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Mittelstandsförderung

Peter Hofelich wird erster Mittelstandsbeauftragter im Land

Die Landesregierung setzt den Landtagsabgeordneten Peter Hofelich als ehrenamtlichen Beauftragten für Mittelstand und Handwerk ein. Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle begrüßte diese Entscheidung der Landesregierung: "Ein lang gehegeter Wunsch!"

Die Landesregierung setzt den Landtags-abgeordneten Peter Hofelich auf Vorschlag von Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid als ehrenamtlichen Beauftragten für Mittelstand und Handwerk beim Ministerium für Finanzen und Wirtschaft ein. „Der Beauftragte stärkt Mittelstand und Handwerk im Land. Dass die rund 460.000 mittelständischen Unternehmen nun einen unabhängigen Ansprechpartner haben, ist ein wichtiges Element unserer dialog-orientierten Wirtschaftspolitik“, erklärte Minister Schmid in Stutgart. „Mit Peter Hofelich haben wir einen erfahrenen Wirtschaftspolitiker und ausgezeichneten Fürsprecher des Mittelstands für diese Aufgabe gewinnen können“, so der Minister. Der Beauftragte für Mittelstand und Handwerk wird beim Ministerium für Finanzen und Wirtschaft angesiedelt. 

Das Handwerk begrüßt Hofelichs Ernennung

Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle begrüßte die Entscheidung der Landesregierung, mit dem Göppinger SPD-Landtagsabgeordneten Peter Hofelich einen Mittelstandsbeauftragten zu benennen: „Damit geht für das Handwerk im Land ein lang gehegeter Wunsch in Erfüllung.“ Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) habe schon seit Jahren einen Regierungsbeauftragten, einen Staatssekretär für Handwerk und Mittelstand, gefordert, sagte Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle. Die Auflösung des Landesgewerbeamtes im Jahr 2004 hatte aus Sicht des Handwerks unter der damaligen schwarz/gelben Landesregierung zu erheblichen organisatorischen und verwaltungstechnischen Problemen geführt: „Wir haben eine auf kleine Unternehmen fokussierte Anlaufstelle bei der Landesregierung schmerzlich vermisst“, so Möhrle. 

Doch auch vor dem Hintergrund der Zusammenlegung von Wirtschafts- und Finanzministerium müsse gesichert sein, dass die Interessen des Mittelstands nicht in der Abstimmung zwischen den beiden Ministeriumsbereichen zerrieben werden. Nun sei zwar keine Kabinettsposition eingerichtet worden, aber dafür habe man Peter Hofelich schon in der Vergangenheit als Freund des Handwerks kennengelernt, meinte Möhrle: Der Handwerkstag freue sich sehr über diesen Erfolg der handwerklichen Interessenvertretung. 

„Als Mittelstandsbeauftragter werde ich die wirtschaftspolitischen Interessen kleinerer und mittlerer Unternehmen umfassend vertreten und mich für mittelstandsfreundliche Rahmenbedingungen einsetzen“, sagte Peter Hofelich. „Dazu zählt, dem Gründerland Baden-Württemberg neuen Schwung zu geben, um eine echte Gründerwelle im Land in Gang setzen“. Wesentliche Herausforderungen liegen vor allem in der Sicherung des Fachkräfteangebots, der Mittelstandsfinanzierung und der Internationalisierung von Mittelstand und Handwerk. „Ein Schwerpunkt meiner Arbeit wird beispielsweise die Stärkung der Innovationskraft von kleinen und mittleren Unternehmen sein, indem wir den Innovationstransfer zwischen Mittelständlern und Wissenschaft weiter verbessern. Besonders am Herzen liegt mir die mittelstandsfreundliche Vergabepraxis durch die öffentliche Hand“, so Hofelich.

Peter Hofelich und der Mittelstand

Peter Hofelich gehört dem baden-württembergischen Landtag seit 2006 an und ist derzeit Sprecher im Europaausschuss des Landtags und Mitglied im Wirtschaftsausschuss. Vor 2006 war Hofelich, der aus einem Handwerksbetrieb stammt, über 20 Jahre in der Industrie tätig. Zudem ist Hofelich unter anderem Mitglied des Aufsichtsrates der Landesmesse, im Beirat Baden-Württemberg international und im Stiftungsrat der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg.

Mittelständische Unternehmen stellen 60 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze, 80 Prozent aller Ausbildungsplätze und erwirtschaften 50 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. 99 Prozent der Unternehmen im Land haben weniger als 500 Beschäftigte und gelten damit als Mittelständler. Der Mittelstand stellt aber nicht nur die Mehrheit der Arbeits- und Ausbildungsplätze, sondern prägt mit seinen Produkten und Dienstleistungen maßgeblich die Innovationskraft unseres Landes.

(Redaktion)


 


 

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