassischen Haube: Im Vintage Speed Village finden dieses Jahr sieben klassische Racer und sieben V-Rumpfboote ein neues Zuhause. Tom Amann, Supervisor Vintage Racer auf der Interboot, erläutert den Charme der Motorboote: „Bei diesen ‚Oldtimern‘ handelt es sich um Grand Prix Rennboote, die den Look der 20er bis 80er Jahre zeigen, bevor ihre Technik von Katamaranen abgelöst wurde.“ 

Auf der Pressekonferenz präsentierte er exemplarisch eine Molinari mit V-Rumpf aus dem Jahr 1955 sowie einen Hydroplane von der Firma Timossi aus dem Jahr 1969. Zu ihren Spitzenzeiten erreichte die Timossi Geschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern. Für dieses Tempo seien allerdings optimale Bedingungen sowie enormes Können nötig. Während den Vintage Racing Demofahren am zweiten Interboot Wochenende werden die lizensierten Piloten und Pilotinnen aus Sicherheitsgründen deutlich weniger Gas geben.

Nachhaltigkeit hat ihren Weg in den Segelsport gefunden. Die Green Bente 24 feiert ihre Messepremiere auf der internationalen Wassersport-Ausstellung. Gründer von Greenboats und Erfinder des nachhaltigen Materials Friedrich J. Deimann kam auf die Idee, neue Materialien für den Bootsbau zu finden: „Wir hatten durch die lange Arbeit mit Stoffen wie Glasfasern, Erdöl und Lösungsmitteln mit gesundheitlichen Beschwerden zu kämpfen. Deshalb haben wir experimentiert und ein neues Material entwickelt. Die Green Bente 24 besteht aus Flachs, Kork und Greenepoxidharz auf Leinölbasis – alles nachwachsende und natürliche Rohsoffe und nicht gesundheitsbedenklich.“

Die parallel zur Interboot stattfindende Gastveranstaltung InterDive vergrößert sich ebenfalls: Knapp 200 Aussteller präsentieren vom 15. bis 18. September in Halle B5 sowie erstmals im Foyer Ost Tauchdestinationen, Produkte, Neuheiten und Informationen rund ums Tauchen. „Im Trend sind zunehmend heimische Destinationen“, erläutert Tanja Angele, zuständig für die Kommunikation der InterDive. „Außerdem werden ungewöhnliche Techniken wie Apnoe-Tauchen ohne Sauerstoffflasche, ‚Sidemount‘, bei dem die Flaschen an der Seite getragen werden und ‚Solo-Diving‘, das es Einzelpersonen ermöglicht, Tauchgänge vorzunehmen, immer beliebter.“

Die Interboot war täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Im Interboot-Hafen hatten interessierte in Möglichkeit Testfahrten auf dem Bodensee zu machen. Viele der Aussteller hatten Boote im Wasser um die Besucher auch emotional abzuholen. Bis in die Dunkelheit hinein waren Sportboote auf dem See unterwegs. Für die Zeit der Interboot sind die üblichen Beschränkungen sehr stark gelockert. So findet man flotte Spaßgeräte mit zwei 400 PS Außenbordern oder ähnliches. Im Normalfall darf ein Außenborder nur maximal 100 PS haben, ab 2017 sogar nur 80 PS. Am ersten Wochenende fand parallel die Tauchmesse InterDive statt, ausschließlich über den Eingang Ost erreichbar.



Fazit der Redaktion: An den Wochenenden war der Besucherstrom auf der Interboot deutlich höher als unter der Woche. Gespräche mit den potentiellen Kunden waren daher für die Aussteller unter der Woche intensiver und ergiebiger. Insgesamt fiel auf das die 10 Tage Messe vor allem für kleineren Aussteller eine enorme Belastung darstellt. Sehr oft reicht das Personal nicht aus, die Shops am Firmensitz sind während der Zeit daher nur spärlich besetzt. Der Zeitaufwand, die Kosten für die Stände sind hoch. Meistens amortisiert sich dies erst im Laufe der folgenden Monate.

Es gab viel zu sehen, die Messe selber bot so einiges an Actions. Der Messesee vor dem Eingang wurde fleißig für Vorstellungen genutzt. Im Gespräch mit Ausstellern war insgesamt jedoch zu erkennen, das viele über den Kosten-Nutzen Vergleich grübeln. Dazu trägt sicherlich die Unentschlossenheit mancher Kunden ebenfalls bei. Erwartet werden teilweise hohe Messerabatte, dies ist jedoch heutzutage nicht mehr realistisch. Margen sind teilweise klein, die Preise aufgrund der Onlineshops eh schon niedrig. Nach der Messe ist vor der Messe... Also lassen wir überraschen was das nächste Jahr bringen wird. Bernhard Eckert, Chefredakteur

(Redaktion)


 


 

Peter Bauer
marlintrailer
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