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Mittelstand fordert Merkel: Mangel an Fachkräften und politischer Unterstützung

Der Zeitpunkt könnte heikler nicht sein: Gerade hat Kanzlerin Angela Merkel mit Koalitionschaos, Atomfrage, Euro-Krise und Co. alle Hände voll zu tun, da meldet sich auch das wirtschaftliche Rückgrat der Bundesrepublik, die mittelständischen Unternehmen, zu Wort.

Laut einer Umfrage des Mittelstandsexperten compamedia fordern die innovativsten deutschen Mittelständler klare Positionen und Unterstützung von ihren politischen Verantwortungsträgern, um den Innovationsstandort Deutschland weiter voranbringen zu können.

Gut drei Viertel der befragten Unternehmen, die im Juni 2011 für ihre Innovationskraft mit dem Gütesiegel „Top 100“ ausgezeichnet werden, stufen deshalb den Ausbau der Fachkräftebasis, vor allem im Ingenieurwesen, als absolut vordringlich für den Erhalt des Innovationsstandorts Deutschland ein. Dementsprechend spricht sich auch gut die Hälfte der befragten Unternehmenslenker für die politische Förderung einer technologiefreundlichen Gesellschaft aus. Denn bei 43 % ist das Fehlen von Fachpersonal bereits jetzt ein Hemmschuh für die eigenen Innovationsbemühungen, weitere 40 % sehen sich durch das Personalloch sogar massiv beeinträchtigt.

Und auch sonst kann die Politik viel zur Unterstützung des Innovations- und Wirtschaftsstandorts Deutschland tun. Die Innovationselite des deutschen Mittelstands fordert beispielsweise eine Verbesserung der Innovationsfinanzierung (42,9 %), eine Vereinfachung des Steuerrechts (33,9 %), eine Nachbesserung der Unternehmenssteuerreform von 2008 (14,3 %) und einen besseren Zugang zu Erkenntnissen aus der öffentlichen Forschung (10,7 %). Insgesamt wünschen sich die Befragten eine Politik, die den Mittelstand wieder als das berücksichtigt und fördert, was er ist: der Motor der deutschen Wirtschaft. Gut 60 % schlossen sich dieser Aussage an.

„Damit hat der deutsche Mittelstand ein klares Statement abgegeben“, erklärt Silke Masurat, Geschäftsführerin der compamedia GmbH. „Die Top-Innovatoren wünschen sich Unterstützung und Anerkennung - in Form von ganz konkreten Maßnahmen wie Bürokratieabbau oder einem vereinfachten Zugang zu öffentlichen Fördermitteln. Jetzt ist es an der Politik, hier die richtigen und wichtigen Weichen zu stellen.“ Die Befragung wurde im März unter den 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand 2011 durchgeführt. Die Namen der „Top 100“ werden am 30. Juni bekanntgegeben.

„Top 100“ - das Projekt

Die Unternehmensvergleichsstudie untersucht jährlich die Innovationskraft deutscher Mittelständler und zeichnet die 100 besten Teilnehmer am Benchmarking mit dem renommierten „Top 100“-Gütsiegel aus.

„Top 100“ - die Akteure

Mentor des Projekts ist Lothar Späth, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg a. D. Die wissenschaftliche Leitung hat Dr. Nikolaus Franke inne. Er ist Professor für Entrepreneurship und Innovation an der Wirtschaftsuniversität Wien. Organisiert wird das Benchmarkingprojekt von der Überlinger compamedia GmbH.

(Redaktion)


 


 

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